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Blitzermarathon 2026 – Polizei zieht Bilanz
Am 15. April fand der bayernweite Blitzmarathon statt. Auch in Bayreuth wurde 24 Stunden lang verstärkt kontrolliert. Jetzt veröffentlicht die Polizei ihre Ergebnisse.

24 Stunden verstärkte Kontrollen in Bayreuth und Umgebung
Am 15. April 2026 stand der Straßenverkehr auch in Bayreuth im Zeichen verstärkter Geschwindigkeitskontrollen. Beim bayernweiten Blitzermarathon wurden innerhalb von 24 Stunden zahlreiche Messstellen eingerichtet, an denen Polizei und kommunale Verkehrsüberwachung Temposünder kontrollierten.
Europaweite Verkehrssicherheitsaktion
Die Maßnahme ist Teil des europaweit koordinierten „Speedmarathons“, an dem sich neben Bayern auch weitere Bundesländer und zahlreiche Länder beteiligen.
Unfallschwerpunkt Landstraße
Ein Schwerpunkt der Kontrollen lag auf Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften. Dort ereignen sich überdurchschnittlich viele schwere Verkehrsunfälle, weshalb die Überwachung gezielt verstärkt wird.
Abschreckung und Sensibilisierung
Mit der Aktion sollen Verkehrsteilnehmer für die Risiken überhöhter Geschwindigkeit sensibilisiert werden. Ziel ist es, Raser abzuschrecken und die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen.
Innenministerium betont Bedeutung der Maßnahme
Aus Sicht des Innenministeriums ist die Geschwindigkeit ein entscheidender Faktor bei schweren Unfällen. Der Blitzmarathon soll daher nicht nur kontrollieren, sondern auch das Bewusstsein für verantwortungsvolles Fahren schärfen. Ebenfalls können auf der Webpage des Innenministeriums alle Messtellen abgerufen werden.
Präsidium nennt Zahlen
Das Polizeipräsidium Oberfranken teilt nun die Ergebnisse der verstärkten Verkehrskontrollen mit. In ganz Oberfranken waren insgesamt 127 Beamtinnen und Beamte an 66 Messstellen im Einsatz.
Von über 25.600 kontrollierten Fahrzeugen, mussten 436 wegen Übertretung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit beanstandet werden. Im Vergleich dazu, wurden beim Blitzermarathon 2025 fast 200 Übertretungen mehr verzeichnet.
Spitzenwert bei Wöllbattendorf
Die maximale Übertretung in ganz Oberfranken hatte Ford Fiesta auf der B15 zu verzeichnen. Nahe des Hofer Ortsteils Wöllbattendorf erreichte das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 127 km/h, bei erlaubten 80 km/h. Die Folgen sind ein Bußgeld von 320 Euro, zwei Punkte und ein Fahrverbot von einem Monat.
Darüber hinaus registrierten die Einsatzkräfte 90 anders gearteter Verstöße wie Fahrzeugmängel oder Handy– und Gurtverstöße.
Bilanz aus den Mittelzentren
Die Gesamtzahl von 436 Verstößen verteilt sich wie folgt auf die vier Oberfränkischen Mittelzentren:
Bereich Bamberg (Stadt und Landkreis Bamberg, Landkreis Forchheim): 129
Bereich Bayreuth (Stadt und Landkreis Bayreuth, Landkreis Kulmbach): 93
Bereich Coburg (Stadt und Landkreis Coburg, Landkreis Kronach sowie Lichtenfels): 122
Bereich Hof (Stadt und Landkreis Hof, Landkreis Wunsiedel): 92
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Problemfeld Geschwindigkeit
Ziel des Bayerischen Blitzmarathons war es auch in diesem Jahr, auf die Risiken überhöhter Geschwindigkeit im Straßenverkehr aufmerksam zu machen und deren mögliche Folgen stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken.
Im vergangenen Jahr wurden auf Oberfrankens Straßen insgesamt 1.421 Unfälle registriert, bei denen überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit eine Rolle spielte. Damit blieb die Zahl im Vergleich zum Vorjahr (1.374) nahezu unverändert.
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Überhöhte Geschwindigkeit zählt weiterhin zu den Hauptursachen für schwere und tödliche Verkehrsunfälle. Von den insgesamt 37 Verkehrstoten kamen acht infolge eines solchen Unfalls ums Leben. Zudem wurden 857 Menschen verletzt (2024: 803).
Grundsätzlich gilt: Mit steigender Geschwindigkeit nimmt auch die Schwere möglicher Unfallfolgen zu. Vor diesem Hintergrund stellt die Kontrolle der geltenden Höchstgeschwindigkeiten eine zentrale Maßnahme dar, um die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle sowie insbesondere die Zahl der Verletzten und Getöteten im Straßenverkehr zu reduzieren.











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