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Oper zum Mitlesen: Bayreuther Festspiele testen AR-Brillen
Bei ausgewählten Aufführungen der Bayreuther Festspiele können Besucher in diesem Sommer erstmals Untertitel über Augmented-Reality-Brillen mitlesen. Der Test soll zeigen, wie die Technik künftig den Zugang zu Wagner-Opern erleichtern kann.
Wer heute in die Oper geht, sieht häufig nicht nur die Bühne: In vielen Häusern laufen sogenannte Übertitel mit: Der gesungene Text wird über der Bühne eingeblendet. In Bayreuth war das bislang anders. Nun testen die Festspiele im Jubiläumsjahr erstmals eine neue Form der Unterstützung: Augmented-Reality-Brillen sollen Besuchern ermöglichen, die Texte direkt im Blickfeld mitzulesen.
Festspiele zum Mitlesen
Das Projekt „Festspiele zum Mitlesen“ wird vom TAff e. V. gemeinsam mit den Bayreuther Festspielen und dem Anbieter Panthea umgesetzt. Getestet wird die Technik zwischen dem 4. und 9. August bei insgesamt sechs Vorstellungen von „Der Ring des Nibelungen“, „Rienzi“ und „Der fliegende Holländer“.
20 Brillen stehen kostenlos zur Verfügung
Für den Praxistest stehen insgesamt 20 AR-Brillen zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos, Voraussetzung ist allerdings ein bereits gekauftes Ticket für die jeweilige Vorstellung. Außerdem müssen die Teilnehmer nach der Aufführung einen kurzen anonymen Fragebogen ausfüllen. Die Rückmeldungen sollen als Grundlage für weitere Schritte dienen.
Bewerben können sich sowohl Mitglieder des TAff e. V. als auch andere Interessierte. Vereinsmitglieder werden bei der Vergabe jedoch bevorzugt. Einen Anspruch auf eine Testbrille gibt es nicht. Zur Bewerbung geht es hier.
Untertitel direkt im Sichtfeld
Die Brillen blenden während der Vorstellung die deutschen Gesangstexte ins Sichtfeld ein. Anders als bei herkömmlichen Übertiteln muss der Blick also nicht zwischen Bühne und Anzeigetafel wechseln. Laut den Projektpartnern lassen sich die AR-Brillen unkompliziert über einer normalen Brille tragen, eine Anpassung an die individuelle Sehstärke ist nicht erforderlich. Auch eine besondere Platzwahl im Festspielhaus sei für die Nutzung nicht notwendig.
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Wer ausgewählt wird, erhält die AR-Brille vor Beginn der Vorstellung zusammen mit einer kurzen Einweisung. Bewerbungsschluss ist jeweils vier Tage vor der gewünschten Aufführung.
FAQ
Was sind AR-Brillen?
AR steht für „Augmented Reality“ (erweiterte Realität). Die Brillen können digitale Informationen in das Sichtfeld der Träger einblenden – in diesem Fall die deutschen Texte der Gesangspartien.
Wie unterscheiden sich die Brillen von klassischen Übertiteln?
Bei herkömmlichen Übertiteln werden Texte meist über der Bühne angezeigt. Wer die AR-Brille nutzt, sieht die Einblendungen dagegen direkt im eigenen Sichtfeld und muss den Blick nicht zwischen Bühne und einer Anzeige wechseln.
Bei welchen Vorstellungen können die AR-Brillen getestet werden?
Das Pilotprojekt läuft vom 4. bis 9. August 2026 bei sechs Vorstellungen der Bayreuther Festspiele. Getestet wird die Technik bei „Der Ring des Nibelungen“ (Ring II), „Rienzi“ und „Der fliegende Holländer“.
Was kostet die Nutzung der AR-Brille?
Die Teilnahme am Test ist kostenlos.
Was sind die Teilnahmebedingungen?
Bewerben können sich sowohl Mitglieder des TAff e. V. als auch andere Interessierte. Voraussetzung ist ein eigenes Ticket für die jeweilige Vorstellung. TAff-Mitglieder werden bei der Vergabe bevorzugt.
Teilnehmer verpflichten sich, nach der Vorstellung einen kurzen anonymen Fragebogen auszufüllen. Die Rückmeldungen sollen zeigen, wie die Technik angenommen wird und ob weitere Schritte sinnvoll sind.
Kann ich die AR-Brille auch testen, wenn ich eine Brille trage?
Ja. Die AR-Brillen können laut den Projektpartnern über einer normalen Brille getragen werden. Eine Anpassung an die Sehstärke ist nicht notwendig. Auch eine besondere Platzwahl im Festspielhaus ist nicht erforderlich.












Die Rettungskräfte versorgten beide Verletzten und brachten sie ins Klinikum. © BRK Bayreuth
Symbolbild: Pixabay