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Mein Bayreuth: Wer hinter dem größten Online-Portal Bayreuths steckt

Vor gut zehn Jahren hat Bernhard Albrecht „Mein Bayreuth“ ins Leben gerufen. Inzwischen ist sein Projekt zur Bayreuther Facebook-Seite mit den meisten Likes herangewachsen – 15.451 sind es, Stand heute. Das bt zeigt, wer hinter „Mein Bayreuth“ steckt.

Bernhard Albrecht ist gebürtiger Bayreuther. Und er ist schon immer gerne hier. Da er zentral in der Richard-Wagner-Straße wohnt, ist er oft zu Fuß in der Stadt unterwegs. Da Corrado, Al Vicolo oder das Café Florian gehören zu seinen Lieblingszielen nach Feierabend. „Ich mag gutes Essen. Zwar bin ich oft in meinen Stammrestaurants, aber ich möchte auch immer wissen, was es Neues in meiner Stadt gibt“, sagt er. Dazu surfe er gerne im Internet. Die Websites zu Bayreuth, die es damals, vor etwa zehn Jahren, gab, fand er teils langweilig und teils unstrukturiert. Wenn er etwas zu Bayreuth gegoogelt hatte, habe er sich oft geärgert, weil er nichts Konkretes finden konnte. Deswegen wollte er etwas Eigenes auf die Beine stellen. Eine Art Verzeichnis mit Informationen zu Bayreuth.

„Ich habe jeden Tag weitergemacht“

Mit „Mein Bayreuth“ startete er anfangs alleine. Rein als Hobby. Aus dem Freundeskreis bekam er viel positives Feedback. Der 50-Jährige ist gelernter Zahntechniker. Seit über 20 Jahren ist er selbständig und als Handelsvertreter im Dentalbereich täglich im Außendienst im Norden Bayerns unterwegs. Zeit für sich findet Bernhard Albrecht nach der Arbeit im Fitness-Studio oder beim Basketball. Auch im Hofgarten sei er gerne.

Bayreuth ist eine tolle Stadt, meine Stadt. Sie ist schön und überschaubar. Ich habe eine enge Bindung. Die Seite „Mein Bayreuth“ betreibe ich vor allem, weil es mir Freude macht.

(Bernhard Albrecht, Gründer von Mein Bayreuth)

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Bernhard Albrecht checkt täglich via Smartphone welche Informationen für Mein Bayreuth interessant sind. Foto: red

„Weil ich die Seite nur privat und nicht beruflich betreibe, habe ich meinen Stiefel jeden Tag weiter gemacht, ganz ohne Druck“, sagt der 50-Jährige. Er wollte die Leute über ihre Stadt informieren. Frustriert sei er nie gewesen. Jeden Abend checkt er deswegen via Smartphone, was in Bayreuth passiert, welche Neuigkeiten es über die Stadt gibt und welche Themen lesenswert auf „Mein Bayreuth“ wären.

Auf Mein Bayreuth findet man neben Nachrichten, Karten von Restaurants und Cafés zum Mittagstisch, Infos übers Wetter, zum Sport und ein großes Verzeichnis zu Bayreuther Unternehmen, Handwerksbetrieben, Selbstständigen oder Ärzten. „Ich wollte alle Branchen möglichst umfassend abdecken und so viele, wie möglich, auf Mein Bayreuth listen“, sagt Albrecht.

Besonders wichtig ist mir, dass die Informationen auf Mein Bayreuth seriös sind. Sie sollen Niveau haben.

(Bernhard Albrecht, Gründer von Mein Bayreuth)

Mein Bayreuth Logo
Foto: @MeinBayreuth / facebook

Ein erster Schritt zu Mein Bayreuth war die Wort-Bild-Marke, die sich Albrecht hat schützen lassen. Sie zeigt das Festspielhaus, die Schlosskirche und das Rathaus – optisch ist das Logo, mit der Farbgebung Grün und Blau, an die der Stadtverwaltung angelehnt.

Mehr als 15.000 Abonnenten

Im Laufe der Jahre hat sich Bernhard Albrecht externe Partner mit ins Boot geholt, die helfen die Seite regelmäßig mit Neuigkeiten zu füttern. Etwa 20 Personen sind es jetzt. Mit dabei sind unter anderem Ärzte, Betreiber von Diskotheken, Bars und Restaurants, ein Essens-Tester, ein Heilpraktiker, ein Personal Trainer, der Initiator der spaeti.app, Journalisten aus Bayreuth und auch Personen aus der Immobilienbranche.

Likes Mein Bayreuth
Foto: @MeinBayreuth / facebook

Die Hauptseite Mein Bayreuth, die heute mehr als 15.400 Likes und knapp 15.000 Abonnenten zählt, hat in den vergangenen Jahren noch Zuwachs bekommen: So gibt es die Gruppe Mein Bayreuth Marktplatz, in der verkauft und gehandelt werden darf. Neu sind die Gruppen Mein Bayreuth Jobs, Mein Bayreuth Immobilien, sowie Mein Bayreuth Events.

Albrecht freue sich auch künftig über neue Anfragen von Bayreuthern, die Lust haben, Mein Bayreuth regelmäßig mit News aus unterschiedlichen Branchen zu versorgen. Wichtig dabei sei die Zuverlässigkeit, erklärt er. Sein Plan für die Zukunft? Die Website noch größer zu bekommen und dass  eine noch klarere Linie ins Projekt komme – eben weniger Durcheinander.

Auch wenn Bernhard Albrecht gerne in Bayreuth ist und immer wieder gerne zurück kommt, fehlt ihm eine Sache: das Meer. Deswegen träumt er von einer Wohnung in Mallorca, wo er ab und zu Sonne tanken kann.

Bernhard Albrecht checkt die News auf Mein Bayreuth
Foto: Carolin Richter