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Impfen

Aldi, Edeka und Co. – mit dieser Idee will der Handel die vierte Corona-Welle stoppen

Impfen beim Einkaufen? Könnte in Deutschland bald möglich sein. Der Handelsverband startet eine entsprechende Kampagne.

Große Handelsunternehmen wie Aldi oder Edeka wollen die vierte Corona-Welle in Deutschland verhindern. Der Handelsverband Deutschland hat deshalb eine Idee.

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Das Impfen beim Einkaufen in Deutschland könnte schon sehr bald möglich sein. Mit diesem niederschwelligen Impfangebot soll der Impfmüdigkeit der Deutschen entgegengetreten werden.

Aldi, Edeka, Lidl und Co – so will der deutsche Handel die vierte Corona-Welle bekämpfen

Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland steigen wieder. Regional mag der Trend noch nicht so klar zu erkennen sein. In Bayreuth jedoch ist die Inzidenz am Freitag zum Beispiel sprunghaft angestiegen.

Ende Juli sagte Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts: „Die vierte Welle hat begonnen.“ Der Handelsverband Deutschland möchte dabei nicht tatenlos zusehen. Laut einer Mitteilung vom Freitag setzen sich mehr als ein Dutzend großer Handelsunternehmen „in einer breit angelegten Kampagne für eine Steigerung der Impfbereitschaft gegen COVID-19 ein.“ Einen Namen hat die Kampagne auch: „Leben statt Lockdown. Lass dich impfen.“

Handel will vierte Welle bekämpfen und Lockdown vermeiden

Die Idee dahinter: mit ihrer immensen Reichweite wollen die Unternehmen einen Großteil der Bevölkerung in Deutschland ansprechen. „Die an der Kampagne beteiligten Handelsunternehmen verzeichnen täglich mehr als 40 Millionen Kundenkontakte und sind mit zehntausenden Standorten in ganz Deutschland vertreten“, heißt es weiter.

Der Handelsverband listet einige prominente Unternehmen der Impfkampagne auf. Hinter der Initiative stehen unter anderem die Unternehmen Aldi Nord und Süd, Breuninger, Deichmann, Deutsche Euroshop, ECE Group, EDEKA, Ernsting’s Family, GALERIA Karstadt Kaufhof, INTERSPORT, KiK, Lidl und Kaufland, MediaMarktSaturn, METRO, REWE Group, s.Oliver, Tengelmann Unternehmensgruppe, Thalia, Transgourmet und Unibail-Rodamco-Westfield Germany.

Impfen beim Einkaufen auch in Bayreuth? „Würden uns natürlich beteiligen“

Viele der beteiligten Unternehmen sind auch in Bayreuth mit Filialen präsent. Auch die Intersport-Gruppe beteiligt sich an der Aktion. Oliver Gießübel, Chef von Intersport Gießübel in der Maxstraße, ist der Impfaktion gegenüber aufgeschlossen. „Wir würden uns natürlich beteiligen.“ Er schränkt aber auch ein: „Man müsste aber auch die räumlichen Kapazitäten zur Verfügung stellen.“ Einkaufen und impfen dürften sich demnach nicht gegenseitig beeinträchtigen.

Der Media Markt in der Spinnereistraße würde eine Impfstation jederzeit aufnehmen. Aufnehmen können und wollen. Filialleiter Peter Borgmann sagt: „Das könnte man schon einrichten. Wir haben über 3.500 m² Verkaufsfläche, da ließe sich hier und da ein Eck abzwacken.“ Neuerdings bekommt man an einer Impfstation in Bayreuth sogar eine Bratwurst oder ein Eis geschenkt.

Jürgen Lenkeit

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Jürgen Lenkeit