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Bamberg entgeht CO-Todesfalle: Feuerwehr saugt Tonnen Pellets aus Kellern
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam es in Bamberg und dem Landkreis Bamberg zu mehreren gefährlichen Kohlenmonoxid-Einsätzen. Ursache war eine frische Pelletlieferung, die offenbar zu feucht ausgeliefert wurde und dadurch giftiges CO freisetzte.
Gegen 21:43 Uhr erhielt der Bewohner eines Einfamilienhauses im Bamberger Berggebiet eine Warnung über sein Smartphone. Der installierte CO-Melder hatte ausgelöst. Die Feuerwehr Bamberg stellte im Keller Werte von bis zu 600 ppm fest – der zulässige Grenzwert für Menschen liegt bei 30 ppm.
Florian Kaiser, Stadtbrandrat der Feuerwehr Bamberg, betonte:
„Diese Konzentration ist absolut tödlich. Die Bewohner wären vermutlich im Schlaf erstickt.“
Tonnenweise Pellets aus Gebäuden entfernt
Im Keller lagerten rund elf Tonnen Pellets, die wegen einer chemischen Reaktion CO bildeten und sich zusätzlich erhitzten. Ein Spezialunternehmen saugte die Pellets aus dem Keller und verlud sie in Mulden des THW und der Feuerwehr, um eine weitere Gefahr zu verhindern.
Weitere Häuser betroffen – Messungen bis 150 ppm
Über den Lieferanten stellte die Polizei fest, dass auch zwei weitere Haushalte in Trunstadt beliefert worden waren. Dort maßen Einsatzkräfte ebenfalls gefährliche CO-Werte – in einem Haus bis zu 150 ppm. Auch hier wurden die Pellets entfernt.
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Unsichtbare Gefahr durch Kohlenmonoxid
Kohlenmonoxid ist geruchlos und verteilt sich im gesamten Gebäude. Bereits ab 30 ppm sollte man sich nicht mehr im Haus aufhalten. Da CO leicht entzündlich ist und Wärmeentwicklung entstehen kann, besteht zudem Brandgefahr.
Feuerwehr rät dringend zu CO-Meldern
Die Feuerwehr empfiehlt allen Besitzern von Pelletheizungen dringend die Installation eines CO-Warnmelders. „In dieser Nacht haben nur die Warnanlagen verhindert, dass Menschen ums Leben kamen“, so Kaiser.


















Schweine gegen Gewalt an Frauen und Kindern. @Katharina Müller-Sanke