Coronavirus

Bayreuther Arzt fordert Impfpflicht: Blick auf Intensivstation zeigt Wirkung der Corona-Impfung

Der medizinische Direktor am Klinikum Bayreuth fordert eine allgemeine Impfpflicht: Er sieht den Nutzen der Impfung und berichtet von der Intensivstation.

Die Inzidenzen steigen deutlich. In Bayreuth sind sie um ein vielfaches höher als in den vorherigen Corona-Wellen. Doch die vierte Welle in der Corona-Pandemie ist anders, erklärt der medizinische geschäftsfürher des Klinikum Bayreuths, Hans-Rudolf Raab.

„Es ist eine andere Inzidenz, weil ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist.“ Das sehe der Arzt deutlich an der Belegung auf der Intensivstation.

Kaum Geimpfte auf Intensivstation in Bayreuth

Geimpfte erkranken in der Regel nicht schwer, erläutet Raab auf eine Nachfrage aus dem Bayreuther Stadtrat am Mittwoch (24. November 2021).

Er erklärt unmissvesändlich: „Geimpfte können sich anstecken und das Virus weitergeben.“ Doch die Erkrankung sei dann deutlich milder.

„Die Impfung ist ein großer Segen.“ Wir haben zwei Patienten auf den Intensivstationen, die mit AstraZeneca geimpft waren. Eine Patientin davon ist verstorben. Sie war allerdings schwer krank, berichtet Raab weiter.

Ungeimpfte liegen im Krankenhaus in Bayreuth

Ansonsten liegen ungeimpfte Menschen im Krankenhaus – mit schweren Verläufen. Raab erlebe 40-Jährige mit sehr schweren Corona-Verläufen. Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) fügt hinzu: Das RKI habe in einem Modell für Bayreuth bekanntgegeben, dass die Patientenzahlen in Bayreuth steigen werden. Für kommende Woche rechnet das RKI mit etwa 8 neuen Covid-Patienten, die intensiv betreut werden müssen.

Medizinischer Direktor Raab fordert deshalb eine allgemeine Impfpflicht: „Ich bin ein sehr deutlicher Verfechter einer Impfpflicht.“ Nach millionenfacher Impfungen sei es unsozial sich nicht impfen zu lassen.

Weiter haben die Verantwortlichen im Stadtrat erklärt, was das größte Problem in der aktuellen Corona-Lage sei.