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AfA Bayreuth gegen neue Ladenöffnungs-Verordnung – Kritik an Andreas Zippel
Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (AfA) in der SPD Bayreuth spricht sich entschieden gegen den Antrag von Zweitem Bürgermeister Andreas Zippel aus und sagt klar Nein zu längeren Ladenöffnungszeiten in Bayreuth.
Andreas Zippel (SPD) hat am 1. August, dem Tag des Inkrafttretens des neuen Ladenschlussgesetzes, einen Antrag vom 25. Juli veröffentlicht. Darin fordert er einen Dialog mit Einzelhandel, Verbänden, Veranstaltern, Kirchen und Gewerkschaften zur Umsetzung des Gesetzes und die Vorlage eines Verordnungsentwurfs für den Stadtrat.
„So können wir vor Ort den besten Weg finden, unserer Wirtschaft die neuen Spielräume zu eröffnen jedoch nur dort, wo es sinnvoll ist und die Arbeitnehmer nicht zu stark belastet.“
Der Antrag ist ein Aufruf, dass die Stadt alle Beteiligten und Betroffenen einlädt, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen. Dabei geht es um einen Dialog über die neuen Freiheiten, die das Ladenschlussgesetz den Kommunen gewährt. Daraus soll, falls Änderungen an der aktuellen Verordnung nötig sind, eine neue Verordnung unter Beteiligung aller entstehen.
AfA zeigt Unverständnis über Antrag von Andreas Zippel
„Wir können nicht nachvollziehen, warum ein führender SPD-Kommunalpolitiker nun die Notwendigkeit sieht, eine neue Verordnung zu erarbeiten. Eine solche wäre nur dann nötig, wenn eine massive Ausweitung der Öffnungszeiten oder verkaufsoffenen Sonntage geplant ist – und das lehnen wir kategorisch ab“, erklärt Paul Lehmann, stellvertretender Vorsitzender der AfA Bayreuth.
Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) ist die größte Arbeitsgemeinschaft in der SPD. In ihrer öffentlichen Stellungnahme erinnert sie daran, „dass die SPD im Bayerischen Landtag als einzige Partei gegen das neue Ladenschlussgesetz in Bayern gestimmt hat“, so Stefan Knobl, Vorsitzender der AfA Bayreuth.
Neues Ladenschlussgesetz in Bayern seit 1. August 2025 in Kraft
Seit dem 1. August 2025 gilt in Bayern ein neues Ladenschlussgesetz. Dieses Gesetz erlaubt unter anderem:
- bis zu 12 lange Einkaufsnächte unter der Woche bis 24 Uhr (8 über städtische Verordnung, 4 durch Händlerentscheidung),
- die Erleichterung verkaufsoffener Sonntage in Tourismusgebieten wie Bayreuth ermöglicht bei passendem Sortiment bis zu 40 verkaufsoffene Sonntage im Jahr.
Die Kommunen können diese Möglichkeiten nutzen, sind jedoch nicht verpflichtet, sie umzusetzen.
Hier können Sie ausführlichere Informationen zum Gesetz lesen.
AfA Bayreuth: Keine Politik gegen die Beschäftigten
Für die AfA Bayreuth ist klar: Längere Öffnungszeiten bedeuten schlechtere Arbeitsbedingungen und verschlechtern massiv die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
„Wir lehnen alle Vorstöße ab, die auf mehr lange Einkaufsnächte oder deutlich mehr verkaufsoffene Sonntage hinauslaufen. Das neue Gesetz stellt die Interessen der Handelsbeschäftigten hinten an – und wir sehen keinen Grund, dies in Bayreuth umzusetzen“, so Stefan Knobl, Vorsitzender der AfA Bayreuth.












Florian Wiedemann von der Freie Wähler Gemeinschaft Bayreuth Land nominiert @Katharina Müller-Sanke
„Ziel der Arbeiten ist es, die Aufenthaltsqualität des Platzes zu erhöhen und gleichzeitig für ein besseres Stadtklima zu sorgen“, sagt Oberbürgermeister Thomas Ebersberger. © Katharina Müller-Sanke