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„Nein, das bleibt nicht so“ – So geht es am Jean-Paul-Platz weiter
„Bleibt das jetzt so?“ werden sich so manche fragen, die derzeit am Jean-Paul-Platz vorbeikommen. Denn nicht nur auf der Seite des Friedrichsforums, wo der Platz unter anderem mit Wasserspiel, Bänken und Bäumen aufwendig neugestaltet wurde, sondern auch auf der gegenüberliegenden, der nördlichen Seite hat sich in jüngster Zeit einiges getan: Ist das die endgültige Lösung?
„nein, das bleibt nicht so, sondern ist als Übergangslösung gedacht, bis der Platz im Zuge der Umgestaltung der Ludwigstraße ein neues Aussehen und eine neue Aufenthaltsqualität bekommt“, betont Oberbürgermeister Andreas Zippel am 2. September.
Bis es soweit ist, dauert es bekanntermaßen noch eine Weile. Bisher liegt lediglich eine Vorentwurfsplanung für den nördlichen Jean-Paul-Platz vor, eine Vorentwurfsplanung für die Neugestaltung der Ludwigstraße wird derzeit erstellt und hierzu in diesem Jahr im Stadtrat berichtet. Dass Jean-Paul-Platz und Ludwigstraße gemeinsam „gedacht“ und geplant werden, macht aus gestalterischer Sicht natürlich Sinn – schließlich sollen der gesamte Platz und die dazugehörige Straße eine Einheit bilden, inklusive der bereits neugestalteten südlichen Seite des Jean-Paul-Platzes.
Das letzte Wort hat dann hier der Stadtrat, er entscheidet, wann Haushaltsmittel für die beiden Projekte eingestellt werden und die Umgestaltung in Angriff genommen werden kann. Für die Neugestaltung des nördlichen Teils des Jean-Paul-Platzes hatte die CSU/DU-Stadtratsfraktion bereits im Juni dieses Jahres einen Antrag gestellt.
Wie groß der Unterschied zwischen den beiden Platzseiten weiterhin ist, zeigt sich auf den ersten Blick: Auf dem Platz vor dem Friedrichsforum plätschert ein Brunnen, acht Platanen spenden Schatten. Wer den Blick jedoch weiter über die Ludwigstraße schweifen lässt, merkt schnell: An der eigentlichen, dauerhaften Neugestaltung der Nordseite hat sich bislang nichts getan – die neuen Fahrradständer, Bänke und Pflanzen sind eben nur die Übergangslösung, kein Ersatz für die geplante Umgestaltung.
Mehr Bäume für den Jean-Paul-Platz
Dort fordern CSU/DU-Stadträte erneut zusätzliche Baumpflanzungen. An Ideenmangel liegt es allerdings gar nicht: Bereits 2023 hatte der Bauausschuss eine städtebauliche Aufwertung des Bereichs beschlossen, inklusive weiterer Bäume. Auch entsprechende Vorentwürfe liegen nach Angaben der Stadt bereits vor.
Sanierung im Gesamtpaket
Trotzdem ist eine Umsetzung aktuell nicht in Sicht. Der Grund: Der Jean-Paul-Platz soll aus räumlichen, funktionalen und gestalterischen Gründen gemeinsam mit der Ludwigstraße und später der Friedrichstraße neugestaltet werden. Bevor es konkrete Entscheidungen zu Umsetzung und Finanzierung geben kann, muss zunächst die Vorentwurfsplanung für die Ludwigstraße abgeschlossen und politisch beraten werden.
Sowohl die Friedrichstraße als auch die Ludwigstraße zeigen deutliche Abnutzungsspuren. Schnelle Lösungen für Spurrillen und unebene Fahrbahnen im Rahmen von punktuellen Reparaturen gebe es nicht, heißt es aus der Verwaltung. Die Schäden würden auf strukturelle Schäden im Unterbau hindeuten. Stattdessen plant die Stadt eine umfassende Erneuerung des gesamten Straßenzugs gemeinsam mit dem nördlichen Jean-Paul-Platz.
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Ludwigstraße in Planung
Die Ludwigstraße hat dabei zunächst Priorität. Für sie wird derzeit ein Vorentwurf erarbeitet, der anschließend in die politischen Gremien eingebracht werden soll. Erst dann entscheidet der Stadtrat über die weiteren Planungs- und Umsetzungsschritte sowie die dafür notwendigen Mittel.
Für die Friedrichstraße gibt es derzeit keinen konkreten Zeitplan. Sie soll auf die Ludwigstraße folgen. Eine parallele Planung oder Umsetzung beider Straßen schließt die Stadt aus finanziellen und personellen Gründen aus.
Noch kein Starttermin in Sicht
Mit der Neuordnung des Sanierungsgebiets C Ende 2025 wurde zwar die Grundlage geschaffen, um Fördermittel für das Gesamtprojekt einzuwerben. Konkrete Bauzeiten ergeben sich daraus aber noch nicht.
Derzeit bleibt der Jean-Paul-Platz damit ein Projekt ohne absehbaren Starttermin. Als Übergangslösung sind dort vorerst Fahrradständer, Bänke, Pflanzkübel und Informationstafeln zum Jean-Paul-Weg vorgesehen – ein sichtbares, aber eben nur vorläufiges Update für einen Platz, dessen große Neugestaltung noch auf sich warten lässt.
Häufige Fragen
Warum wurde der nördliche Jean-Paul-Platz bislang nicht dauerhaft umgestaltet?
Weil er aus gestalterischen und planerischen Gründen gemeinsam mit der Ludwigstraße und später der Friedrichstraße neugestaltet werden soll. Erst wenn die Vorentwurfsplanung für die Ludwigstraße steht und der Stadtrat entschieden hat, kann die eigentliche Neugestaltung beginnen.
Was hat sich auf dem Platz bereits geändert?
Als Übergangslösung wurden Fahrradständer, Bänke, Pflanzkübel und Informationstafeln zum Jean-Paul-Weg aufgestellt, um den bislang leeren Platz aufzuwerten. Die dauerhafte Neugestaltung der Nordseite steht davon unabhängig noch aus.
Fordert die CSU/DU-Fraktion mehr Bäume für den Platz?
Ja, die Fraktion hat im Juni erneut einen Antrag auf die Neugestaltung des nördlichen Platzteils inklusive zusätzlicher Baumpflanzungen gestellt. Ein entsprechender Beschluss des Bauausschusses liegt bereits seit 2023 vor, umgesetzt wurde er bislang nicht.
Wann wird die Ludwigstraße saniert?
Einen konkreten Starttermin gibt es noch nicht. Aktuell wird ein Vorentwurf erarbeitet, der anschließend im Stadtrat beraten werden muss, bevor über Umsetzung und Finanzierung entschieden werden kann.
Was ist mit der Friedrichstraße?
Sie soll erst nach der Ludwigstraße saniert werden. Eine gleichzeitige Umsetzung beider Straßen schließt die Stadt aus finanziellen und personellen Gründen aus.












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