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Nach Veruntreuung im Zentrum: „Verhöhnung des Ehrenamts“

Der Streit um die Frage, wann die Verantwortlichen des Zentrums von der Veruntreuung der Gelder durch die frühere Geschäftsführerin wussten und warum sie den Stadtrat nicht informierten, geht in die nächste Runde.

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Nachdem am Freitagabend die Bundestagsabgeordnete der CSU, Silke Launert, die Forderung der Bayreuther Gemeinschaft nach Rücktritt der Stadträte Klaus Klötzer (Vorsitzender des Zentrum-Vereins) und Stefan Specht (Besitzer) bei ihrer Rede zur Wahl als CSU-Kreisvorsitzende zurückwies, holt nun die Bayreuther Gemeinschaft zum Gegenschlag aus.

Launert hatte gesagt und das im Anschluss auch über eine Pressemitteilung verteilen lassen:

Diese Forderung ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden, der sich ehrenamtlich engagiert.

(Silke Launert, CSU-Kreisvorsitzende Bayreuth-Stadt)

Darauf antwortet jetzt der Fraktionsvorsitzende der Bayreuther Gemeinschaft, Stephan Müller, in einer Pressemitteilung:

Die Äußerung kann nur als Verhöhnung des ehrenamtlichen Engagements gedeutet werden. In jedem Verein übernehmen Ehrenamtliche Verantwortung und stehen für ihren Verein gerade und es ist mit Sicherheit nicht die Regel, dass in diesen Vereinen ein solch unwahrhaftes Verhalten gezeigt wird, wie es die Vereinsverantwortlichen im Zentrum an den Tag gelegt haben.

(Stephan Müller, Fraktionsvorsitzender der BG im Bayreuther Stadtrat)

Müller schreibt weiter:

Womöglich liegt es daran, dass die hauptamtliche Büroleiterin des Wahlkreisbüros von Dr. Silke Launert in Bayreuth zu jener Zeit, als es zu den Vorkommnissen um die Veruntreuung von über 200.000 Euro im Zentrum kam, die Schatzmeisterin des Vereins war. Zudem bekleidet die ehemalige Schatzmeisterin verschiedene Funktionen innerhalb der Bayreuther CSU.

(Stephan Müller)