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Gefährliche Körperverletzung

Autofahrer in Coburg von Männergruppe mit Pfefferspray attackiert

Am Samstagnachmittag hat sich ein alltäglicher Konflikt im Straßenverkehr in einer Gewaltspirale entladent. Im Fokus: Ein 57-jähriger Autofahrer, der an der Einmündung Bahnhofstraße/Kanalstraße in Coburg unvermittelt mit einem Pfefferspray-Angriff konfrontiert wurde. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung.

Gruppe provoziert Notbremsung: Mittelfinger als Antwort

Der 57-jährige Deutsche war gerade dabei, mit seinem PKW in der Dämmerung am Samstag Nachmittag von der Bahnhofstraße in die Kanalstraße einzubiegen. In diesem Moment lief eine Dreiergruppe Jugendlicher, aus Richtung des Bahnhofsplatzes kommend, unmittelbar vor sein Fahrzeug auf die Fahrbahn.

Der Fahrer musste eine Notbremsung einlegen und reagierte daraufhin mit einer Geste in Richtung der Gruppe, um seinen Unmut auszudrücken. Was folgte, war eine schnelle Eskalation: Einer der jungen Männer antwortete auf die Geste des Autofahrers mit dem Zeigen des Mittelfingers.

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Deeskalationsversuch scheitert: Sprühstoß in Richtung des Fahrers

Als der 57-Jährige die Situation nicht auf sich beruhen lassen wollte, stieg er aus seinem PKW aus, um die Gruppe zur Rede zu stellen. Dies war das Signal für den Angriff: Ein zweiter, bislang unbekannter Mann aus der Dreiergruppe zückte unvermittelt das Pfefferspray und sprühte es in die Richtung des Autofahrers.

Glück im Unglück: Der Geschädigte konnte sich gerade noch wegdrehen und blieb dadurch unverletzt. Die Konfrontation endete abrupt, als die Personengruppe sich in Richtung Raststraße/Bahnhofstraße auflöste und flüchtete.

Tätowierter Angreifer im Visier der Ermittler

Die Polizeiinspektion Coburg hat umgehend die Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten fahnden nun nach den drei Personen, von denen eine junge Frau (ca. 15–18 Jahre, blonde lange Haare, graue Jacke) offenbar versuchte, ihre beiden Begleiter zu beruhigen.

  • Besonders im Fokus stehen die zwei jungen Männer (ca. 18–20 Jahre), die als mutmaßliche Täter infrage kommen. Der Mittelfinger-Zeiger wird als 1,80 m groß mit hellem Hauttyp und schwarzer Jacke beschrieben.
  • Der mutmaßliche Pfefferspray-Angreifer ist etwa 165 cm groß, ebenfalls heller Hauttyp und trug eine schwarze Jacke. Er weist ein markantes Merkmal auf: Auffällige Tätowierungen an beiden Händen sowie im Halsbereich.

Aufgrund sehr guter Videoaufzeichnungen der Tatverdächtigen geht die Polizei davon aus, dass deren Ermittlung nur eine Frage der Zeit sein dürfte.

Die Polizeiinspektion Coburg bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Ablauf der Auseinandersetzung geben können, sich unter der Telefonnummer 09561-645-0 zu melden.