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Corona-Demo

Corona-Demos in Bayreuth: über 1.500 Teilnehmer – Kinderimpfungen „das größte Verbrechen, das es je gegeben hat“

Nachdem ihnen die Route abgeluchst wurde, trafen sich in Bayreuth zirka 1.500 Personen zu einer Demo gegen die Corona-Regeln – diesmal an neuer Stelle. Parallel dazu fand eine Gegendemo statt.

Am heutigen Montag, 17. Januar 2022, fanden sich in Bayreuth wieder zahlreiche Menschen zu einer Demonstration gegen die in Deutschland vorherrschenden Corona-Maßnahmen ein. Dieses Mal jedoch startete die Demo am Neptunbrunnen.

Am Opernhaus, das in den vergangenen Wochen den Corona-Kritikern als Treffpunkt gedient hatte, versammelte sich heute die Gegenbewegung unter dem Motto „Mitdenken statt Querdenken: Für Impfungen, Fakten und gegen Rechts“.

Corona-Demo in Bayreuth

Um 19 Uhr trafen sich laut Benjamin Böhm, Einsatzleiter des Polizeieinsatzes, der die beiden Demonstrationen absicherte, etwa 1.500 Corona-Kritiker an ihrem neuen Versammlungsplatz, dem Neptunbrunnen in der Bayreuther Fußgängerzone. Bereits vor zwei Wochen war das bt bei einer Corona-Demo in Bayreuth vor Ort.

Zu Beginn der Demo begrüßten die Veranstalter unter anderem die Polizei, die „auch von der Impfpflicht bedroht sind“, und ganz besonders die Kinder. Denn diese litten unter den Maßnahmen und man sollte sie für diese beenden, so die Veranstalter.

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Große Kritik an Impfpflicht und Medien

In der Ansprache kritisierte eine Sprecherin der Demonstration die Corona-Impfung dafür, da sie nicht für eine Herdenimmunität ausreiche und nicht helfe. Außerdem sei sie nicht vollkommen risikolos. Die Corona-Impfung von Kindern sei das „größte Verbrechen, das es je gegeben hat“ und man solle wegen des Rechts auf körperliche Unversehrtheit das experimentelle Impfen einstellen.

In diesem Zuge sei es an der Zeit, den Panikmodus zu durchbrechen und Corona zu bekämpfen, ohne die Gesellschaft weiter zu spalten. Auch große Medienkonzerne tragen durch ihre Berichterstattung zu dieser Spaltung bei, so die Sprecherin. Nach der Ansprache marschierten die Demonstranten über die Untere Maxstraße, das Pauschenberglein, den Hohenzollernring, den Luitpoldplatz, die Kanalstraße und die Schulstraße zurück zum Neptunbrunnen.

Gegendemo in Bayreuth abgesagt: Ab 31. Januar 2022 wird nicht mehr vor dem Markgräflichen Opernhaus demonstriert. Archivbild: Michael Kind

Gegendemo „Mitdenken statt Querdenken“

Einige Hundert Meter weiter, vor dem Opernhaus, fand eine Gegendemonstration unter dem Motto „Mitdenken statt Querdenken“. Nach Angaben der Polizei befanden sich hier etwa 120 Personen vor Ort. In einer Ansprache forderte die Gegendemo diejenigen, die von „Merkel-Diktatur“ sprechen, dazu auf, bei ihrer Urgroßmutter nachzufragen, was wirklich eine Diktatur ist – „vorausgesetzt, ihr habt sie noch nicht umgebracht, weil ihr Corona eingeschleppt hab“, sagte ein Sprecher.

Laut Einsatzleiter Benjamin Böhm sei, wie schon vor zwei Wochen, das Konzept, die beiden Demonstrationen zu trennen, voll und ganz aufgegangen. Es habe keine Vorkommnisse gegeben, die über gewöhnliche Provokationen hinausgingen, und die Demos seien insgesamt ruhig verlaufen.