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Bayreuth pflastert ab: Stadt hat noch Geld für Entsiegelung
Wer in Bayreuth Flächen entsiegelt oder mehr Grün schafft, kann dafür einen Zuschuss von der Stadt bekommen. Für 2026 ist noch Geld im Fördertopf – und auch beim Wettbewerb „Bayreuth pflastert ab“ können Flächen noch bis Ende Oktober gemeldet werden.
Wer in Bayreuth versiegelte Flächen in Grünflächen umwandeln möchte, kann dafür einen Zuschuss von der Stadt bekommen. Über das Förderprogramm „Blau-Grünes Bayreuth“ werden seit Mai Entsiegelungen, Dach- und Fassadenbegrünungen, Baumpflanzungen sowie Zisternen gefördert. Die Stadt übernimmt bis zu 50 Prozent der Kosten.
Für 2026 sind nach Angaben der Stadt noch Mittel für etwa drei bis vier Projekte vorhanden. Die Vergabe erfolgt nach dem Datum des Antragseingangs. Das Angebot richtet sich an Privatpersonen, Vereine, Gemeinden und Unternehmen. Nach der Förderzusage bleibt ein Jahr Zeit, um das Vorhaben umzusetzen.
Informationen zum Förderprogramm und das Antragsformular gibt es auf der Website der Stadt Bayreuth unter www.bayreuth.de/blau-gruen.
Entsiegelte Flächen bis Ende Oktober melden
Auch beim Wettbewerb „Bayreuth pflastert ab“ können Bürger, Vereine und Unternehmen noch mitmachen. Bis zum 31. Oktober 2026 lassen sich unter www.abpflastern.de Flächen melden, die seit November 2025 im Bayreuther Stadtgebiet entsiegelt wurden. Dabei zählen sowohl kleine private Flächen als auch größere Projekte.
Artikel vom 18. Mai 2026
Wer Boden mit Beton, Asphalt oder Pflaster überzieht, nimmt der Natur wichtige Flächen weg. Regenwasser kann nicht versickern, kein Grundwasser wird gebildet, keine kühlende Verdunstung entsteht. Tiere, Insekten, Pflanzen und Pilze verlieren ihren Lebensraum.
Auf unversiegeltem Boden hingegen können Bäume wachsen, die Schatten spenden. Das gespeicherte Wasser verdunstet an heißen Tagen und kühlt die Luft. Genau das braucht Bayreuth, besonders in stark betroffenen Stadtteilen wie St. Georgen und Burg.
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„Bayreuth pflastert ab 2026″ – der Wettbewerb startet mit Auftaktveranstaltung
Die Bayreuther Initiative „Amt für Umsetzung“ von Stephan Heinrich und Ulf Boderius greift den bundesweiten Wettbewerb „Abpflastern“ auf. Entwickelt wurde er von Studierenden der Koblenzer Hochschule für Gesellschaftsgestaltung unter Prof. Dr. Daniela Gottschlich und Prof. Dr. Lars Hochmann. Städte und Gemeinden treten dabei freundschaftlich gegeneinander an. Wer bis zum 31. Oktober 2026 die größte Fläche entsiegelt, gewinnt eine kleine Anerkennung, vor allem aber ein besseres, zukunftsfähiges Stadtklima.
Wie Entsiegelung in der Praxis funktioniert
Der Verein „Wundersam anders“ zeigt bei der Veranstaltung ein konkretes Projekt aus St. Georgen. Auf Privatgrund entstand dort in einer der heißesten Straßen des Stadtteils ein schattiger Rückzugsort für alle. Die Stadt Bayreuth unterstützte das Vorhaben mit einer Regenbank und Beratung zur Baumpflanzung. So können Unternehmen ebenso wie Privatpersonen ihre Flächen selbst in die Hand nehmen und umgestalten.
Mitmachen: So funktioniert die Teilnahme
Das „Amt für Umsetzung“ berät Interessierte, wie sie ihre eigene Fläche am besten entsiegeln, was dabei zu beachten ist und wie sie ihren Beitrag ins Bayreuther Ranking eintragen. Gefragt sind Privatpersonen genauso wie Unternehmen.
„Der Herzschlag des Projekts sind die Menschen und Unternehmen, die selbst aktiv werden – mit Spaten, Ideen und dem Willen, etwas zu verändern“, betont die Initiative.
Teil einer größeren Strategie
„Bayreuth pflastert ab“ ist Teil der Veranstaltungsreihe „Ordentlich schlampig – Lebensraum für Tiere und Pflanzen“ des Regionalmanagements von Stadt und Landkreis Bayreuth. Parallel arbeitet das Stadtgartenamt an weiteren Entsiegelungsmaßnahmen, zum Beispiel im Landschaftspark Tappertaue. Auch eine umfassende Hitzeanpassungsstrategie für St. Georgen und Burg wurde bereits erarbeitet, gefördert vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und Heimat.
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„Je mehr Privatleute und Unternehmen als Flächenverantwortliche beim Entsiegeln mitziehen, desto größer die Wirkung auf Wasserhaushalt und Stadtklima.“












Zebrastreifen auf der Straße. Symbolbild: © Pixabay
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