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200 Biker, drei Fahrverbote: So lief die Motorradkontrolle in Aufseß
Zwischen 14 und 18 Uhr stand die Motorradkontrollgruppe des Polizeipräsidiums Oberfranken am Heckenhofer Berg, dort wo die Staatsstraße 2188 auf die 2189 trifft – einer der beliebtesten Treffpunkte für Biker in der Fränkischen Schweiz. Rund 200 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer wurden angehalten und kontrolliert.
Drei Motorräder müssen aus dem Verkehr
Bei drei Maschinen entdeckten die Spezialisten Manipulationen an Auspuffanlagen oder Scheinwerfern. Die Folge: eine sofortige Betriebsuntersagung. Die betroffenen Fahrer dürfen mit ihren Motorrädern erst wieder fahren, wenn diese in einen zulässigen Zustand zurückversetzt und von einem Sachverständigen abgenommen wurden. Zusätzlich leitete die Polizei jeweils ein Bußgeldverfahren ein.
Parallel zur Technikkontrolle maß die Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth die Geschwindigkeit in dem Bereich. Von 44 gemessenen Fahrzeugführern mussten sich 24 auf ein Bußgeldverfahren einstellen. Am schlimmsten traf es einen Fahrer, der bei erlaubten 70 km/h mit 115 km/h unterwegs war – neben dem Bußgeld drohen ihm nun zusätzlich ein Fahrverbot und ein Punkt in Flensburg.
Bürgermeister Schrüfer sucht wieder das Gespräch
Neben der technischen Prüfung ging es den Beamten vor allem um den direkten Austausch mit den Bikern. Unterstützt wurde dabei erneut Bürgermeister Alexander Schrüfer, der die Kontrollstelle am Heckenhofer Berg besuchte. Ziel der Gespräche: die Fahrerinnen und Fahrer für eine vorausschauende und lärmminimierende Fahrweise zu sensibilisieren – vor allem innerorts.
Das ist kein neues Thema für die Gemeinde: Aufseß und speziell der Ortsteil Heckenhof gelten seit Jahren als Treffpunktklassiker für Motorradfahrer in der Region, gleichzeitig klagen Anwohner regelmäßig über die Lärmbelastung an Wochenenden mit gutem Wetter. Schon 2022, 2024 und zuletzt im August 2025 hatte die Motorradkontrollgruppe deshalb an derselben Stelle kontrolliert – stets mit Unterstützung des Bürgermeisters.
Reifen mit wenig Profil: teurer Leichtsinn
Ein Nebenbefund der Kontrolle dürfte für einige Fahrer noch teuer werden: Bei mehreren Motorrädern lag die Profiltiefe der Reifen bereits im Grenzbereich – ein Zeichen dafür, dass die laufende Saison ihre Spuren hinterlassen hat. Die Polizei appelliert deshalb eindringlich, die Reifen regelmäßig zu prüfen. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern. Wer sie unterschreitet, riskiert als Fahrer 60 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg, als Halter sind es 75 Euro und ebenfalls ein Punkt.
Erst kürzlich hatte die Polizei bei einer Kontrolle nahe Hollfeld abgefahrene Reifen und manipulierte Bremsanlagen festgestellt. Auch bei einer Aktion zwischen Glashütten und Volsbach waren manipulierte Auspuffanlagen aufgefallen. Die Motorradkontrollgruppe kündigt an, ihre Schwerpunktkontrollen im Landkreis Bayreuth fortzusetzen.
Häufige Fragen
Wo genau fand die Motorradkontrolle in Aufseß statt?
Die Kontrollstelle stand am Heckenhofer Berg in Aufseß, an der Kreuzung der Staatsstraßen 2188 und 2189 – einem bei Motorradfahrern beliebten Treffpunkt in der Fränkischen Schweiz.
Wie viele Motorradfahrer wurden kontrolliert?
Am Sonntag, den 16. August 2026, kontrollierte die Motorradkontrollgruppe des Polizeipräsidiums Oberfranken zwischen 14 und 18 Uhr rund 200 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer.
Welche Strafe droht bei zu wenig Reifenprofil?
Wer mit einer Profiltiefe unter der gesetzlich vorgeschriebenen Grenze von 1,6 Millimetern unterwegs ist, muss als Fahrer mit 60 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen, als Halter mit 75 Euro und ebenfalls einem Punkt.
Wie schnell war der schnellste gemessene Fahrer?
Bei erlaubten 70 km/h wurde ein Fahrer mit 115 km/h gemessen. Ihm drohen neben dem Bußgeld auch ein Fahrverbot und ein Punkt in Flensburg.
Warum wird in Aufseß regelmäßig kontrolliert?
Der Ortsteil Heckenhof gilt als beliebter Treffpunkt für Motorradfahrer in der Fränkischen Schweiz. Gleichzeitig klagen Anwohner immer wieder über Lärm, weshalb Polizei und Bürgermeister seit Jahren regelmäßig gemeinsam kontrollieren und das Gespräch mit den Bikern suchen.












Sie machen die Bayreuther Festspiele zu dem, was sie sind. Über 30 Mitwirkende haben Festspielleiterin Katharina Wagner und Oberbürgermeister Andreas Zippel in Haus Wahnfried geehrt. © Stefanie Schweinstetter
Feuerlöscher Symbolbild: Pixabay