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Mini-Bayreuth: Was die Kinder-Bürgermeisterin jetzt anpacken will

Am Sportplatz des SC Kreuz in Bayreuth ist in dieser Woche die Kinderzeltstadt Mini Bayreuth aufgebaut. Dort kann man sich beim Basteln, Sporteln und Rätsel lösen nicht nur „Knobbern“, also Bares, verdienen. Es gibt auch ein eigenes Kinderparlament und eine Bürgermeisterin.

„Ich habe mir das sehr gewünscht“

Wie bei einer richtigen Wahl wird anonym und schriftlich gewählt. In diesem Jahr hat Auriel Funsch die Wahl gewonnen. Sie strahlt und klatscht aufgeregt mit den Händen, als das Ergebnis feststeht. „Ich habe mir das sehr gewünscht, aber ich hätte nicht erwartet, dass es wirklich klappt“, erzählt die 10-Jährige. Schon im letzten Jahr sei sie bei Mini-Bayreuth dabei gewesen. „Ich wollte das einfach mal ausprobieren wie das als Bürgermeisterin ist“, sagt sie.

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Mini-Bayreuth aus der Luft.
Mini-Bayreuth aus der Luft. Foto: Oliver Riess/Luftbilder Deutschland

Viel Amtszeug und ein Piratenschiff

Schon im letzten Schuljahr war sie Klassensprecherin. „Das ist denke ich schon eine gute Übung gewesen“, so Auriel Funsch. Was sie sich von dem Job als Bürgermeisterin erwartet? „Naja man hat jeden Tag sehr viel Amtszeug zu erledigen, denke ich“, sagt sie und grinst.

Für was sie sich einsetzten möchte? Da hat sie ein ganz bestimmtes Ziel im Auge: Auf einem Bayreuther Spielplatz wünscht sie sich ein großes Piratenschiff zum Spielen. Welche Ziele Auriel Funsch ansonsten für ihre Amtsperiode hat? Vorerst nur das Piratenschiff. Denn das sei ihr für die anderen Kinder sehr wichtig, so Auriel Funsch

Am Donnerstagnachmittag darf das Kinderparlament dann Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe persönlich treffen und Fragen stellen. Bei einem Gespräch auf Augenhöhe sozusagen, will Kinder-Bürgermeisterin Auriel Funsch die Sache mit dem Piratenschiff ansprechen.

An wen die Knobbern fließen

Alle Mitglieder des Kinderparlamentes, nicht nur die Kinder-Bürgermeisterin, sind Ansprechpartner für die Besucher von Mini Bayreuth vor Ort. Am Mittwochnachmittag werden sie eine Gruppe von Erwachsenen – darunter zum Beispiel Eltern und Politiker – durch die Zeltstadt führen. Außerdem wählt das Kinderparlament jeden Tag eine Organisation aus, an die die nicht verbrauchten Knobbern, also die Einnahmen der Teilnehmer, gespendet werden.

Stellvertretende Bürgermeisterin wurde Freundin Fritzi Schmidt (unten 2.v.l.), die Auriel vor Freude lachend in die Arme fiel.

Das Kinderparlament 2019 bei Mini Bayreuth.
(v.l.n.r.) Kinder-Bürgermeisterin Auriel Funsch, Stellvertreterin Fritzi Schmidt und weitere Mitglieder des Kinderparlaments 2019 bei Mini-Bayreuth. Foto: Carolin Richter