Zuletzt aktualisiert am
Bayreuther Bürgerfest: BRK versorgt 55 Patienten und findet vermisstes Kind
Rund 1.000 Einsatzstunden, 55 versorgte Patienten und ein vermisstes Kind. Die ehrenamtlichen Bereitschaften des BRK-Kreisverbands Bayreuth sorgten drei Tage lang für die medizinische Absicherung des Bayreuther Bürgerfests.
Vom 3. bis 5. Juli 2026 übernahmen die Bereitschaften des BRK-Kreisverbands Bayreuth den Sanitätsdienst beim Bayreuther Bürgerfest. Nach dem Wochenende ziehen sie Bilanz: Ehrenamtliches Engagement, eine enge Zusammenarbeit und die strategische Verteilung der Einsatzkräfte waren entscheidend, um die vielen Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.
Der Großteil der Einsätze betraf laut BRK-Pressesprecher Thomas Janovsky Schnittverletzungen und die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums. Daneben behandelten die Teams auch Wespenstiche oder klebten Pflaster. In 29 Fällen brachten die Helfer die Betroffenen zur Unfallhilfsstelle. Elf Patienten wurden anschließend vom Rettungsdienst in eine Klinik transportiert.
Vermisstes Kind schnell wiedergefunden
Am Samstagabend gegen 19 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem besonders wichtigen Einsatz gerufen: Ein dreijähriges Kind wurde in der Innenstadt als vermisst gemeldet. Die Information ging sofort per Funk an alle Einsatzkräfte weiter, teilt Janovsky mit. Eine Funkstreife des BRK fand das Kind kurz darauf in der Menschenmenge und brachte es innerhalb kürzester Zeit zu seinen besorgten Eltern zurück.
Enge Abstimmung mit Polizei und Sicherheitsdienst
Die Zusammenarbeit mit Polizei und Sicherheitsdienst lief nach Angaben von Thomas Janovsky abgestimmt und kameradschaftlich. Besonders gefragt war die Unterstützung, wenn ein Rettungswagen einen stark frequentierten Bereich erreichen musste. In manchen Gassen mit Bühnenprogramm wurde selbst der Weg für Fußgänger eng.
In solchen Situationen tastete sich der Fahrer laut Janovsky oft nur in Schrittgeschwindigkeit zum Einsatzort vor. Der Sicherheitsdienst sperrte dann den engeren Einsatzbereich ab und räumte die Strecke frei. So konnte der Rettungswagen anschließend wieder abfahren. Auch an den Ausfahrten des Festgeländes öffnete der Sicherheitsdienst die Absperrungen zügig.
Schon gelesen? Hinter den Kulissen des Volksfests: 600 Stunden ehrenamtlicher Einsatz.
Strategische Verteilung in der Innenstadt
Möglich machte das die strategische Planung des Sanitätsdienstes. Anders als in den Vorjahren befand sich die Unfallhilfsstelle diesmal nicht im RWG, sondern am Ende der Kanalstraße, so Janovsky. Von dort aus koordinierten die Helfer auch die Sanitätseinsatzleitung. Zusätzlich waren Sanitäterinnen und Sanitäter zu Fuß in der belebten Innenstadt unterwegs, während Rettungswagen an mehreren Standorten bereitstanden.
Gingen Meldungen von der Integrierten Leitstelle, der Polizei oder dem Sicherheitsdienst ein, konnten die Einsatzkräfte die betroffenen Personen schnell erreichen.
Ehrenamtliche aus dem gesamten Kreisverband im Einsatz
Nahezu alle Bereitschaften des Kreisverbands Bayreuth beteiligten sich am Sanitätsdienst. Im Einsatz waren Kräfte aus Bayreuth 1, Creußen, Mistelgau, Bad Berneck, Pegnitz, Warmensteinach und Fichtelberg. Ergänzt wurde das Team durch die Bergwacht Bayreuth, den Fachdienst IuK des Kreisverbands, den Arbeitskreis Rettungsdienst sowie die Rettungshundestaffel. Sogar ein Kamerad der BRK-Bereitschaft Crailsheim unterstützte den Einsatz in Bayreuth. An jedem Abend stand zudem vorsorglich ein Notarzt bereit.
Der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Mischa Netfeld würdigte den Einsatz der Ehrenamtlichen:
„Ich freue mich jedes Jahr wieder, wenn die Kameradinnen und Kameraden der Bereitschaften ihren wichtigen Dienst auf Veranstaltungen, die vom Bayerischen Roten Kreuz betreut werden, leisten. Es ist nicht selbstverständlich, dies in der Freizeit zu tun. Hierfür bedanke ich mich ausdrücklich bei allen Kameradinnen und Kameraden.“
Alle Helferinnen und Helfer waren freiwillig und in ihrer Freizeit im Einsatz. Ihr Engagement trug dazu bei, das Bayreuther Bürgerfest für alle Besucher sicherer zu machen.












Symbolbild © adobe.stock / Mehemmed
Unfall bei Forchheim: Audi rast durch Kreuzung 50 Meter weit ins Waldstück. © NEWS5 | Ferdinand Merzbach