Coronavirus

Corona-Testpflicht: Tschechien zum Risikogebiet erklärt – zahlreiche Menschen warten in der Kälte

Für Pendler und Grenzgänger zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik gelten seit Sonntag (24.1.2021) um 0 Uhr strengere Regeln. Die Bundesregierung hat das Nachbarland als Risikogebiet eingestuft.

Die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut (RKI) haben die Tschechische Republik als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Es gibt mittlerweile drei Kategorien von Risikogebieten. Diese Regeln gelten nun für Pendler und Grenzgänger.

Meldung vom 24.1.2021: Corona-Teststationen an der Grenze zu Tschechien: Menschen warten in der Kälte

Tschechien gilt als Risikogebiet. Deshalb sind für Grenzpendler neue Regeln in Kraft: Eine Testpflicht wurde eingeführt. Fortan müssen Menschen vor der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden alt sein.

Berufspendler müssen sich also künftig jeden zweiten Tag testen lassen, um jeweils einen negativen Test vorweisen zu können. Demnach kommt es bereits heute (Sonntag, 24, Januar 2021) zu einem hohen Andrang auf die Teststationen.

Am Grenzübergang bei Schirnding (Landkreis Wunsiedel) sind unzählige Menschen vor Ort, um sich testen zu lassen. Sie müssen in der Kälte am Grenzübergang warten. Nach Augenzeugenberichten sollen bereits am Morgen mehrere hundert Menschen vor Ort gewesen sein. Feuerwehr und Polizei sind ebenfalls zugegen und verteilen warme Getränke an die Menschen.

Meldung vom 23.1.2021: Tschechien ist Hochinzidenzgebiet – Diese Regeln gelten für Pendler

Ab Sonntag, 24. Januar 2021, um 0 Uhr benötigen Grenzpendler und Grenzgänger, die mindestens einmal wöchentlich von Tschechien nach Deutschland pendeln, bei der Einreise einen negativen Corona-Test. Diesen negativen Testnachweis müssen sie dann in Papierform oder als digitales Dokument mit sich führen.

Zudem darf die dem ärztlichen Zeugnis oder Testergebnis zugrundeliegende Abstrichnahme höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein. Außerdem ist es möglich, direkt bei Einreise einen Antigen Schnelltest am Grenzübergang Schirnding durchführen zu lassen.

Bereits jetzt mehr Testungen an Teststelle

An der Teststelle in Schirnding ist das Interesse an Testungen bereits jetzt spürbar größer. Landrat Peter Berek hat sich persönlich bereits am morgen vor Ort umgesehen. „Es waren bereits heute morgen viele Grenzgänger nach Schirnding gekommen, um sich testen zu lassen. Wir hatten schon im Laufe der Woche Kapazitäten und Personal dort schrittweise aufgestockt und zusätzliche Schnelltests geliefert. Wir und unser Dienstleister 21dx sind gut vorbereitet. Dennoch kann es morgen früh in den Hauptzeiten, in denen die Grenzgänger unterwegs sind, zu kurzen Wartezeiten kommen. Dafür bitten wir um Verständnis“, sagt Berek.

Testergebnis muss unaufgefordert übermittelt werden

Das Testergebniss ist dem Landratsamt Wunsiedel i. Fichtelgebirge, vorrangig per Upload oder auch per Email an corona-einreise@landkreis-wunsiedel.de innerhalb von 24 Stunden nach Einreise, unaufgefordert zu übermitteln.

Den Grenzgängern und Grenzpendlern steht im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge die Corona-Teststelle am Grenzübergang Schirnding (Egerstr. 65, 95706 Schirnding) zur Verfügung.

Sie ist wie folgt erreichbar:
• Montag – Freitag von 6 Uhr bis 19 Uhr
• Samstag, Sonntag und Feiertag von 8 Uhr bis 14 Uhr

Registrierung:
– vorab von zu Hause über folgenden Link: https://covidtestbayern.sampletracker.eu/
– direkt am Testzentrum über QR-Codes
– für Personen ohne Smartphone werden die Daten vor Ort eingegeben
Als Testnachweis ist neben dem PCR-Test auch der Antigen-Schnelltest anerkannt.

Dokumente griffbereit haben

Im Sinne eines zügigen und reibungslosen Ablaufs an der Teststelle Schirnding, bitten wir die tschechischen Arbeitnehmer darum, die Arbeitgeberbescheinigung für Grenzgänger griffbereit zu haben. Für Testungen am Grenzübergang Schirnding ist keine vorherige Terminvereinbarung möglich. Es fallen auch weiterhin keine Kosten an.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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