Corona-Virus

2G flächendeckend in ganz Deutschland: ein neuer Index soll über 2G, 2G-Plus oder mehr entscheiden

2G in Deutschland – das ist das Ergebnis des Bund-Länder-Gipfels am Donnerstag. Auf Ungeimpfte kommen massive Beschränkungen zu.

2G flächendeckend in Deutschland – auf diese Regel haben sich die Teilnehmer bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag geeinigt.

Darüber hinaus wollen Bund und Länder eine Impfpflicht für Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Der Bund soll das „schnellstmöglich umsetzen.“

Hospitalisierungsindex: Stufen 3, 6 und 9 wichtig

Angela Merkel stufte die Lage als „hochdramatisch“ ein. Eine große Impflücke mache weitere Maßnahmen notwendig. Hendrik Wüst, Ministerpräsident von NRW und Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ergänzte, dass die Triage in manchen Krankenhäusern nahe sei – die Entscheidung, welchem Patienten geholfen werden können und welchem nicht.

Merkel sprach von einem Hospitalisierungsindex: überschreitet dieser die Stufe 3 tritt 2G in Kraft. Bei einem Index über 6 greift 2G-Plus als nächstes. Bei einem Hospitalisierungsindex über 9 greifen weitere Maßnahmen wie etwa Kontaktbeschränkungen. Die Hospitalisierungsrate ergibt sich aus einer Zahl von Krankenhauseinliefungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Am Donnerstag lag die bundesweite Hospitalisierungsrate bei einem Wert von 5,3. Aktuell liegen nur drei Bundesländer unter einem Hospitalisierungsindex von 3.

Impfpflicht im Pflegebereich soll kommen

Für das Personal im Pflegebereich soll eine Impfpflicht kommen. Es gehe darum die Vulnerablen unserer Gesellschaft bestmöglich zu schützen, wie Wüst ausführte. „Dazu gehören die Alten und Kranken.“ Zudem sollen Pflegekräfte wieder einen Bonus für ihre herausfordernde Arbeit erhalten.

Die Booster-Imfpungen sollen weiter forciert werden. Die Stiko hat die Auffrischung der Corona-Impfung für alle ab 18 Jahren empfohlen. Merkel sprach an von einer guten, aber herausfordernden Nachricht. Das Impfangebot massiv hochzufahren sei eine „wirklich große Kraftanstrengung.“

2G in Deutschland beschlossen

Die Teilnehmer des Corona-Gipfels von Bund und Ländern haben sich auf flächendeckendes 2G in Deutschland verständigt. Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte in Freizeit, Sport, Kultur und Gastronomie sollen kommen.

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, appellierte, Impfangebote anzunehmen. Diese sollen schneller umgesetzt werden. Es gehe darum, Egoismus hintenanzustellen und an die Solidargemeinschaft zu denken.

Dem schloss sich der geschäftsführende Finanzminister und designierte Bundeskanzler Olaf Scholz an. Man müsse sich jetzt „einen Ruck geben“ – ob als Erstimpfung oder Auffrischung. Mit einer damit verbundenen Impfung könne man diesen Beschränkungen im öffentlichen Raum entgehen.