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Reifenbrand, gestrandete Taube, Brandgeruch: Bayreuther Feuerwehr im Dauereinsatz
Ein brennender Reifen auf der Autobahn, eine Taube in Not im siebten Stock und Brandgeruch am Waldrand: Am Donnerstagabend, 13. August 2026, hat Bayreuth binnen 25 Minuten gleich drei völlig unterschiedliche Einsätze erlebt. Zwischen 19:14 Uhr und 19:39 Uhr gingen nacheinander drei Meldungen bei der Integrierten Leitstelle Bayreuth-Kulmbach ein – auf der A9, in der Neuen Heimat und am Oschenberg.
Reifen brennt an Lkw-Auflieger auf der A9
Den Anfang machte um 19:14 Uhr eine Meldung von der A9 in Richtung Berlin: Zwischen den Anschlussstellen Bayreuth-Süd und Bayreuth-Nord solle ein Lastwagen rauchen. Vor Ort zeigte sich die Lage entschärft, aber real: Am hinteren Bereich des Aufliegers brannte tatsächlich ein Reifen. Der Fahrer war zu diesem Zeitpunkt bereits gestoppt, ein Übergreifen des Feuers auf weitere Fahrzeugteile blieb aus. Nach rund einer Stunde war die Stelle abgearbeitet, die Autobahn zu keinem Zeitpunkt komplett gesperrt.
Reifenbrände an Lastwagen sind auf der A9 bei Bayreuth kein Einzelfall – erst im Juni geriet auf Höhe Bindlacher Berg ein Lkw während der Fahrt in Brand, mutmaßlich wegen eines Bremsdefekts.
Taube steckt im siebten Stock in einem Gitter fest
Nur rund 20 Minuten später, um 19:35 Uhr, drehte sich der zweite Einsatz um ein deutlich kleineres Lebewesen: Im Stadtteil Neue Heimat hatte sich eine Taube in einem Gitter im siebten Obergeschoss eines Wohnhauses verfangen und kam allein nicht mehr frei. Anwohner hatten das Tier bemerkt und Alarm geschlagen. Aus der Höhe befreit, zeigte die Taube keine erkennbaren Verletzungen und flog kurz darauf selbstständig davon.
Brandgeruch am Oschenberg löst großflächige Suche aus
Vier Minuten nach der Tauben-Rettung, um 19:39 Uhr, kam die dritte Meldung des Abends herein: Anwohner am Oschenberg meldeten Brandgeruch. Vor Ort bestätigte sich das zunächst nicht – trotzdem wurde das Gelände großflächig mit Wärmebildkameras abgesucht. Rund 45 Minuten dauerte die Kontrolle, ehe klar war: keine erhitzte Vegetation, kein Rauch, weder im gemeldeten Bereich noch in der weiteren Umgebung.
Der Oschenberg ist in diesem Sommer kein unbeschriebenes Blatt: Erst Anfang August hatte dort ein Glutnest für einen stundenlangen Einsatz gesorgt, das damals erst per Drohne mit Wärmebildkamera aufgespürt wurde.
Und: In Fichtelberg hat gestern der Brand einer Hecke die Feuerwehr auf Trab gehalten.
Warum die Nervosität gerade jetzt so hoch ist
Dass am Oschenberg trotz Fehlalarm so gründlich gesucht wurde, hat einen Grund: Oberfranken steckt mitten in einer langen Trockenphase. Erst am Wochenende zuvor hatte die Regierung von Oberfranken wegen anhaltender Trockenheit erneut Luftbeobachtungsflüge angeordnet, um Waldbrände frühzeitig zu erkennen.
Die angespannte Lage hatte zuletzt sogar Auswirkungen auf den Übungsbetrieb der Feuerwehr: Wegen der vielen echten Vegetationsbrände in der Region und der knappen Löschwasser-Reserven wurde eine geplante Übung im Landkreis Bayreuth kurzerhand abgesagt.
Häufige Fragen
Was ist am 13. August 2026 in Bayreuth passiert?
Innerhalb von 25 Minuten gab es drei Feuerwehreinsätze im Stadtgebiet: ein brennender Reifen an einem Lkw auf der A9, eine in einem Gitter feststeckende Taube in der Neuen Heimat und gemeldeter, aber nicht bestätigter Brandgeruch am Oschenberg.
Musste die A9 wegen des Lkw-Brands gesperrt werden?
Nein. Der Reifenbrand am Auflieger blieb lokal begrenzt, eine vollständige Sperrung der Autobahn war nicht nötig.
Wurde die Taube in der Neuen Heimat verletzt?
Nach der Befreiung aus dem Gitter im siebten Obergeschoss zeigte das Tier keine erkennbaren Auffälligkeiten und flog selbstständig weg.
Gab es tatsächlich ein Feuer am Oschenberg?
Nein. Trotz gemeldetem Brandgeruch fand die großflächige Suche mit Wärmebildkameras keine erhitzte Vegetation oder Rauchentwicklung.
Warum wird aktuell so intensiv nach Bränden gesucht?
Die anhaltende Trockenheit in Oberfranken erhöht derzeit die Waldbrandgefahr deutlich, weshalb selbst unbestätigte Meldungen wie am Oschenberg sehr genau kontrolliert werden.












Schild zur Kerwa Arschlochhausen in Altenplos ©bt-Redaktion
Nach Angaben der Polizei brennt bereits ein halber Hektar Wald, und die Fläche wächst weiter. © NEWS5 | Ferdinand Merzbach