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Bayreuther Boxer auf dem Weg an die Spitze: Rashad Karimow nimmt die Top 100 ins Visier
45 Profikämpfe, davon nur fünf Niederlagen: Rashad Karimow blickt auf eine beeindruckende Bilanz zurück. Der gebürtige Aserbaidschaner, der lange in Magdeburg lebte und trainierte, hat Bayreuth 2012 zu seiner Wahlheimat erkoren. Jetzt hat er ein klares Ziel vor Augen.
Warum Boxen? Eine Leidenschaft aus der Kindheit
Rashads Weg in den Ring begann früh; bereits mit 12 Jahren zog er die Boxhandschuhe an. Doch der Grund für seine Wahl der Sportart überrascht. „Ich habe mit dem Boxen angefangen, weil ich weder tanzen noch singen kann“, erklärt er lachend.
Hinter dem Humor steckt jedoch eine tiefere, familiäre Motivation. Sein Vater und sein Bruder legten den eigentlichen Grundstein für seine Karriere. Rashad erzählt, dass ursprünglich sein älterer Bruder boxen sollte, darauf aber wenig Lust hatte. Um seinen Vater zu beeindrucken, hängte sich Rashad umso mehr rein; mit Erfolg. Aus dem Wunsch, den Vater stolz zu machen, wurde eine professionelle Karriere.
Mit 18 Jahren kam er nach Deutschland und trainierte acht Jahre lang intensiv mit seinem Onkel in Magdeburg. Nach kurzen Zwischenstopps in Erlangen und Nürnberg lebt er seit 2012 fest in Bayreuth, seiner selbst gewählten Heimat, gemeinsam mit seiner Frau.
Freundschaft als Basis des Managements
An Rashads Seite steht Etem Bayramoğlu. Seit zwei Jahren ist er sein engster Unterstützer und Manager. Bayramoğlu, der eigentlich in einem anderen Hauptberuf tätig ist, sieht sich nicht als klassischen Manager, sondern als helfenden Freund, der fest an Rashads Potenzial glaubt.
In den letzten zwei Jahren haben die beiden fünf Kämpfe gemeinsam bestritten und organisiert. „Boxen ist mehr als ein Hobby: Rashad ist eine Inspiration“, betont Bayramoğlu. Sein Ziel ist es, den Athleten nicht nur sportlich, sondern auch menschlich bestmöglich zu unterstützen.
Das Cruisergewicht: Harter Schlag und mentale Stärke
Rashad tritt im Cruisergewicht an und ist für seinen extrem harten Schlag bekannt. Doch im Profiboxen zählt mehr als nur rohe Kraft. „Austeilen und einstecken ist gleich wichtig“, betont der Boxer. Der Sport erfordert neben körperlicher auch immense geistige Fitness. Um diese zu erreichen, setzt Rashad auf seine Schnelligkeit und ein vielfältiges Trainingsprogramm, sowohl im „DS Fitnessstudio“ als auch an der frischen Luft.
Auf die Frage nach der Angst antwortet der 40-Jährige ehrlich: Vor dem Kampf sei die Anspannung und auch Angst spürbar. Doch sobald die Einlaufmusik ertönt und er im Ring steht, schaltet er um. Er ist dann „im Tunnel“ und kämpft fokussiert und erbarmungslos.
Der harte Weg nach oben: Weltrangliste und Sponsoren-Suche
Anders als in vielen Mannschaftssportarten gibt es im Boxen nicht die eine zentrale Liga-Meisterschaft. Der Aufstieg erfolgt über vereinbarte Einzelkämpfe, durch die Athleten in der Weltrangliste klettern.
Aktuell rangiert Rashad Karimow auf Platz 270 der Weltrangliste. Sein großes Ziel: Der Vorstoß in die Top 100.
Doch hier liegt das Problem: Um gegen starke Gegner anzutreten und die Karriere voranzutreiben, sind hohe Kosten fällig. Ohne externe Unterstützung sind diese Hürden kaum zu nehmen. Ohne Sponsoren ist es extrem schwierig, die notwendigen, hochkarätigen Kämpfe zu organisieren.
Nächste Chance in Kulmbach: Ein Appell an die Region
Die nächste sportliche Bewährungsprobe steht bereits vor der Tür: Im Februar wird Rashad bei einem großen Event in Kulmbach in den Ring steigen. Manager Etem Bayramoğlu richtet deswegen einen leidenschaftlichen Appell an die Wirtschaft und die Sportfans in Bayreuth:
„Ihr habt einen Rohdiamanten hier. Rashad ist bereit für den nächsten Schritt. Ein Sponsor, der das Potenzial von Rashad Karimow erkennt und in ihn investiert, kann mit ihm gemeinsam ganz nach oben kommen und eine inspirierende Erfolgsgeschichte schreiben.“











Wegen Schnee gab es am Dienstag (1.12.2020) Verkehrschaos im Landkreis Bamberg. Foto: News5/Merzbach
Symbolbild: Brennender Weihnachtsbaum ©Erstellt mit Canva Magic Media