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Bayernweit einzigartig: Bayreuths neue Tagesklinik für Abhängige öffnet täglich
Weder rein ambulant noch vollstationär – die neue Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen am Bezirksklinikum Bayreuth bietet einen dritten Weg. Ein Angebot, das es so in ganz Bayern noch nicht gibt.
Neues Angebot am BKB Bayreuth
Am 1. Mai 2025 eröffnet am Bezirkskrankenhaus Bayreuth eine Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen. Das Angebot gehört zur Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik und richtet sich an Erwachsene mit Abhängigkeiten, die mehr Unterstützung brauchen als eine ambulante Therapie bieten kann – aber nicht vollstationär aufgenommen werden müssen oder wollen.
Eine Lücke im Versorgungsnetz wird geschlossen
Der Bedarf ist da. Das betont PD. Dr. Maximilian Huhn, stellvertretender Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Nicht jeder Mensch
mit einer Suchterkrankung kann stationär bleiben – braucht aber dennoch intensive Begleitung. Genau hier setzt die neue Tagesklinik an.
Täglich geöffnet – auch am Wochenende
Besonders wichtig: Die Tagesklinik ist 365 Tage im Jahr geöffnet. „Auch an Wochenenden und Feiertagen – diese Tage sind für Patienten ja oft besonders herausfordernd,“ so der leitende Oberarzt Markus Sallinger. Dazu komme, so betont er, dass bestimmte Medikamente und Behandlungen nicht durch Wochenenden unterbrochen werden dürfen. So können Menschen mit Suchterkrankungen noch besser behandelt werden. Doch Sallinger benutzt das Wort „Suchterkrankung“ eigentlich nicht gerne. Er spricht von Abhängigkeit. „Wir wollen den Patientinnen und Patienten einen Weg in die Unabhängigkeit aufzeigen,“ sagt er. „Wir an der Seite dieser Patientinnen und Patienten“, sagt Bezirkstagspräsident Henry Schramm. Mit der Behandlung 7 Tage die Woche nimmt das Bezirkskrankenhaus Bayreuth bayernweit eine Vorreiterrolle ein.
Sucht betrifft mehr als nur Betroffene
Eva Gill, Vorständin der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (GeBO), macht deutlich: Abhängigkeitserkrankungen betreffen nicht nur die erkrankte Person
selbst – sondern auch Familie, Freunde und die Gesellschaft. Süchte sind oft mit Scham und Rückzug verbunden. Die Tagesklinik soll ein Ort sein, „an dem Menschen verstanden werden, Unterstützung finden und neue Perspektiven entwickeln können.“
Breites Therapieangebot
Das Behandlungsprogramm ist vielseitig. Neben psychotherapeutischen Gesprächen und psychologischer Diagnostik umfasst es unter anderem:
- Bewegungstherapie
- Achtsamkeits- und Entspannungstechniken
- Erarbeitung von Bewältigungsstrategien
- Sozialpädagogische Beratung
- Akupunktur und Ergotherapie
- Kunst- und Musiktherapie
20 Plätze, niedrigschwelliger Zugang
Die Tagesklinik verfügt über 20 Behandlungsplätze. Leitender Oberarzt Markus Salinger bringt das Ziel auf den Punkt:
„Unser Ziel ist es, Betroffenen einen niedrigschwelligen Zugang zu qualifizierter Hilfe zu bieten und sie auf ihrem Weg in die Un-Abhängigkeit zu begleiten.“
So geht es für Interessierte weiter
Wer Interesse hat oder Informationen braucht, kann sich direkt an das Aufnahmemanagement wenden – telefonisch unter 0921 / 28 35 160 oder per Mail an stationtklesucht.bkb@gebo-med.de. Dort lässt sich ein erstes Gespräch vereinbaren.
FAQ
Wann öffnet die neue Tagesklinik?
Die Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen am Bezirkskrankenhaus Bayreuth eröffnet am 1. Mai 2026.
Für wen ist das Angebot gedacht?
Das Angebot richtet sich an Erwachsene mit Suchterkrankungen, für die eine vollstationäre Behandlung nicht nötig oder möglich ist, eine rein ambulante Therapie aber nicht ausreicht.
Ist die Tagesklinik wirklich jeden Tag geöffnet?
Ja. Die Tagesklinik ist 365 Tage im Jahr in Betrieb – also auch an Wochenenden und Feiertagen. Das ist in Bayern einmalig.
Welche Therapien werden angeboten?
Das Programm reicht von Psychotherapie und psychologischer Diagnostik über Bewegungs-, Kunst- und Musiktherapie bis hin zu Akupunktur, Ergotherapie und sozialpädagogischer Beratung.
Wie kann man einen Platz anfragen?
Interessierte melden sich beim Aufnahmemanagement – telefonisch unter 0921 / 28 35 160 oder per Mail an stationtklesucht.bkb@gebo-med.de.



Lorenz Röthlingshöfer. © Nicole Kalemba
Stadwerke Bayreuth. © bt-Redaktion 









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