Freizeit

Men in Black: International

Immer wieder Donnerstags macht sich bt-Kinokritiker Alex Bauer auf den Weg ins Kino. Immer wieder sieht er sich dort zusammen mit zwei Lesern des Bayreuther Tagblatts einen neuen Film an und immer wieder geben die drei dann eine Bewertung für diesen Streifen ab. Dieses Mal hieß der Film „Men in Black: International“. Bei der Bewertung wurde es richtig kontrovers, denn die Meinungen gingen weit auseinander. Mit dabei waren diese Woche Neele Boderius und Selina Struck.


Darum geht’s:


Neele Boderius sagt zum Film:


Selina Struck meint:


bt-Filmkritiker Alex Bauer findet:

Neigschaut: bt- Kinokritiker Alex Bauer.

Ganze 22 Jahre ist es nun her, als Will Smith und Tommy Lee Jones zum ersten mal die Men in Black gemimt haben. Und hey, das war ziemlich gut. Die Gags saßen, die Action war cool, einfach gutes Kino. Auch der zweite Teil konnte noch punkten, beim dritten und letzten Teil mit dem Duo merkte man aber schon, dass die Luft irgendwie raus war. 2012 war das und man hatte eigentlich mit den Men in Black abgeschlossen.

Und nun, sieben Jahre später, kommt mit „Men in Black: International“ doch wieder ein Film in die Kinos. Keine Rede mehr von den beiden Helden der ersten drei Filme, man wagt einen Neustart. Mit neuen Agenten. Diesmal müssen Agent H (Chris Hemsworth) und Agent (Tessa Thompson) die Welt retten, vor dem Schwarm, komische Aliens, die mehr Wolke sind als furchteinflößende Monster von einem fernen Stern. Könnte auch cool sein, ist es aber nicht. Ist eher langweilig.

Erstmal kommt die Geschichte nicht in Fahrt und dann wird sie doch sehr schnell belanglos. Gut, das könnte man jetzt noch verschmerzen, waren doch die Stories der anderen Filme jetzt auch nicht gerade einfallsreich. Die konnten das aber noch mit der Action und den vielen guten Gags ausgleichen. Und dank Will Smith. Diesmal ist der aber nicht dabei, stattdessen mühen sich Hemsworth und Thompson durch den Film. Und ja, das macht einen Unterschied. Denn das neue Duo tut sich schwer, so cool rüberzukommen, wie das Smith und Jones gemacht haben. Und bei den beiden ziehen auch die Witze nicht, diese Entspanntheit fehlt einfach. So wirkt vieles doch sehr aufgesetzt und hat nicht viel Spaß-Potenzial.

Das werden wohl auch die Macher gemerkt haben, wurde doch ein kleiner Alien-Sidekick mit eingebaut, der nur dafür da ist, den Zuschauern ein paar Schmunzler zu entlocken. Schaffen sie damit. Aber auch nicht mehr. Und das ist schade, denn die Men in Black Reihe hat auch von den vielen schrägen Aliens gelebt, die die Erde unbemerkt bewohnen. Das fehlt schmerzhaft. Auch die Action will nicht überzeugen und schaut oft ziemlich billig aus – beispielsweise und auch besonders eine Verfolgungsjagd in Marrakesch.

Hey, das ist eine teure Hollywood-Produktion und kein deutscher Actionfilm mit Til Schweiger. Und was kann man dann über den neuen Men in Black zusammenfassend sagen? Dass er ein Film ist, den man sich irgendwann auch auf der Couch auf Netflix oder Amazon anschaut und dabei einschläft. Und wahrscheinlich vergisst man dann auch, ihn danach weiterzuschauen. Weil er einfach nicht gut ist.

1 von 5 Sterne