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Tourismus & Bier

Bierland Oberfranken und Frankentourismus rücken näher zusammen

Bierland Oberfranken stellt die Weichen für 2026: Der Verein beschließt eine enge Kooperation mit dem Tourismusverband Franken und will mit mehr Social-Media-Präsenz die Sichtbarkeit regionaler Brauereien erhöhen.

Weichenstellung für das Bierjahr 2026

Der Verein Bierland Oberfranken setzt im kommenden Jahr verstärkt auf Zusammenarbeit und digitale Reichweite. Bei der Mitgliederversammlung im Bamberger Brauereigasthof Greifenklau beschlossen die Mitglieder einstimmig eine enge Kooperation mit dem Tourismusverband Franken. Gleichzeitig sollen die Aktivitäten in den sozialen Medien weiter ausgebaut werden.

Bierkultur als wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region

Oberfrankens Regierungspräsident Florian Luderschmid hob in seiner Rede die besondere Rolle der Brauwirtschaft für die Region hervor. Die Brauereilandschaft sei geprägt von familiengeführten Betrieben und einer langen Tradition. Messeauftritte wie auf der Grünen Woche in Berlin oder internationale Präsentationen hätten die Bekanntheit des regionalen Biers weiter gestärkt.

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Hohe Brauereidichte zwischen Main und Fichtelgebirge

Die Vereinsvorsitzende Gisela Meinel aus Hof zog eine Bilanz des vergangenen Jahres. Bierland Oberfranken zählt aktuell 429 Mitglieder, darunter nahezu alle rund 300 fränkischen Brauereien. Mit über 160 Betrieben verfügt Oberfranken über die höchste Brauereidichte, gefolgt von Mittel- und Unterfranken. Allerdings ist insgesamt die Zahl der Betriebe im Vergleich zu 2024 um rund vier Prozent gesunken.

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Digitale Sichtbarkeit für heimisches Brauhandwerk

Zur Unterstützung der Mitgliedsbetriebe setzte der Verein zuletzt verstärkt auf digitale Angebote. Dazu gehörten Workshops zur Nutzung sozialer Medien sowie kostenfreies Bildmaterial aus der Braugersten-Aussaat und -Ernte. Im Frühjahr 2025 wurde gemeinsam mit Oberfranken Offensiv und TV Oberfranken eine Imagekampagne für das regionale Brauerhandwerk umgesetzt.

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Genussdatenbank bündelt regionale Angebote

Ein zentrales Vorhaben bleibt die „Genussdatenbank für Oberfranken“. Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbrauchern einen unkomplizierten Zugang zu regionalen Erzeugern, Verarbeitern und gastronomischen Angeboten zu ermöglichen. Gefördert wird das Projekt unter anderem vom bayerischen Heimatministerium, der Oberfrankenstiftung sowie allen neun oberfränkischen Landkreisen.

Gemeinsame Vermarktung mit dem Tourismusverband

Im Rahmen der beschlossenen Kooperation sollen die umfangreichen Inhalte von Bierland Oberfranken künftig stärker in die Arbeit des Tourismusverbandes Franken eingebunden werden. Dazu zählen rund 300 Brauereiporträts, mehr als 50 Brauereitouren sowie Informationen zu etwa 600 Gasthöfen und Biergärten. Ziel ist es, die Sichtbarkeit der Betriebe zu erhöhen und den Tourismus weiter zu stärken.

Blick über die Region hinaus

Auch der internationale Austausch war Thema der Versammlung. Nach einem Besuch oberfränkischer Brauer in Belgien sind für das Jahr 2026 Gegenbesuche geplant. Finanzielle Beschlüsse, darunter eine Rücklage für das Projekt Genussdatenbank, fassten die Mitglieder einstimmig.