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Eisen, Schweiß und Bestleistungen: Bayreuther Gewichtheber kämpfen wacker gegen Röthenbach
Starke Lasten, knappe Entscheidungen: Während die Athleten des 1. AC Bayreuth an der Hantel neue Bestwerte markierten, entführte der Spitzenreiter aus Röthenbach die Siegpunkte. Wir blicken auf einen Doppel-Heimspieltag, der trotz Niederlagen Mut für den Klassenerhalt macht.
Wer am Samstag in die Halle des 1. AC Bayreuth blickte, sah fliegendes Magnesium und hochkonzentrierte Gesichter. Es war „Großkampftag“ in der Wagnerstadt: Gleich zwei Ligen gaben sich die Ehre, als die Bayreuther Teams in der Bayern- und Frankenliga gegen den TSV Röthenbach antraten. Auch wenn die Gäste am Ende die Punkte entführten, gab es für die heimischen Fans jede Menge Grund zum Jubeln.
Ein echter Härtetest für Bayreuth
Warum das Ganze? Die Konstellation war perfekt: Da beide Vereine Teams in beiden Ligen stellen, wurde kurzerhand ein Doppel-Wettkampf daraus gemacht. Für die „Erste“ des 1. AC ging es in der Bayernliga um wichtige Punkte für den Klassenerhalt, während die „Zweite“ in der Frankenliga versuchte, den Anschluss ans Mittelfeld zu finden. Ein echtes Nachbarschaftsduell mit viel Tradition, das den Hebern einiges abverlangte!
Bayernliga: Der Tabellenführer war eine Nummer zu groß
Gegen den aktuellen Spitzenreiter TSV Röthenbach I war von vornherein klar: Das wird ein hartes Stück Arbeit. Am Ende mussten sich die Bayreuther mit 413,1 : 468,0 Punkten geschlagen geben. Röthenbach präsentierte sich dabei „nahezu perfekt“ und erzielte den zweitbesten Tageswert der Liga, knapp hinter dem TSV Waldkirchen (486 Punkte).
Aber verstecken musste sich hier niemand! Besonders die Power-Frauen des 1. AC zeigten, was in ihnen steckt:
- Sabrina Gebhardt erzielte 114 kg im Zweikampf und sammelte bärenstarke 79 Punkte.
- Lina Rößler steuerte mit 134 kg ebenfalls 79 Punkte bei.
- Susanne Kraus war mit 143 kg im Zweikampf und konstanten 81 Punkten die Top-Scorerin des Teams.
Bei den Männern stemmte Christian Schmidt mit 204 kg (68 Punkte) die schwersten Lasten in die Höhe. Dominik Potzel und Alina Eckert teilten sich geschickt die Disziplinen auf und sicherten so wichtige Zähler. Pech hatte Arthur Enns, der im Reißen leider keinen gültigen Versuch verbuchen konnte – aber Hut ab: Er bewies echten Teamgeist, biss sich im Stoßen zurück und holte dort noch alles für das Mannschaftskonto raus. Aktuell steht Bayreuth mit 6:6 Punkten auf Platz vier und hat den Klassenerhalt, nach dem Aufstieg 2024, in den verbleibenden drei Wettkämpfen weiterhin in der eigenen Hand.
Frankenliga: Bestleistungs-Regen trotz Niederlage
Auch wenn die zweite Mannschaft mit 1122,76 : 1339,32 Punkten unterlag, war die Stimmung gut. Warum? Weil das Team sein bisher bestes Saisonergebnis überhaupt hingelegt hat! Die Entwicklung zeigt deutlich nach oben.
Die Halle bebte besonders bei zwei Akteuren:
- Annelie Wolf erwischte einen absoluten Sahnetag und verbesserte sich gleich dreifach (41 kg Reißen, 55 kg Stoßen, 96 kg Zweikampf-Rekord).
- Mostafa Marey zeigte mit 95 kg im Stoßen, dass er ordentlich Schmalz in den Armen hat und stellte damit einen neuen Bestwert auf.
Die „rote Laterne“ brennt zwar noch in Bayreuth, aber der Blick richtet sich optimistisch nach vorne, um die positive Entwicklung bald in Zählbares umzuwandeln.
So geht es weiter
Die Heber vom 1. AC lassen den Kopf nicht hängen und wollen auf dem starken Zusammenhalt aufbauen. Die nächsten Termine stehen schon fest:
- Januar 2026: Heimkampf gegen den ESV München-Neuaubing. Da wollen die Jungs und Mädels den Sack in der Bayernliga zumachen und wichtige Punkte für den Klassenerhalt sammeln!
- Februar 2026: Auswärts gegen Schweinfurt III – die Chance für die zweite Mannschaft, die ersten Saisonpunkte einzufahren und das Tabellenende zu verlassen.
Eines ist sicher: In Bayreuth wird weitergekämpft, gesteigert und schwer gehoben!











Symbolbild Polizist klopft @canva
Symbolbild: Pixabay