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Bayreuth

Bayreuther Autohaus mit neuem Besitzer: So geht es weiter

Das Bayreuther Traditions-Autohaus Auto Hensel wechselt den Besitzer. Chef Wolfgang Hensel will den Betrieb zum 1. April an MGS übergeben.

Das Bayreuther Familienunternehmen soll ab dann zur Motor-Gruppe Sticht (MGS) gehören. Der bisherige Chef von Auto Hensel zeigt sich glücklich mit der Lösung.

Das bt hat mit ihm über den Wechsel gesprochen.

Auto Hensel blickt auf lange Geschichte in Bayreuth zurück

August Hensel gründete die Firma im Jahre 1861 in Bayreuth, zunächst als Eisen- und Nähmaschinenhandel. Anschließend verkaufte Hensel auch Fahrräder, die kamen unter anderem von Opel in Rüsselsheim. Der Autoverkauf kam dazu, bis heute ist Opel die Hausmarke von Auto Hensel.

Bis jetzt ist der Traditionsbetrieb mit seinen beiden Standorten in Bayreuth und Weidenberg in Familienhand geblieben. Das ändert sich jetzt. „Ich habe den Betrieb an die Firma MGS verkauft“, sagt Inhaber Wolfgang Hensel. Mit MGS, ebenfalls in Bayreuth ansässig, arbeite er seit mehr als zehn Jahren erfolgreich zusammen. Was bedeutet der Wechsel für Mitarbeiter und Kunden? Lesen Sie auch: Im Rotmain-Center soll dieses Jahr ein neuer Laden einziehen.




Chef plant den Rückzug

Wolfgang Hensel zeigt sich im Gespräch mit dem bt glücklich über die Lösung. Bis zu der Entscheidung gab es keinen Nachfolger. „Ich hätte sonst schon noch ein paar Jahre gemacht“, sagt der 64-Jährige. „Aber man muss eine solche Chance nutzen.“ MGS soll am 1. April das Geschäft übernehmen.

Hensel arbeitet seit 1985 im Betrieb, den er von seinem Vater übernommen hat. Ab 31. März will er sich komplett aus dem Geschäft zurückziehen. „Es ist besser, wenn der Alte da nicht reingackert.“ Zurücklehnen werde er sich aber nicht. „Das nächste halbe, dreiviertel Jahr bin ich noch mit Verwaltungsarbeiten voll ausgelastet.“ Danach habe er Zeit, sich manchen Hobbys wieder mehr zu widmen – Laufen und Skifahren zum Beispiel.

Was sich für Kunden ändert

Die Lage auf dem Automarkt bleibe schwierig, so Hensel. Kunden müssten weiterhin mit langen Wartezeiten bei Neuwagen rechnen. Die weitere Entwicklung hänge davon ab, wie sich die Lage in China und die Lieferketten entwickeln würden. Wirtschaftlich habe sein Autohaus die Krise aber gut überstanden.

Der Wechsel ist laut Hensel auch eine gute Nachricht für die Belegschaft. „Alle 50 Mitarbeiter werden übernommen“, sagt der bisherige Chef. Das bedeute für die Kunden: „Sie werden von den gleichen Leuten bedient, es läuft alles gleich ab.“

Wie Anja Sticht, Mitinhaberin von MGS, gegenüber dem bt sagt, soll es eine Änderung geben: „Erweitern wird sich das Modellangebot.“ Denn MGS wolle die eigene Produktpalette integrieren – von Peugeot über Ford bis hin zu Jeep. Doch auch Anja Sticht versichert: „Die vertrauten Ansprechpartner und der gewohnte Service bleiben erhalten.“