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Bauarbeiten am Augustiner-Brauhaus gestartet: Wo kommt die Treppe hin?
Der Bauzaun am Ehrenhof macht Hoffnung. Am 12. Januar sind die Bauarbeiten für das künftige Augustiner-Brauhaus gestartet. Doch das ist nur der erste Schritt. Die Edith Haberland-Stiftung bestätigt nun gegenüber der bt-Redaktion: Wohin die Treppe kommt, ist noch immer offen.
Die Gerüste am künftigen Augustiner-Brauhaus in Bayreuth stehen. So war es angekündigt. Die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung hatte den Baustart gegenüber dem Bayreuther Tagblatt bereits im Herbst für Januar bestätigt. Überraschend ist daher nicht der Beginn der Arbeiten, sondern vielmehr, dass weiterhin unklar bleibt, was dort konkret geschieht und wohin die viel diskutierte Treppe am Ende führen soll.
Stadt aus der Schusslinie
Die derzeitige Hängepartie rund um den Treppenbau ist der Stadt Bayreuth nicht anzulasten. Weder liegt die Entscheidung über Fördermittel in ihrer Hand, noch bestimmt sie die architektonischen Vorstellungen der Stiftung. Auch das Finanz- und Heimatministerium stellte im Herbst klar, dass es bislang keine Gespräche zwischen dem Augustiner-Projekt und der Immobilienverwaltung des Freistaats Bayern oder dem Finanzamt Bayreuth über einen westlichen Zugang über den Ehrenhof gegeben habe.
Inzwischen soll es zwar einen Austausch gegeben haben. Maßgeblich sind nun jedoch die Stiftung als Bauherrin und der Freistaat als Eigentümer des Ehrenhofs. Sie müssen klären, wie Nutzung, Gestaltung und Denkmalschutz miteinander in Einklang gebracht werden können. Die Stadt hat ihre Hausaufgaben längst gemacht.
Nachfrage bei der Edith-Haberland-Stiftung:
„Wir stehen hierzu weiterhin in engem Austausch mit den zuständigen Fachbehörden der Stadt Bayreuth sowie dem Verwalter des Ehrenhofs, der den Freistaat Bayern als Grundstückseigentümer vertritt. Konkrete Ergebnisse liegen derzeit noch nicht vor“, heißt es auf Nachfrage des Bayreuther Tagblatts am 26. Januar 2026.
Kein Überraschungs-Baustart des Augustiner
Der Januar als Startpunkt der Bauarbeiten war gesetzt. Die Stiftung hatte den Beginn der Maßnahmen – inklusive vorbereitender Arbeiten am Gebäude – gegenüber der bt-Redaktion klar kommuniziert. Dass nun Gerüste stehen, folgt einem bekannten Zeitplan. Ein heimlicher Baustart oder ein überraschender Schnellschuss sind darin nicht zu erkennen.
Was wird im Ehrenhof gemacht?
Derzeit werden die Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an Dach und Fach ausgeführt, heißt es von der Stiftung. Im weiteren Verlauf seien die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen im Gebäudeinneren sowie die Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung vorgesehen.
Doch die zentrale Frage, die viele Bayreuther bewegt, bleibt unbeantwortet: Führt die Treppe künftig repräsentativ in den Ehrenhof (und muss das Winterdorf und müssen anderen Veranstaltungen im Ehrenhof dafür zurückstecken?) – oder bleibt der Zugang zur Gaststätte über die Maximilianstraße – wo er jetzt ist. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen.
Nägel mit Köpfen
Die Stadt Bayreuth hat ihren Teil erfüllt, die notwendigen Beschlüsse gefasst und den Weg für die Baugenehmigung freigemacht. Nun sind Stiftung und Freistaat am Zug. Eine klare, gemeinsame Kommunikation wäre notwendig, um offenzulegen, was am Gerüst tatsächlich entsteht und wohin die Treppe dieses viel diskutierte Augustiner-Projekt am Ende wirklich führt.











Karches Wirtshaus im Schnee ©Willy Zapf
Die Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ Bayreuth-Kulmbach. © Städtische Musikschule Bayreuth