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Bayreuths Süden putzt sich raus: Fitness, Flora und barrierefreie Stille Örtchen
Wer im Bayreuther Süden unterwegs ist, schätzt die grüne Lunge zwischen Röhrensee und Universität. Doch braucht die Ecke vielleicht ein bisschen „Facelift“? Genau darum geht es am kommenden Mittwoch, den 21. Januar, wenn der Haupt- und Finanzausschuss im Rathaus zusammenkommt. Auf dem Tisch liegt ein Maßnahmenpaket, das den Ökologisch-Botanischen Garten (ÖBG) noch attraktiver machen soll – für Sportskanonen genauso wie für Senioren.
Vom Zedernhaus bis zum Callisthenics-Park: Das ist geplant
Der Ökologisch-Botanischer Garten (ÖBG) ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein echtes Highlight unserer Stadt. Damit der Weg dorthin nicht nur Mittel zum Zweck ist, sollen am Südeingang in Richtung Zedernhaus neue Sitzgruppen und Infopunkte entstehen. Die Idee dahinter: Verweilen statt nur Vorbeilaufen.
Richtig sportlich wird es zwischen dem Tierpark Röhrensee und dem Botanischen Garten. Hier ist eine Callisthenics-Anlage geplant. Wer also nach dem Spaziergang noch eine Runde Klimmzüge oder Dips an der frischen Luft drehen will, bekommt bald die perfekte Gelegenheit dazu. Das könnte den „lebendigen Süden“ sportlich massiv aufwerten und die Lücke zwischen klassischem Park und moderner Freizeitgestaltung schließen.
Barrierefreiheit und Komfort: Ein Herz für Senioren und Familien
Ein wichtiger Punkt auf der Agenda ist die Infrastruktur am Zedernhaus. Nichts trübt den Familienausflug so sehr wie die Suche nach einer vernünftigen Toilette. Geplant sind deshalb familiengerechte und barrierefreie Sanitäranlagen. Das klingt vielleicht unspektakulär, ist aber für die Inklusion und die Lebensqualität vor Ort ein entscheidender Faktor.
Auch an die ältere Generation wurde gedacht:
- Ein neuer Pavillon am Nutzpflanzengarten soll speziell Senioren einen schattigen Rückzugsort bieten.
- Digitale Upgrades: Wer nicht gut zu Fuß ist oder das Tropische Hochgebirgshaus lieber vom Sofa aus erkunden will, darf sich auf virtuelle Rundgänge und neue Info-Systeme freuen.
Finanzspritze vom Stadtrat: Wer zahlt die Zeche?
Natürlich gibt es das alles nicht zum Nulltarif. Die Verantwortlichen des ÖBG haben einen Antrag auf finanzielle Unterstützung gestellt. Hier wird es im Stadtrat spannend: Wie viel ist uns die Aufwertung des Südens wert? Kritiker könnten die Kosten in Zeiten knapper Kassen hinterfragen, während Befürworter betonen, dass Investitionen in Naherholung und Bildung (immerhin ist der ÖBG Teil der Uni) langfristig den Standort Bayreuth stärken.
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Man darf also gespannt sein, ob die Stadträte am Mittwoch grünes Licht geben oder ob bei den Plänen noch einmal der Rotstift angesetzt wird. Eines ist klar: Die Verbindung zwischen Stadt und Campus würde durch diese Maßnahmen deutlich enger zusammenrücken.











Raser Symbolbild: Pixabay
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