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Abschied im Hans-Walter-Wild-Stadion: Dr. Nicole Kalemba verlässt die SpVgg Bayreuth
Paukenschlag bei der Altstadt: Die Geschäftsführerin Dr. Nicole Kalemba beendet zum 15. April 2026 ihre Tätigkeit bei der SpVgg Bayreuth. Nach knapp zwei Jahren an der Spitze der Spielbetriebs GmbH verlässt eine echte Bayreutherin die Kommandobrücke; in bestem Einvernehmen, aber mit dem Wunsch nach Veränderung.
Eine Ära der Struktur: Kalembas Erbe bei der Altstadt
Als Nicole Kalemba am 1. Juli 2024 ihr Amt antrat, übernahm sie das Ruder in einer Phase, die man im Fußballjargon wohl als „anspruchsvolles Auswärtsspiel“ bezeichnen würde. Der Verein steckte in einem sportlichen und wirtschaftlichen Umbruch. Ihr Auftrag: Den Traditionsverein nicht nur über Wasser zu halten, sondern ihn organisatorisch wetterfest für die Zukunft zu machen.
In ihrer Amtszeit hat die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin intensiv an den internen Strukturen und Prozessen gefeilt. Es ging darum, Professionalität in die Geschäftsstelle zu bringen, die über den bloßen Spieltag hinausreicht.
„Ein Gang zurückschalten“: Die Gründe für den Rückzug
Der Abschied kommt nicht über Nacht. Laut eigener Aussage ist die Entscheidung über einen längeren Zeitraum gereift. Kalemba betont die Intensität der vergangenen zwei Jahre, die sowohl prägend als auch fordernd waren.
„Die Entscheidung ist mir alles andere als leicht gefallen“, so Kalemba. „Es ist für mich an der Zeit, mich neuen Herausforderungen zu stellen und nach dieser intensiven Phase auch bewusst einen Gang zurückzuschalten.“
Bemerkenswert ist der gewählte Zeitpunkt: Mit dem 15. April macht sie den Weg frei, damit die Planungen für die kommende Saison 2026/2027 ohne personelle Altlasten und mit voller Konsequenz vorangetrieben werden können. Bis zu ihrem letzten Arbeitstag verspricht sie jedoch vollen Fokus auf die aktuellen sportlichen Ziele der Gelb-Schwarzen.
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Dank der Gesellschafter: „Klare Haltung und Professionalität“
Von Seiten der Vereinsführung gibt es zum Abschied warme Worte statt frostiger Pressemitteilungen. Christian Wedlich, Vorstand und Gesellschafter, würdigte Kalembas Einsatz ausdrücklich:
- Persönlicher Einsatz: Führung in einer schwierigen Phase.
- Hohe Professionalität: Strukturierung der operativen Abläufe.
- Klare Haltung: Verlässlichkeit in der Kommunikation mit Partnern und Fans.
Man respektiere den Wunsch der gebürtigen Bayreutherin nach einer beruflichen Neuorientierung und dankt ihr für die geleistete Aufbauarbeit.
Wie geht es weiter? Ein alter Bekannter übernimmt
Die Fans der SpVgg müssen keine Führungslosigkeit befürchten. Um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten, wurde bereits ein kommissarischer Geschäftsführer gewonnen. Details zur Person hält der Verein noch unter Verschluss, verrät aber bereits so viel: Es handelt sich um jemanden, der dem Verein „eng verbunden“ ist.
Die offizielle Vorstellung des Interimschefs soll in Kürze erfolgen. Er wird die Aufgabe haben, die von Kalemba geschaffenen Grundlagen zu nutzen, um die Lizenzierung und Kaderplanung für die nächste Spielzeit sicher über die Ziellinie zu bringen.











Von links nach rechts: Friedrich Hartung, Geschäftsführer des BBC Bayreuth; Felix Hilgart, der neue Sportdirektor; Martin Kerner, 1. Vorsitzender des BBC Bayreuth e.V.. © BBC Bayreuth
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