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Arbeitsmarkt

Agentur für Arbeit: Alleinerziehende haben es wegen Corona auf dem Jobmarkt noch schwerer

Am Dienstag (1.12.2020) hat die Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof von sinkenden Arbeitslosenzahlen im November 2020 in Bayreuth berichtet. Außerdem gab es weitere Erkenntnisse. 

Im neusten Arbeitsmarktreport hat die Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof aktuelle Zahlen für Bayreuth veröffentlicht.Im Oktober hat es viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt und 517 offene Stellen gegeben.

Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Region Bayreuth

In der Region Bayreuth ist die Arbeitslosigkeit im November weiter zurück gegangen, im Stadtgebiet deutlicher als im Landkreis. So waren in der Stadt Bayreuth 1.901 Arbeitslose zu verzeichnen, 80 weniger als vor einem Monat und 302 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging auf 4,7 Prozent zurück.

Im Bayreuther Land waren 1.731 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen, das sind neun weniger als im Vormonat und 288 mehr als im Vorjahr. Die Quote veränderte sich hier nicht und blieb stabil bei 2,9 Prozent.

Leichte Zunahme bei Arbeitslosmeldungen in Bayreuth

Die Arbeitslosmeldungen nach Beendigung einer Erwerbstätigkeit nahmen mit 443 Neumeldungen wieder etwas zu. Sie kamen überwiegend aus den Bereichen Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit, aus Produktion und Fertigung sowie aus kaufmännischen Dienstleistungen, Handel, Vertrieb und Tourismus. Verstärkt werden Kündigungen von Personen mit gesundheitlichen Problemen registriert. Aber auch Juristen, die das 2. Staatsexamen abgeschlossen haben, melden sich derzeit saisonbedingt vermehrt arbeitslos. Insgesamt blieben die Zugänge allerdings weiterhin unter dem Vorjahreswert.

Mütter in Teilzeit haben es auf dem Jobmarkt wegen Corona schwerer

Die Dynamik bei den Arbeitsaufnahmen flachte im November ebenfalls ab. Besonders schwer haben es Mütter, die wegen Kinderbetreuung nur in Teilzeit arbeiten. Einige Arbeitgeber haben anscheinend Bedenken, dass die Neueingestellten rasch wieder ausfallen könnten, wenn Schule oder Kindergärten erneut geschlossen würden oder Kinder krank werden. Noch immer ist zudem der Arbeitsbereich Außendienst stark von Corona betroffen.

Aufgrund der geringen Perspektiven in diesem Umfeld müssen hier aktuell überwiegend berufliche Alternativen erarbeitet werden. Gute Chancen bestehen hingegen momentan für Helfertätigkeiten im Lager und Logistikbereich, häufig jedoch im Rahmen befristeter Arbeitsverträge. Hier finden aktuell auch vermehrt Arbeitslose aus den von der Pandemie besonders betroffenen Branchen Verkauf und Gastronomie überbrückungsweise eine Beschäftigung.

Nachfrage nach Arbeitskräften im Raum Bayreuth gestiegen

Die Nachfrage nach Arbeitskräften stieg im Bayreuther Raum erneut leicht an. Mit 528 offenen Stellen wurden 11 Stellen mehr neu gemeldet als im Vormonat. Das Gros der Stellenmeldungen kam aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung, dem Gesundheits- und Sozialwesen und der öffentlichen Verwaltung.

Die Anfragen zu Kurzarbeit stiegen wieder an und es kamen vermehrt wieder Anzeigen aus allen Branchen, die vom “Lockdown light” betroffen sind. So gingen im November 163 Anzeigen für Kurzarbeit für bis zu 1.102 Beschäftigte ein. Zahlen über tatsächlich realisierte Kurzarbeit liegen aktuell für den Monat Mai vor. Danach waren in Stadt und Landkreis Bayreuth 1.230 Betriebe mit 12.443 Beschäftigen von Kurzarbeit betroffen. Für Juni ergeben erste Hochrechnungen 10.063 betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 946 Unter- nehmen.

Gemeinsam mit der IHK fand am 26.11.2020 ein Beratungs-Aktionstag zum Qualifizierungs-Chancen-Gesetz statt, bei dem Interessierte alle Fragen rund um die Qualifizierung von Beschäftigten klären konnten.
Aktuelle Lager-Minijobs finden Sie hier.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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