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Stadt präsentiert Mammut-Programm zum 150. Festspiel-Jubiläum
Anlässlich des 150–jährigen Bestehens der Bayreuther Richard–Wagner–Festspiele verwandelt sich die Stadt im Jahr 2026 in eine riesige Kulturarena. Am heutigen Freitag (30. Januar 2026) stellten Oberbürgermeister Thomas Ebersberger, Kulturreferentin Eva–Christina Bär und Jubiläumsmanager Florian André Unterburger gemeinsam mit Regierungspräsident Florian Luderschmid die Details des Programms vor. Das Ziel: Die „Festspielidee“ vom Grünen Hügel direkt in die Stadt zu tragen.
Unter dem Leitmotiv „Bayreuth wird zum Gesamtkunstwerk“ entsteht ein Programm, das bereits internationales Aufsehen erregt. Sogar die New York Times hat das Jubiläumsjahr aufgenommen – ein Beweis für die weltweite Strahlkraft des „Mythos Bayreuth“. Im vergangenen Jahr stellte das Team unter der Leitung von Kulturreferentin Eva Bär und Koordinator Florian André Unterburger das Programm mithilfe von Bürgerinnen und Bürgern auf.
Drei Leitevents: Die Höhepunkte 2026
Die Stadt Bayreuth veranstaltet drei zentrale Events – vergleichbar mit einer Oper in drei Akten – mit unterschiedlichen Planungshorizonten:
- Richard–Wagner–Straßenfest (23. Mai, 10–18 Uhr)
Das Datum ist bewusst gewählt: Am 22. Mai jährt sich Wagners Geburtstag und der Tag der Grundsteinlegung des Festspielhauses.
- Ziel: Belebung der Richard–Wagner–Straße und Einbindung der Einzelhändler.
- Highlights: Stationen erzählen Wagners Leben nach. Ein „Offenes Klavier“ am Sternplatz steht für seine Zeit in Leipzig, Modenschauen mit lokalen Geschäften repräsentieren seine Pariser Zeit.
- Aktion: Ein gemeinsam mit dem Museum geplantes Gartenfest im Haus Wahnfried. Die aktive Beteiligung der Anwohner ist ausdrücklich gewünscht.
- Die Festmeile (24. & 25. Juli, 15–01 Uhr)
Dieses Event flankiert die feierliche Festspieleröffnung im Sommer.
- Bereich: Von der VR Bank bis zu den Schlossterrassen, inklusive Canale Grande, Schlossgalerie und Rathausvorplatz.
- Inhalt: Zwei Bühnen, ein Handwerkermarkt, Kunst im öffentlichen Raum und hochwertige Gastronomie.
- Kooperation: Partner sind u. a. Sparkasse, VR Bank, Iwalewahaus und die ansässige Gastronomie. Originale Bühnenbilder der Festspiele werden ausgestellt.
- Lange Nacht der Kultur (25. & 26. September, 17–00 Uhr)
Ein glanzvoller Ausklang mit Fokus auf Licht und Storytelling.
- Kulisse: Illumination zentraler Achsen (Kanzlei–, Friedrich–, Ludwig–, Maximilian–, Richard–Wagner– und Opernstraße).
- Erlebnis: Stadtführungen durch Vereine, Storytelling–Routen und die Öffnung des Regierungsinnenhofs sowie des Hofgartens.
- Netzwerk: Museen und Orte wie RW21, Friedrichsforum und Steingräber sind eingebunden. Der Kulturverein „neun einhalb“ kooperiert für mehr Sichtbarkeit eng mit dem Richard–Wagner–Museum.
Innovation und Nachwuchs: Wagner neu gedacht
Um auch jüngere Generationen zu begeistern, setzt Bayreuth auf moderne Formate:
- Festival–App (Release am 24. Februar): Eine spielerische Erkundung der Stadt mittels „Gamifizierung“.
- Campus Festival 150 (26. Juni): Wagner–Remixe am Uni–Strand (Abschluss des „Summerfeeling“). Geboten wird Deutschrap, Elektro und Jazz.
- Künstlerische Akzente: Antoine Wagner gestaltet einen Steingräber–Flügel. Das Festival „Kraut und Rüben“ zeigt die Installation „Hasifal“ (Wilhelminenaue).
- Museums–Jubiläum (50/150): Unter dem Titel „Utopie und Echo“ gibt es Lichtkunst an der Wahnfried–Fassade („Urban Screen“) sowie die Sonderausstellung „Dinos. Drachen. Drama.“ (mit dem Urweltmuseum).
Kulturreferentin Eva Bär resümiert: „Fast allen Projektideen lokaler Initiativen konnten wir eine Förderung zusagen. Bayreuth zeigt 2026 seine kreative Zukunft.“
Alle aktuellen Informationen finden Sie auf der heute überarbeiteten Webseite www.festival150.com.
Finanzierung: Ein starkes Fundament für die Kultur
Das Mammut–Programm wird durch ein Investitionsvolumen von rund 1,8 Millionen Euro ermöglicht. Maßgeblicher Geldgeber ist die Oberfrankenstiftung mit 1,5 Millionen Euro, ergänzt durch 300.000 Euro aus dem bayerischen Kulturfonds.
Die Mittel verteilen sich detailliert wie folgt:
- 1 Million Euro: Städtische Projekte der Stadt Bayreuth.
- 600.000 Euro: Jubiläumsaktivitäten der Gesellschaften.
- 400.000 Euro: Förderung der Bayreuther Festspiele (speziell für die Produktion „Rienzi“).
- 80.000 Euro: 50–jähriges Jubiläum des Richard–Wagner–Museums.
- 400.000 Euro: Förderzuschüsse des Kulturamts für bis zu 40 lokale Vereine und Kulturschaffende.
Regierungspräsident Florian Luderschmid betonte: „Wenn man Wagner im Original hören will, geht das nur hier in Bayreuth und nur auf dem Hügel.“











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