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Bayreuth baut sein Gründerzentrum – Kreistag segnet RIZ-Betriebskonzept ab
Stadt und Landkreis Bayreuth schaffen gemeinsam eine neue Anlaufstelle für Gründerinnen, Handwerksbetriebe und Start-ups: das Regionale Gründer- und Innovationszentrum, kurz RIZ. Jetzt liegt das fertige Betriebskonzept auf dem Tisch – und die Zeit läuft.
Was steckt hinter dem RIZ?
Wer in Bayreuth ein Unternehmen gründen oder seine Idee voranbringen will, kennt das Problem: Beratungsangebote gibt es viele, aber wer hilft einem dabei, den richtigen Ansprechpartner zu finden? Genau hier setzt das Regionale Gründer- und Innovationszentrum (RIZ) an. Stadt und Landkreis Bayreuth haben sich gemeinsam zum Ziel gesetzt, mit dem RIZ einen dauerhaften Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region zu leisten.
Das Zentrum soll Gründungen, Handwerksbetriebe, Industrieunternehmen und universitäre Ideen gleichermaßen unterstützen – durch Infrastruktur, Beratung und ein belastbares Netzwerk. Kein neues Beratungsangebot also, sondern ein Wegweiser durch den Dschungel bestehender Angebote.
Prof. Kroeger liefert den Bauplan
Das inhaltliche Fundament hat Prof. Frens Kroeger gelegt – Experte für Organisationsentwicklung und vom Kreistag mit einem Gutachten zum Betriebskonzept beauftragt. Finanziert wurde das Gutachten von der Oberfrankenstiftung, erarbeitet in enger Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderungen von Stadt und Landkreis.
Kroeger betont dabei ausdrücklich: Es gibt schon wahnsinnig viele Angebote in der Region. Das RIZ soll nicht noch eines draufsatteln, sondern als zentrale Anlaufstelle Unternehmen, Start-ups und Gründungsinteressierte bündeln, vernetzen und gezielt weiterleiten.
Was leistet das RIZ konkret?
Das vorgesehene Leistungsspektrum ist breit aufgestellt. Geplant sind:
- Infrastruktur und Services – also Räume und Arbeitsmittel für die ersten Schritte einer Gründung.
- Programme und Weiterbildungsangebote – speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Gründerinnen und Unternehmern.
- Beratung und Coaching – persönlich und passgenau.
- Veranstaltungen – für Vernetzung und Wissenstransfer.
- Erprobungs- und Umsetzungsmaßnahmen – damit Ideen nicht im Papierkorb landen.
Das Ziel: Gründungs- und Innovationsvorhaben sollen entlang ihres gesamten Entwicklungspfades begleitet werden – von der ersten Idee bis zum laufenden Betrieb.
Wer zahlt – und wer hat das Sagen?
Die Finanzierung ist klar geregelt: Der Landkreis Bayreuth beteiligt sich mit bis zu 3 Millionen Euro an den Investitionskosten für das Gebäude, das die Stadt Bayreuth als alleinige Bauherrin errichtet. Den Betrieb übernimmt eine neu zu gründende Gesellschaft, an der Stadt und Landkreis zu gleichen Teilen beteiligt sein werden.
Grundlage dafür ist ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen beiden Partnern, der 2025 auf Basis von Kreistagsbeschlüssen geschlossen wurde. Die genaue Rechtsform der Betreibergesellschaft sowie der Gesellschaftsvertrag stehen noch aus – eine vorläufige Entscheidung darüber ist für den Kreistag am 26. Juni 2026 vorgesehen.
Hochbau startet zum Jahreswechsel
Der Zeitplan ist ambitioniert, aber konkret: Der Hochbau soll rund um den Jahreswechsel 2026/2027 beginnen. Bis Ende 2028 soll das RIZ stabil laufen – also nicht nur eröffnet, sondern in einem belastbaren, dauerhaften Betrieb angekommen sein.
Bis dahin sind noch einige Schritte zu tun: Die Verwaltungen von Stadt und Landkreis wurden beauftragt, das Betriebskonzept gemeinsam auf Umsetzbarkeit zu prüfen und den Gesellschaftsvertrag vorzubereiten.
Viele Erwartungen: eine Anlaufstelle
Eine der größten Herausforderungen, die Kroeger in seiner Präsentation im Kreistag offen ansprach: Die Erwartungen an das RIZ sind enorm vielfältig. Handwerksbetriebe erhoffen sich vereinfachte Zugänge zu Förderungen und Netzwerken. Universitäre Spin-offs suchen Räume und Kontakte. Gründerinnen und Gründer wollen Beratung auf Augenhöhe.
All das unter einem Dach zu bündeln, ist kein leichtes Unterfangen. Das Konzept setzt deshalb bewusst auf den Wegweiser-Charakter des RIZ: nicht alles selbst anbieten, sondern den richtigen Weg zu den richtigen Angeboten zeigen.
FAQ
Was ist das RIZ und wofür ist es gedacht?
Das Regionale Gründer- und Innovationszentrum (RIZ) ist eine gemeinsame Initiative von Stadt und Landkreis Bayreuth. Es soll als zentrale Anlaufstelle für Gründerinnen, Handwerksbetriebe, Start-ups und Unternehmen aus dem universitären Umfeld dienen – mit Beratung, Infrastruktur und Vernetzung.
Wann wird das RIZ öffnen?
Der Hochbau ist für den Jahreswechsel 2026/2027 geplant. Ein stabiler Betrieb des RIZ ist bis Ende 2028 angestrebt.
Wer finanziert das Projekt?
Die Stadt Bayreuth ist alleinige Bauherrin des Gebäudes. Der Landkreis Bayreuth beteiligt sich mit bis zu 3 Millionen Euro an den Investitionskosten. Den laufenden Betrieb übernimmt eine gemeinsame Gesellschaft, an der beide Partner zu gleichen Teilen beteiligt sein werden.












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