Coronavirus

Auswirkungen der kostenpflichtigen Corona-Tests in Bayreuth: so geht es den Friseuren und Cafés

Seit dem 11. Oktober 2021 sind Corona-Tests kostenpflichtig. Doch wie schlägt sich dies in den Bayreuther Geschäften nieder? Das bt hat nachgefragt.

In Bayreuth gilt nach wie vor die 3G-Regel. Bestimmte Orte dürfen also nur mit negativem Corona-Test, einem Impf- oder Genesenen-Nachweis besucht werden.

Seit dem 11. Oktober 2021 sind Corona-Tests kostenpflichtig. Das bt hat bei drei Geschäften in Bayreuth nachgefragt, ob sie dadurch weniger Besucher bekommen.

Café in Bayreuth „immer noch voll“

Eines der beliebtesten Cafés in Bayreuth ist die Tortenschmiede. Geschäftsführerin Lena Sanders könne sich über einen Mangel an Kundschaft nicht beschweren, bemerke aber, dass es weniger Kunden mit Corona-Test gebe: „Also wir sind immer noch voll, aber unser Café ist auch nicht so groß. Ich sehe aber schon weniger Gäste, die mit einem negativen Test kommen.“ Im September 2020 übernahm Sanders die Tortenschmiede.

Negative Erfahrungen mit Gästen, die sich die Tests nicht leisten können oder sich nicht testen lassen wollen, hätte sie bisher keine gemacht: „Die umgeimpften Gäste sitzen oft aber sowieso draußen, da braucht man ja keinen negativen Test.“

Restaurant in Bayreuth: ein paar versuchen es ohne Test

In Engin’s Ponte in der Opernstraße schlagen sich die kostenpflichtigen Tests ebenfalls nur sehr bedingt nieder. Restaurantleiter Engin Gülyaprak schlüsselt die Situation auf: „Also 98 Prozent der Leute kommen mit Impfnachweis oder Test rein, ein Prozent stellen sich quer und kommen eben nicht und 0,5 Prozent versuchen es einfach so, ohne Test.“

In solchen Fällen ist Gülyaprak aber ohne Weiteres konsequent und verweist sie des Restaurants: „Wir müssen da ja eine gehörige Strafe zahlen, wenn wir uns nicht daran halten. Und selbst wenn man es einmal durchgehen lassen würde: das würde sich herumsprechen und es kämen sofort die nächsten fünf an.“

Friseur in Bayreuth bietet Selbsttests an

Udo Nußmann, Friseurmeister in der Bahnhofstraße, kann mithilfe von Selbsttests das Problem etwas umgehen. Für 5 Euro können seine Kunden nach dem Vier-Augen-Prinzip einen Selbsttest durchführen. Nußmann müsse dafür den entsprechenden Kunden 15 Minuten eher einplanen – und der Test gilt eben nur für seinen Salon, nicht aber für andere Orte.

Mit diesem Prinzip hätte Nußmann bisher noch keine Probleme gehabt: „Das hat noch keiner für zu teuer befunden und die kostenpflichtigen Tests hatten auf uns auch noch keinen Einfluss. Wir haben noch nicht gehört, dass deswegen jemand nicht kommt.“

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