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13-Jähriger bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt – Polizei warnt vor „Blackout-Challenge“
In Hersbruck soll ein 14-Jähriger einen 13-Jährigen in einer Tankstelle so lange gewürgt haben, dass das Opfer bewusstlos wurde. Die Polizei nutzt den Vorfall, um eindringlich vor gefährlichen Mutproben in sozialen Medien zu warnen, die lebensgefährlich sein können.
Ein 14-jähriger Jugendlicher soll am Sonntagnachmittag, den 15. März 2026, in Hersbruck einen 13-Jährigen so lange gewürgt haben, dass das Opfer kurz bewusstlos wurde. Beide Jugendlichen trafen sich zusammen mit mehreren Bekannten im Stadtgebiet.
13-Jähriger bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt
Laut Ermittlungen der Polizei Hersbruck kam es in einer Tankstelle zur Tathandlung: Der 14-Jährige legte dem 13-Jährigen den Arm um den Hals. Überwachungsvideos zeigen, wie der Junge schließlich bewusstlos zu Boden fällt, während die Freundesgruppe um ihn herumsteht. Nach wenigen Sekunden kommt er wieder zu Bewusstsein und die Gruppe verlässt gemeinsam das Geschäft.
Die Eltern des 13-Jährigen erstatteten später Anzeige bei der Polizeiinspektion Hersbruck. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein, führten eine Gefährderansprache mit dem 14-Jährigen durch und stehen in engem Austausch mit der Schule, dem Jugendamt und der Justiz.
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Polizei warnt vor gefährlichen „Challenges“
Die Polizei nutzt den Vorfall für einen eindringlichen Appell: Fälle wie diese seien nicht neu und oft mit Trends in sozialen Medien verbunden, etwa der sogenannten „Blackout-Challenge“ oder dem „Choking Game“. Dabei handelt sich um Mutproben-Videos, die seit Jahren im Internet kursieren. Jugendliche filmen sich dabei, wie sie einander bis zur Bewusstlosigkeit würgen.
Die Polizei warnt: Diese Videos verharmlosen ein extrem gefährliches Verhalten. Schon wenige Sekunden Sauerstoffmangel können zu bleibenden Hirnschäden, epileptischen Anfällen, Schlaganfällen, schweren Behinderungen oder sogar zum Tod führen. Deshalb sollten Eltern und Jugendliche sollten über diese Risiken sprechen, aufmerksam sein und frühzeitig eingreifen.












Symbolbild: AdobeStock / Jürgen Fälchle
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