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Bayreuther Professor berät EU-Parlament zu Gentechnik-Recht
Ein Bayreuther Rechtsprofessor zieht als gefragter Experte ins Europäische Parlament. Prof. Dr. Kai Purnhagen unterstützt dort die Gesetzgebung zur Regulierung gentechnisch veränderter Mikroorganismen. Eine Ehre für seine Arbeit und zugleich ein Zeichen für die internationale Strahlkraft der Universität Bayreuth.
Das Europäische Parlament holt sich Verstärkung aus Bayreuth. Für eine Universität der Größe Bayreuth ist eine solche Berufung auf EU-Ebene keine Selbstverständlichkeit.
Prof. Dr. Kai Purnhagen, Inhaber des Lehrstuhls für Lebensmittelrecht an der Universität Bayreuth, wurde als unabhängiger Experte für laufende Gesetzgebungsarbeiten berufen. Dabei begleitet er parlamentarische Beratungen zu einem Richtlinienvorschlag der Europäischen Kommission, der zentrale Fragen zu gentechnisch veränderten Mikroorganismen neu ordnen soll.
„Die Anfrage des Europäischen Parlaments ist eine große Anerkennung meiner wissenschaftlichen Arbeit“, sagt Purnhagen.
Purnhagen berät EU zu GMM-Regulierung
Purnhagen bringt seine Expertise im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) durch Briefings, schriftliche Stellungnahmen sowie die Teilnahme an Anhörungen und Fachgesprächen auf europäischer Ebene ein. Seine Analysen sollen direkt zu einer evidenzbasierten und rechtssicheren Gesetzgebung zur Regulierung gentechnisch veränderter Mikroorganismen (GMM) beitragen.
Der Professor von der Univerität Bayreuth gilt als ausgewiesener Kenner des europäischen Lebensmittelrechts und regulatorischer Fragen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis.
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Komplexe Regulierungsfragen brauchen interdisziplinäre Perspektiven
Bei der Regulierung gentechnisch veränderter Mikroorganismen treffen verschiedene Interessen aufeinander. Purnhagen sieht genau darin seine Aufgabe:
„Gerade bei hochkomplexen und gesellschaftlich sensiblen Themen wie der Regulierung gentechnisch veränderter Mikroorganismen ist es entscheidend, rechtliche, wissenschaftliche und praktische Perspektiven zusammenzuführen.“
Purnhagens Profil – Lebensmittelrecht, EU-Recht und wissenschaftliche Unabhängigkeit – passt dabei genau zum Bedarf.
Der Richtlinienvorschlag der Europäischen Kommission betrifft das Inverkehrbringen von gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sowie angrenzende regulatorische Bereiche. Eine sachkundige externe Beratung hilft dem Parlament, weitreichende Entscheidungen auf solider Grundlage zu treffen.
Universität Bayreuth profitiert von europäischer Vernetzung
Die Berufung hat auch eine direkte Rückwirkung auf den Campus. Erkenntnisse aus der parlamentarischen Arbeit fließen in Forschung und Lehre ein und stärken den interdisziplinären Dialog zu Fragen des europäischen und internationalen Rechts.
„Die Tätigkeit von Prof. Dr. Purnhagen für das Europäische Parlament unterstreicht eindrucksvoll die internationale Sichtbarkeit und Relevanz der Forschung an der Universität Bayreuth“, sagt Universitätspräsident Stefan Leible.












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