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45-Jährige tot in Nürnberger Wohnung – Sohn in Untersuchungshaft
Eine 45-jährige Frau ist am Freitagvormittag tot in ihrer Wohnung im Nürnberger Stadtteil Großreuth bei Schweinau gefunden worden. Der Tatverdächtige – ihr eigener Sohn – sitzt nun in Untersuchungshaft
Update 21.09.2026:
Am Samstag den 19.09.2026 wurde der 20-jährige Tatverdächtige dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Durch diesen wurde ein Untersuchungshaftbefehl erlassen. Der Tatverdächtige befindet sich gegenwärtig in einer Justizvollzugsanstalt.
Die genauen Hintergründe der Tat sind weiterhin Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Artikel vom 19.09.2026
Ausgelöst wurde der Einsatz durch die Sorge von Angehörigen. Personen aus dem familiären Umfeld der Frau, einer deutsch-russischen Staatsangehörigen, hatten sich gemeldet, weil sie sie nicht erreichen konnten. Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Nürnberg-West fuhr daraufhin zu ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Rothenburger Straße.
Was die Polizei vor Ort vorfand
Gegen 11 Uhr fanden die Beamten die 45-Jährige leblos in ihrer Wohnung. Sie wies Verletzungen auf, die nach Einschätzung der Ermittler auf ein Gewaltdelikt schließen lassen. Noch am Tatort nahmen die Polizisten einen 20-jährigen Mann fest, der sich ebenfalls in der Wohnung aufhielt. Er widersetzte sich der Festnahme nicht. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um den Sohn der Getöteten.
Mordkommission übernimmt die Ermittlungen
Die Nürnberger Mordkommission nahm die weiteren Ermittlungen noch vor Ort auf, in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Eine Rechtsmedizinerin wurde hinzugezogen, um die Todesumstände zu klären. Am Tatort läuft derzeit eine umfangreiche Spurensicherung. Zu einem möglichen Motiv hat die Polizei bislang nichts mitgeteilt.
Was die Statistik über Gewalt in Bayerns Familien sagt
Die bayerische Polizeistatistik zeichnet seit Jahren ein bedrückendes Bild: 2025 zählten die Ermittler 80 weibliche Opfer von vollendetem oder versuchtem Mord und Totschlag – ein Anstieg gegenüber 73 Opfern im Jahr zuvor. Damit wird rechnerisch alle viereinhalb Tage in Bayern eine Frau von einem Familienangehörigen getötet oder versucht zu töten.
Häufige Fragen
Was ist am Freitag in Nürnberg-Großreuth bei Schweinau passiert?
Die Polizei fand am Vormittag eine 45-jährige Frau leblos in ihrer Wohnung in der Rothenburger Straße. Die Beamten gehen von einem Gewaltverbrechen aus.
Wer wird der Tat verdächtigt?
Festgenommen wurde der 20-jährige Sohn der Getöteten. Er hielt sich zum Zeitpunkt des Polizeieinsatzes ebenfalls in der Wohnung auf und leistete keinen Widerstand.
Wie kam die Polizei auf die Wohnung?
Angehörige der 45-Jährigen hatten sich gemeldet, weil sie die Frau nicht erreichen konnten. Eine daraufhin entsandte Streife fand sie leblos vor.
Wer ermittelt in dem Fall?
Die Nürnberger Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen, in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Eine Rechtsmedizinerin war ebenfalls vor Ort.
Ist Gewalt in der Familie in Bayern häufig?
Die Polizeistatistik verzeichnete 2025 in Bayern 80 weibliche Opfer von vollendetem oder versuchtem Mord und Totschlag – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr.












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