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Nahversorgung & Lebensmittel

Tante M am Bindlacher Berg eröffnet – Einkaufen rund um die Uhr

Am Bindlacher Berg hat am Freitag der neue „Tante M“-Markt eröffnet. Der Nahversorger bietet auf 83 Quadratmetern ein Sortiment mit rund 1.000 Artikel – täglich von 5 bis 23 Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen.

Am 5. September hat der Laden eröffnet. © Moritz Kammerer
Am 5. September wird dieser Raum ganz anders aussehen: Immanuel Hüfner und Katharina Potzel eröffnen einen smarten Laden im Tante-M-Franchise, um die Nahversorgung am Bindlacher Berg zu sichern. © Michael Christensen
Und so bei der Eröffnung. © Moritz Kammerer
Das Sortiment im Laden. © Moritz Kammerer
Auch mehrere Kühlregalen und eine Tiefkühlung gibt es. © Moritz Kammerer
Bezahlt wird bargeldlos mit Kunden- oder EC-Karte. © Moritz Kammerer
Am 5. September hat der Laden eröffnet. © Moritz Kammerer
Am 5. September wird dieser Raum ganz anders aussehen: Immanuel Hüfner und Katharina Potzel eröffnen einen smarten Laden im Tante-M-Franchise, um die Nahversorgung am Bindlacher Berg zu sichern. © Michael Christensen
Und so bei der Eröffnung. © Moritz Kammerer
Das Sortiment im Laden. © Moritz Kammerer
Auch mehrere Kühlregalen und eine Tiefkühlung gibt es. © Moritz Kammerer
Bezahlt wird bargeldlos mit Kunden- oder EC-Karte. © Moritz Kammerer
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Der 5. September ist da: Am Freitagnachmittag haben Katharina Potzel und ihr Partner Immanuel Hüfner ihren „Tante M“-Markt am Bindlacher Berg eröffnet. Auf 83 Quadratmetern bekommen die Anwohnerinnen und Anwohner damit einen Nahversorger der neuen Generation – überwiegend ohne Personal, dafür an sieben Tagen in der Woche von 5 bis 23 Uhr geöffnet.

Zur Eröffnung luden die Betreiber die Nachbarschaft zu einer kleinen Feier ein. „Viele hier haben lange auf eine Nahversorgung gewartet“, sagt Katharina Potzel. Umso schöner, dass heute gemeinsam gefeiert werden konnte.

Sortiment: Regional, frisch und flexibel

Der Laden ist kein klassischer Supermarkt, sondern ein flexibler Nahversorger, der sich an die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden anpasst. Das Sortiment wird laufend erweitert und verändert.

Über die Kasse oder ganz analog über die sogenannte Wunschzettelbox an der Kasse werden die Kaufverhältnisse und Wünsche der Kundinnen und Kunden gesammelt. Dies dient als Grundlage für eine maßgeschneiderte Nahversorgung.

„Deshalb ist die Information auch für uns so wichtig“, so Katharina. „Wir wollen das anbieten, was die Anwohner tatsächlich von einer Nahversorgung brauchen.“

Am Anfang steht also eine breite Auswahl, ein Versuch, die Grundbedürfnisse zu decken. Danach wird das Angebot nach und nach angepasst.

Geplantes Sortiment im Überblick

Regional bezogen:

  • Fleisch vom Metzger
  • Frische Backwaren (in Planung auch belegte Brote)
  • Obst & Gemüse
  • Milchprodukte
  • Eier

Vom Großhandel:

  • Drogerieartikel
  • Haushaltsartikel
  • Konserven
  • Tiefkühlkost
  • Backzutaten
  • Snacks
  • Getränke

Besonderheiten:

  • Alkohol wird verkauft, jedoch in einem gesicherten Kühlschrank mit Alterskontrolle
  • Keine Tabakwaren
  • Kaffeemaschine für „Kaffee-to-go“
  • Saisonale Anpassungen, z.B. mehr Butter zu Weihnachten, Grillkohle im Sommer
  • Bio-Produkte im Sortiment

„Es ist also ein Vollsortiment mit über 1000 Artikeln“, erklärt die Betreiberin.

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Zugang & Bezahlen: Kundenkarte statt Bargeld

Der Laden ist vollständig digitalisiert und arbeitet bargeldlos. Der Zugang erfolgt ausschließlich per Kundenkarte, die gleichzeitig als Zahlungsmittel dient. Bezahlen kann man entweder mit EC- oder Kreditkarte oder über die aufladbare Kundenkarte, die sich jederzeit wieder aufladen oder bei Bedarf sperren lässt. So haben beispielsweise Eltern die Möglichkeit, ihren Kindern die Karte mitzugeben, damit diese auch sonntags Brötchen holen können – ganz ohne Bargeld.

Immanuel betont dazu: „Ohne Personal sind wir marktfähig in dieser Größe.“ Das bedeutet, die Preise können mit denen anderer Supermärkte mithalten, allerdings wird es durch den Verzicht auf Personal nicht automatisch günstiger – vor allem wegen der kleinen Ladenfläche.

Service & Sicherheit: Betreuung vor Ort und Videoüberwachung

Geplant sind zwei Tage pro Woche mit sogenannten „Servicezeiten“, zum Beispiel mittwochs von 9 bis 11 Uhr. Diese müssen jedoch noch genauer festgelegt werden. Während dieser Zeiten sind Mitarbeiter vor Ort, die für Reinigung, Auffüllen der Waren und Kundenservice zuständig sind.

Zusätzlich gibt es eine Hotline von Tante-M, über die Probleme mit der Technik oder im Geschäft auch außerhalb der Servicezeiten gemeldet werden können.

Zum Schutz vor Diebstahl ist der Laden videoüberwacht. Den Betreibern ist dabei vor allem das Vertrauen in die Ehrlichkeit der Kundschaft wichtig.

Katharina und Immanuel berichten, wie die Idee entstand:

„Wir wohnen selbst in einer ländlichen Gegend und haben gesehen, wie Nahversorger verschwinden. Die Gemeinden werden dünner, die Städte voller. Da wollten wir etwas tun, um die Nahversorgung zu sichern.“

Der Wendepunkt kam, als sie ein Plakat für Tante-M am Bindlacher Berg entdeckten. „Da sind wir quasi auf das Plakat gestoßen“, erzählt Immanuel. „Zwei Wochen später haben wir einfach mal angefragt.“ Die Antwort war positiv, und sie wurden Teil des Tante-M-Netzwerks.

„Tante-M betreibt die meisten dieser Läden. Sie wissen, was sie tun, haben den Standard gesetzt und hier vor Ort genau geprüft, wie die Lage, die Leute und die Räume sind.“

Die Gemeinde Bindlacher Berg hatte schon vor drei Jahren eine Befragung durchgeführt, die ebenfalls sehr positiv für eine solche Nahversorgungslösung ausfiel, doch damals war das Projekt noch nicht realisiert worden, so der neue Betreiber.

„Jetzt ergreifen wir die Chance und versuchen, den Laden hier zu verwirklichen“, fasst Katharina zusammen.