Zuletzt aktualisiert am
Ab sofort können Radfahrende wieder mitreden – Fahrradklima-Test 2026
Der ADFC startet den bundesweiten Fahrradklima-Test 2026. Bis zum 30. November lässt sich online bewerten, wie fahrradfreundlich die Stadt tatsächlich ist. Neu ist in diesem Jahr eine eigene Umfrage für Kinder und Jugendliche.
Der ADFC ruft vom 1. September bis zum 30. November 2026 zum Fahrradklima-Test auf. Radfahrende können in dieser Zeit ihre Erfahrungen und Einschätzungen zur Fahrradfreundlichkeit vor Ort abgeben. Erstmals gibt es außerdem eine eigene Befragung für 10- bis 20-Jährige. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte stellt der ADFC im Frühjahr 2027 vor.
Warum der Fahrradklima-Test für Bayreuth wichtig ist
Im Juni hat sich die Stadt Bayreuth erneut der Bewertung durch die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK Bayern) gestellt. Nach der Bewertung darf sich Bayreuth weitere sieben Jahre als „fahrradfreundliche Kommune“ bezeichnen.
Die Auszeichnung ist vor allem eine Anerkennung der Radverkehrspolitik. Die Stadt muss dafür bestimmte Qualitätskriterien erfüllen und ihre Radverkehrsförderung weiterentwickeln. Dazu gehören etwa Radverkehrskonzepte, Infrastruktur, Verkehrssicherheit und Fahrradparken.
„Die erneute Auszeichnung als fahrradfreundliche Kommune zeigt, dass Bayreuth beim Radverkehr einiges auf den Weg gebracht hat“, sagt Tim Röber, Vorstandsmitglied des ADFC Bayreuth.
Entscheidend sei aber auch, wie die Maßnahmen im Alltag ankommen. Genau dafür sei der Fahrradklima-Test wichtig, so Röber weiter.
Der Fahrradklima-Test soll sichtbar machen, wo Bayreuth aus Sicht der Radfahrenden bereits gut funktioniert und wo noch Handlungsbedarf besteht. Alle zwei Jahre liefert die deutschlandweite Auswertung damit ein aktuelles Bild der Entwicklung.
Erstmals eigene Umfrage für Kinder und Jugendliche
Zum ersten Mal widmet der ADFC jungen Menschen eine eigene Befragung. „Radwege sind auch Schulwege“, betont Röber. Wenn Kinder und Jugendliche selbstständig zur Schule, zum Sport oder zu Freunden radeln sollen, brauchten sie dafür sichere und verlässliche Wege.
Mit dem bevorstehenden Schulstart rückt das Thema besonders in den Fokus. Der ADFC will von jungen Menschen direkt erfahren, was beim Radfahren gut funktioniert, wo es Schwierigkeiten gibt und was sich ändern muss.
So funktioniert die Teilnahme am Fahrradklima-Test
Die Online-Befragung umfasst rund 27 standardisierte Fragen, bewertet nach Schulnoten von 1 bis 6. Sie dauert etwa zehn Minuten und deckt fünf Themenbereiche ab: Fahrrad- und Verkehrsklima, Stellenwert des Radfahrens, Sicherheit, Komfort sowie Infrastruktur und Fahrradnetz.
„Je mehr Menschen teilnehmen, desto aussagekräftiger wird das Ergebnis“, so der ADFC.
Auch Radfahrende aus dem Bayreuther Umland sind ausdrücklich zur Teilnahme aufgerufen. Erreicht eine Kommune mindestens 50 Teilnehmende, erhält sie ein eigenes Ergebnis. So wurde etwa Goldkronach beim Fahrradklima-Test 2024 eigenständig mit der Note 3,9 bewertet.
So schnitt Bayreuth beim letzten Fahrradklima-Test ab
Bundesweit fällt das Fahrradklima laut ADFC eher durchwachsen aus. In Bayern erreichte 2024 keine teilnehmende Gemeinde eine bessere Note als 3,0. Bayreuth kam mit rund 73.000 Einwohnerinnen und Einwohnern auf die Note 3,9, bewertet von 593 Teilnehmenden.
Hier geht es zur interaktiven Ergebniskarte: fkt.adfc.de/ergebnisse
Zu den Stärken in Bayreuth zählten die Erreichbarkeit des Stadtzentrums und geöffnete Einbahnstraßen für den Gegenverkehr per Rad. Als Schwächen nannten die Teilnehmenden dagegen die Kontrolle von Falschparkern auf Radwegen, die Breite der Radwege sowie den Mischverkehr. Im Vergleich mit ähnlich großen Städten deutschlandweit landete Bayreuth auf Platz 39 von 113 und damit nahe am Mittelwert.
Mit der Note von 2024 blieb die Stadt damit gegenüber dem vorherigen Test konstant. Nun wird das Ergebnis von 2026 zeigen, wie sich Bayreuth weiterentwickelt hat. Im Frühjahr 2027 will der ADFC die Ergebnisse veröffentlichen.












Symbolbild © Pixabay
Die Aktionswochen „Gesundheit“ in Bayreuth. © Stadt Bayreuth