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Basketball

BBC Bayreuth kann das Blatt nicht wenden: 80:88-Niederlage in Bochum

Trotz großem Einsatz, viel Energie und einer starken ersten Halbzeit hat der BBC Bayreuth sein erstes Spiel unter den neuen Interims-Coaches Lukas Hofer und Nils Scheller verloren. Am 14. Spieltag der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA unterlagen die Oberfranken bei den VfL SparkassenStars Bochum mit 80:88. Ausschlaggebend war letztlich eine Zahl, die den Bayreuthern jede Siegchance nahm: 24 Turnovers.

Neustart nach Trainerwechsel: BBC mit guter Anfangsformation

Nach der Trennung von Headcoach Florian Wedell ging Bayreuth mit der Starting Five Rayshawn Mart, Moritz Plescher, Nat Diallo, KeVaughn Allen und Willem Brandwijk ins Spiel. Der Kader war vollständig, die Marschroute klar: Tempo, Physis und mannschaftliche Geschlossenheit.

Ausgeglichener Beginn und breite Scoring-Verteilung im ersten Viertel

Der BBC startete nervös, fand aber schnell ins Spiel. Punkte von Diallo per Dunk, Mart und Brandwijk sorgten früh für Akzente. Auffällig: Bayreuth scorte breit, acht verschiedene Spieler trugen sich im ersten Viertel in die Punkteliste ein. Dennoch fehlte zunächst die Gefahr von außen, während Bochum über Dreier im Spiel blieb. Nach zehn Minuten lag Bayreuth knapp mit 16:18 zurück.

Starker Lauf vor der Pause: Bayreuth führt zur Halbzeit 39:33

Im zweiten Viertel erhöhte der BBC das Tempo. KeVaughn Allen traf den ersten Bayreuther Dreier, Tehree Horn und Cantia Rahming übernahmen Verantwortung. Trotz zahlreicher Ballverluste kämpfte sich Bayreuth zurück und setzte kurz vor der Pause ein Ausrufezeichen: Ein 9:0-Lauf brachte die verdiente 39:33-Halbzeitführung.

Die Zahlen sprachen zu diesem Zeitpunkt für Bayreuth:

  • 67 Prozent Zweierquote
  • 38 Prozent von der Dreierlinie
  • 25:13 Rebounds

Drittes Viertel: Führung wechselt mehrfach: Turnovers bleiben das Problem

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv. Bayreuth verteidigte aggressiv, geriet aber durch unnötige Ballverluste immer wieder unter Druck. Bochum nutzte diese Fehler konsequent, übernahm mehrfach die Führung. Nach 30 Minuten lagen die SparkassenStars mit 61:58 vorne.

Crunchtime entscheidet sich gegen Bayreuth

Im Schlussviertel entwickelte sich ein echter Krimi. Bayreuth kämpfte sich nach einem zwischenzeitlichen 11-Punkte-Rückstand eindrucksvoll zurück. Tehree Horn glich dreieinhalb Minuten vor Schluss zum 74:74 aus. Doch dann folgte der nächste Rückschlag: Willem Brandwijk musste nach einem unsportlichen fünften Foul vom Feld.

In der entscheidenden Phase war Bochum abgeklärter, Bayreuth leistete sich erneut Ballverluste. Trotz eines späten Dreiers von Allen zog Bochum davon und gewann letztlich mit 88:80.

24 Turnovers trotz starker Quoten und Rebound-Dominanz

Die Statistik verdeutlicht die Tragik des Abends aus Bayreuther Sicht:

  • 24 Turnovers (Bochum nur 10)
  • 45:30 Rebounds für Bayreuth
  • 64 Prozent Fieldgoalquote
  • 35 Prozent Dreierquote

„Wenn wir zwölfmal mehr hätten werfen können, hätten wir eine Chance gehabt, das Spiel zu gewinnen“, brachte es Interims-Coach Lukas Hofer auf den Punkt.

Tehree Horn Topscorer: Blick richtet sich auf Münster

Bester Werfer beim BBC Bayreuth war Tehree Horn mit 19 Punkten vor KeVaughn Allen (16), Moritz Plescher (13) und Lenny Liedtke (10). Jeweils zehn Rebounds holten Cantia Rahming und Willem Brandwijk.

In der Tabelle steht der BBC nun bei 8:20 Punkten auf Rang 13; punktgleich mit Schlusslicht Uni Baskets Münster.

Abstiegskrimi in der Oberfrankenhalle steht bevor

Viel Zeit zum Hadern bleibt nicht: Am Samstag, 27. Dezember, um 19 Uhr kommt es in der Oberfrankenhalle zum direkten Duell gegen Münster; ein echtes Abstiegskampf-Endspiel. Die Botschaft von Interims-Coach Nils Scheller ist klar: maximale Energie, maximale Physis und deutlich weniger Ballverluste.