Zuletzt aktualisiert am
Bayreuth investiert: Von Festspiel-Jubiläum bis Schüleraustausch
Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Bayreuth berät in seiner kommenden Sitzung über vielfältige Fördergelder für die lokale Kultur- und Bildungslandschaft. Ob internationale Schulpartnerschaften oder die finanzielle Ausstattung der Ganztagsbetreuung – am 22. April fallen wichtige Entscheidungen für die Stadtgemeinschaft.
Neue Wege für das Richard-Wagner-Gymnasium (RWG)
Das Richard-Wagner-Gymnasium orientiert sich in Sachen Schüleraustausch neu. Da das langjährige Partnergymnasium in Annecy trotz intensiver Bemühungen kein Interesse mehr an einem Austausch zeigt, hat das RWG eine neue Partnerschaft mit dem Lycée Jehan Ango in Dieppe initiiert. Die Schulleitung beantragte nun, dass die Stadt Bayreuth auch diese Fahrten finanziell unterstützt.
Gleichberechtigung im Schüleraustausch
Normalerweise fördert die Stadt Bayreuth Schüleraustausche primär mit den offiziellen Partnerstädten mit einem Satz von 12 Euro pro Schüler und Tag. Es gibt jedoch bereits Ausnahmen für das GMG und das GCE, die ebenfalls keine Partner in Annecy fanden und stattdessen Schulen in der Region Nantes ansteuerten. Um das RWG nicht zu benachteiligen, empfiehlt die Verwaltung, den Austausch mit Dieppe analog zu fördern. Da die Gesamtzahl der Austauschschüler stabil bleibt, werden keine Mehrkosten erwartet.
Debatte um Fördermittel für die Ganztagsbetreuung
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Antrag der Stadträte Thomas Bauske und Andreas Zippel. Sie fordern, dass zusätzliche Fördermittel des Landes für die Ausstattung der Ganztagsbetreuung direkt an die sozialen Träger weitergereicht werden, um Familien zu fördern und die Träger zu entlasten.
Verwaltung sieht Risiko der Überkompensation
Die Stadtverwaltung steht diesem Antrag jedoch skeptisch gegenüber und empfiehlt die Ablehnung. Der Grund: Bayreuth zahlt bereits seit 2023 eine eigene Platzpauschale von 2.000 Euro pro neuem Hortplatz für die Ausstattung. Da das Landesprogramm nur maximal 1.500 Euro vorsieht, befürchtet die Stadt eine Überkompensation, falls beide Beträge ausgezahlt würden.
Großer Geldregen für das Jubiläum „Festival 150“
Die Stadt Bayreuth investiert deutlich, um das 150-jährige Jubiläum dere Bayreuther Festspiele zu feiern. Insgesamt wurden Fördermittel in Höhe von fast 390.000 Euro für verschiedenste Projekte bewilligt. Die Spanne reicht dabei von klassischen Konzerten bis hin zu modernen Formaten.
Vielfältiges Kulturprogramm in der gesamten Stadt
Unter den geförderten Projekten finden sich bekannte Namen wie der Richard-Wagner-Verband, der allein für einen Gesangswettbewerb 30.000 Euro erhält. Auch experimentellere Ansätze werden unterstützt, etwa das Projekt „Techno-Titan: Wagner Recharged“ von SLATEC mit 5.000 Euro oder das Kontrast Filmfestival mit 2.000 Euro für „Wagner meets Hollywood“.
Unterstützung für Vereine und Institutionen
Auch kleinere Institutionen können von den möglichen Beschlüssen profitieren: Das Schreibmaschinenmuseum und der Jean Paul Kulturverein könnten unterstützt werden. Diese Investitionen unterstreichen das Ziel der Stadt, zum großen Jubiläum ein breites kulturelles Spektrum abzudecken.
FAQ
Warum wechselt das RWG seinen Partner in Frankreich?
Das bisherige Partnergymnasium in Annecy hatte kein Interesse mehr an einem Austausch; eine Suche nach Alternativen direkt in der Partnerstadt blieb erfolglos, weshalb man sich für Dieppe entschied.
Wie viel Geld erhalten Schüler für den Austausch?
Die Stadt Bayreuth gewährt eine Förderung von 12 Euro pro Tag für jeden teilnehmenden Schüler aus dem Stadtgebiet.
Warum sollen die Träger der Ganztagsbetreuung kein extra Geld erhalten?
Die Stadtverwaltung argumentiert, dass die bestehende städtische Pauschale von 2.000 Euro bereits höher ist als die Landesförderung und die Kosten für die Ausstattung somit schon gedeckt sind.
Oberbürgermeister Andreas Zippel (SPD), seine Stellvertreter Stefan Schuh (CSU) und Thomas Bauske (SPD) und die Stadträte, die Bayreuth bis 2032 mitgestalten werden. Foto: Stefanie Schweinstetter Neuer Stadtrat: Stefan Schuh und Thomas Bauske werden Zweiter und Dritter Bürgermeister
Artikel lesen
Luisa Funke-Barjak und Stephan Huttner (beide hinten; FDP) und Ina Medick und Christopher Süß (vorne, JB) bilden gemeinsam eine Fraktionsgemeinschaft ©JB - Instagramaccount 











©Pixabay
Unfall Löhestraße ©bt-Redaktion