Klimaschutz

Baumhaus in Bayreuth: Das ist beim Klimaprotest als nächstes geplant

Klimaaktivisten haben am Luitpoldplatz in Bayreuth ein Baumhaus errichtet (24.11.2021). An Tag zwei wurde es ausgebaut.

Ein Baumhaus als Protestaktion in Bayreuth – seit Mittwoch (24. November) gibt es das. Nach der ersten Nacht haben die Protestler das Baumhaus weiter ausgebaut.

Das bt hat mit den selbsternannten Klimaaktivisten gesprochen. Im Gespräch haben sie umrissen, was als nächstes geplant ist.

Baumhaus in Bayreuth

Aktivisten protestieren in Bayreuth: Donnerstag (25. November) ist Tag zwei der Protestaktion von Klimaaktivisten in der Bayreuther Innenstadt. Am Luitpoldplatz, gegenüber des Bayreuther Rathauses, haben sie ein Baumhaus errichtet. Damit wollen sie auf die aus ihrer Sicht ungenügende Klimapolitik der Stadt aufmerksam machen. Lesen Sie hier, was genau die Klimaaktivisten fordern.

„Wir sind noch da“, sagt eine Aktivisten dem bt am Donnerstag. „Seit dem frühen Mittwochmorgen ist das Baumhaus rund um die Uhr besetzt. Auch nachts.“ Mit dicken Schlafsäcken und Wärmflaschen haben sie auf dem Baumhaus übernachtet. Die Demonstranten haben sich auf länger am Luitpoldplatz eingerichtet.

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Protest vom Baumhaus in die Stadt tragen

Am Donnerstag ist das Baumhaus noch wetterfester geworden – zumindest der Witterung entsprechend. Eine Plane wurde als Dach neu eingezogen, eine andere neue Plane hält den Wind ab. Ein Transparent, das den verbleibenden CO2-Ausstoß der Stadt angibt, wird täglich mit einer neuen Zahl aktualisiert. Die Klimaaktivisten haben eigenen Angaben zufolge ausgerechnet, wie viel Restbudget an Kohlenstoffdioxid in Bayreuth verbraucht werden darf, damit die Stadt ihren Beitrag zum 1,5-Grad-Ziel leisten kann.

Bereits im Umweltausschuss im Oktober haben die zwei Klimaschutzmanagerinnen der Stadt Alarm bei der For-Kop-Produktion von CO2 in Bayreuth geschlagen.

„Unsere Gruppe will jetzt aktiv auf die Leute in Bayreuth zugehen. Wir wollen einerseits auf unsere Protestaktion aufmerksam machen. Und – das ist noch wichtiger – auf den dringenden Handlungsbedarf beim Klimaschutz“, sagt ein Aktivist der Gruppe, der am Boden unterhalb des Baumes steht. Großflächige Malaktionen auf dem Boden an vielfrequentierten Orten sollen den Protest vom Baumhaus aus auch in die Fußgängerzone tragen, wie es weiter heißt.