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Kriminalität in Bayreuth sinkt deutlich
Die Zahl der Straftaten in Bayreuth ist im vergangenen Jahr um 8,2 Prozent zurückgegangen. Während die Kriminalität in anderen oberfränkischen Zentren teilweise ansteigt, glänzt die Polizei in Bayreuth mit einer überdurchschnittlich hohen Aufklärungsquote und gezielten Präventionsmaßnahmen.
Im Vergleich der oberfränkischen Städte sticht Bayreuth positiv hervor was die Kriminalität angeht. Das geht aus der von der oberfränkischen P0lizei vorgestellten Kriminalitätsstatistik hervor. Während in Coburg (plus 5,2 Prozent) und Hof (plus 8 Prozent) die Fallzahlen entgegen dem allgemeinen Trend stiegen, sank die Zahl der Straftaten in Bayreuth auf insgesamt 4.470 Fälle. Auch die Stadt Bamberg konnte einen massiven Rückgang von 30 Prozent verbuchen, was die Polizei unter anderem auf ein verändertes Ausgehverhalten und polizeiliche Schwerpunkte bei der Straßenkriminalität zurückführt.
Kriminalität durch Zuwanderer sinkt
Auch Zuwanderer begangen 2025 in Oberfranken deutlich weniger Straftaten , nachdem in den vergangenen Jahren die Zahlen stetig gestiegen waren. Insgesamt wurden 3.616 Fälle registriert, denen 2.665 tatverdächtige Zuwanderer zugeordnet werden konnten.
Den größten Anteil an der durch Zuwanderer begangenen Kriminalität nahmen trotz rückläufiger Zahlen die Rohheitsdelikte ein. Das sind zum Beispiel Körperverletzungen und andere Gewaltdelikte.
Oberfranken hält Spitzenplatz bei der Aufklärungsquote
Mit einer Quote von 71,6 Prozent belegt das Polizeipräsidium Oberfranken erneut den Spitzenplatz unter allen bayerischen Polizeiverbänden. In Bayreuth selbst liegt die Aufklärungsquote bei soliden 68,6 Prozent.
Digitale Kriminalität und Callcenter-Betrug
Trotz sinkender Fallzahlen im Bereich des Cybercrime (minus 16,6 Prozent) bleibt die Bedrohung durch digitale Delikte hoch. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Callcenter-Betrug. Obwohl die Gesamtzahl der Fälle um 16,1 Prozent sank, stieg der entstandene Vermögensschaden in Oberfranken auf über 2,4 Millionen Euro an.
Erfolge gegen internationale Betrügerstrukturen
Ein bedeutender Schlag gegen die sogenannte „Callcenter-Mafia“ gelang im November 2025. Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Bayreuth wurde in der Slowakei eine Betrügerzelle zerschlagen, die sich auf Schockanrufe spezialisiert hatte. Dennoch warnen die Behörden vor neuen Maschen wie dem „falschen Polizeibeamten“, bei denen die Schäden besonders hoch ausfielen.
Sicherheit im öffentlichen Raum
Die Kriminalität im öffentlichen Raum, die unser aller Sicherheitsgefühl ja maßgeblich beeinflusst, ging um 8,4 Prozent zurück. Die Polizei berichtet dazu auch wöchentlich von der ZOH.
Anstieg bei Messerangriffen registriert
Ein besorgniserregender Trend zeigt sich jedoch bei den Messerangriffen im öffentlichen Raum. Diese stiegen im Jahr 2025 um 37,9 Prozent auf insgesamt 80 Fälle an. 94,2 Prozent der ermittelten Tatverdächtigen waren männlich. Die Polizei betont ihre extrem hohe Aufklärungsquote von 96,3 Prozent in diesem Bereich.
FAQ
Wie sicher ist Bayreuth im Vergleich zu anderen Städten?
Bayreuth verzeichnete 2025 einen Rückgang der Straftaten um 8,2 Prozent auf 4.470 Fälle und liegt mit einer Häufigkeitszahl von 6.128 deutlich unter Werten von Städten wie Hof (8.066).
Was ist der größte Erfolg der oberfränkischen Polizei?
Das Polizeipräsidium Oberfranken hat mit 71,6 Prozent die höchste Aufklärungsquote aller bayerischen Polizeiverbände erzielt.
Welche Kriminalitätsform verursacht den höchsten finanziellen Schaden?
Besonders schadensträchtig ist der Callcenter-Betrug, der 2025 trotz sinkender Fallzahlen einen Gesamtschaden von über 2,4 Millionen Euro in der Region verursachte.












Symbolbild © Pixabay
Krankenwagen ©BRK Bayreuth