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„Grimm“ findet vermissten 90-Jährigen in Bayreuth
Ein 90-Jähriger aus einem Bayreuther Pflegeheim war seit Stunden spurlos verschwunden – Suchmaßnahmen der Polizei blieben zunächst erfolglos. Am Dienstagnachmittag (9. September 2026) alarmierte die Integrierte Leitstelle Bayreuth/Kulmbach deshalb gegen 15:30 Uhr die Rettungshundestaffel des Bayreuther BRK. Keine 50 Minuten später hatte Mantrailer „Grimm“ den Senior gefunden.
Der Mann lehnte an einer Hauswand, wurde von Sanitätern kurz untersucht und anschließend von der Polizei zurück in sein Heim gebracht.
Wie der Einsatz ablief
Insgesamt fünf Einsatzkräfte der Rettungshundestaffel, zwei Mantrailer und der Einsatzleiter Rettungsdienst rückten aus, um nach dem Heimbewohner zu suchen, der seit mehreren Stunden vermisst war. Jeweils ein Mantrailer war mit seiner Hundeführerin und einem Polizisten als Begleitung unterwegs.
„Grimm“ bekam zunächst eine Geruchsprobe des Vermissten und nahm daraufhin zielstrebig seine Spur auf. Zusammen mit seiner Führerin Julia Georgie folgte er der Fährte über rund 1,5 Kilometer – bis der Senior gefunden war.
Wie ein Mantrailer eine Spur aufnimmt
Ein Mantrailer wie „Grimm“ ist auf die gezielte Suche nach einem ganz bestimmten Menschen spezialisiert, nicht auf die Fläche allgemein. Dafür bekommt der Hund vorab einen Gegenstand mit dem individuellen Geruch der vermissten Person, häufig ein Kleidungsstück, und nimmt daran ihre spezifische Duftspur auf.
Dass der Weg eines Mantrailers dabei selten schnurgerade verläuft, hat einen einfachen Grund: Menschen verlieren ständig Hautzellen, die sich in der Luft verteilen und sich an Bordsteinen, Mauern oder Sträuchern verfangen. Ein Hund folgt also keiner Linie, sondern einer sich ausbreitenden Duftwolke.
Warum Rettungshunde bei solchen Einsätzen unverzichtbar sind
Dass ein Mantrailer binnen weniger Minuten eine vermisste Person findet, ist keine Selbstverständlichkeit. Wie komplex die Arbeit von Mensch und Hund im Team ist, zeigte sich etwa bei einem Einsatz der Rettungshundestaffeln Haßberge und Bad Kissingen: Dort musste ein Mantrailer zunächst die Gerüche mehrerer Einsatzkräfte aus der Fährte herausfiltern, bevor die eigentliche Suche beginnen konnte.
Gerade bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen zählt bei einer Vermisstenmeldung jede Minute, etwa wegen Unterkühlung oder gesundheitlicher Risiken. Die ehrenamtlichen Hundeführerinnen und Hundeführer der Rettungshundestaffeln trainieren dafür regelmäßig mehrmals pro Woche mit ihren Tieren, bis Mensch und Hund als eingespieltes Team funktionieren.
Häufige Fragen
Was ist ein Mantrailer?
Ein Mantrailer ist ein speziell ausgebildeter Rettungshund, der anhand einer Geruchsprobe gezielt die Spur einer bestimmten vermissten Person verfolgt, statt wie ein Flächensuchhund ein ganzes Gebiet abzusuchen.
Wer alarmiert die Rettungshundestaffel in Bayreuth?
Bei Vermisstenfällen alarmiert die Integrierte Leitstelle Bayreuth/Kulmbach die Rettungshundestaffel des Bayreuther BRK, meist nachdem andere Suchmaßnahmen erfolglos geblieben sind.
Wie lange dauerte die Suche nach dem 90-Jährigen?
Nach einer Suchstrecke von rund 1,5 Kilometern fand Mantrailer „Grimm“ den Senior nach etwa 50 Minuten wohlbehalten an einer Hauswand.
Was passiert, nachdem ein Vermisster gefunden wurde?
Nach einer kurzen medizinischen Untersuchung durch die Sanitäter vor Ort wird die gefundene Person – wie in diesem Fall durch die Polizei – zurück an ihren Ausgangsort gebracht, hier ins Pflegeheim.












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