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Coronavirus

Wieder Corona-Lockdown im Herbst? Virologe aus Franken: „2G und 3G wieder denkbar“

Ein fränkischer Virologe äußert sich in einem Interview zum weiteren Verlauf von Corona im Herbst. Ist wieder mit einem Lockdown zu rechnen?

Die Corona-Lage ist trotz hoher Inzidenzen „im Griff“ – zumindest wird das angesichts der Lage im Gesundheitssystem behauptet.

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Dennoch stellt sich immer wieder die Frage: Wie geht es weiter? Haben wir im Herbst wieder die gleichen Probleme? Kommt es aufgrund einer neuen Mutante zu einem erneuten Lockdown? Der Erlanger Virologe und Stiko-Mitglied Klaus Überla gibt bei nordbayern.de Auskunft.

Corona im Herbst

Wie gefährlich Corona im Herbst wird, sei ein „Blick in die Glaskugel“, sagt Überla bei nordbayern, der Direktor am Virologischen Institut am Erlanger Uni-Klinikum ist. Es sei „sehr wahrscheinlich“, dass im Spätsommer oder im Herbst eine neue Mutante auftreten werde. Es könne allerdings niemand prognostizieren, denn das sei „viel Zufall“.

Auch wenn Bayern diese Woche den Katastrophenfall für beendet erklärt hat, ist die Pandemie noch nicht vorbei. Viele Experten befürchten Probleme im Herbst. Aktuell gibt es jedoch kaum noch Einschränkungen. Die Maskenpflicht besteht nur noch im Öffentlichen Personennahverkehr und in vulnerablen Einrichtungen. Zum 1. Mai wurden die Corona-Regeln in Bayern, die am 3. April eingeführt wurden, verlängert – mit ein paar kleinen Änderungen.




Man sollte auf alles vorbereitet sein

Überla rät aufgrund dieser Ungewissheit der Bayerischen Regierung und der Bundesregierung, für jedes Szenario gewappnet zu sein: „Wenn eine gefährlichere Variante auftritt, brauchen wir die Möglichkeit, den Notschalter zu drücken“, wird der Virologe von nordbayern zitiert. Nicht nur strengere Maßnahmen, auch die Rückkehr der Zugangsbeschränkungen 2G und 3G wären dann wieder denkbar.

Vor allem aber brauche man ein kluges Testsystem, denn: „Wenn eine neue Variante auftritt, müssen wir erst einmal herausfinden, mit was wir es denn zu tun haben.“