Politik

„Corona wird uns noch Jahre beschäftigen“: Ebersberger gibt Ausblick für die Stadt Bayreuth

Corona in Bayreuth im Jahr 2020: Am Mittwochmorgen (13.1.2021) hat Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberger in seinem Jahrespressegespräch außerdem einen Ausblick auf die Zukunft der Stadt gegeben. 

Zukunftsaussichten für die Stadt Bayreuth im Jahr 2021: In seinem Jahrespressegespräch am Mittwochmorgen (13.1.2021) hat Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) zunächst auf das vergangene Jahr 2020 zurückgeblickt. Gerade die Corona-Pandemie werde die Stadt noch Jahre beschäftigen. Am 13. Januar 2021 wurden 100 Neuinfektionen an nur einem Tag gemeldet.

Corona in Bayreuth: „Wir könnten wesentlich mehr Menschen impfen“

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr 2020 ging der Oberbürgermeister insbesondere auch auf die Leistungen der Stadt in der Corona-Pandemie ein. Die Testzentren der Stadt aber auch Landkreis seien hervorragend betrieben worden. Ausgelegt auf 400 Probenabnahmen pro Tag seien teilweise bis zu 800 Menschen getestet worden. „Wir haben immer noch Kapazitäten frei.“

Bei den Impfzentren sehe es ähnlich aus. „Wir könnten wesentlich mehr impfen, wenn der Impfstoff da wäre“, sagt Ebersberger. Zur Impflicht-Diskussion sagt der Oberbürgermeister, dass die erst sinnvoll sei, wenn jeder, der geimpft werden will, auch geimpft ist.

Allgemein sehe er es als Verantwortung jedes einzelnen gegenüber der Gesellschaft sich impfen zu lassen und nicht Trittbrettfahrer auf dem Weg zur Herdenimmunität zu bleiben. Als Vorstandsmitglied der Klinikum Bayreuth GmbH sehe er das auch für das dortige Personal so: „Ich setze auf die Verantwortung.“

Das sieht Bayreuths Oberbürgermeister auf die Stadt 2021 zukommen

„Corona wird uns noch Jahre beschäftigen“, sagt Ebersberger am Mittwochmorgen (13.1.2021) im Jahrespressegespräch. Finanziell sei die Stadt derzeit gut aufgestellt, aber das dicke Ende komme erst nach 2021. So seien die Gewerbesteuereinnahmen unerwartet höher gewesen. „Es sind mehrere Millionen mehr, als erwartet.“ Zudem habe die Stadt vom Freistaat Bayern Kompensationszahlungen in Höhe von 9,3 Millionen Euro erhalten.

Demgegenüber stehen nach Ebersbergers Angaben: höhere Personalkosten, höhere Sozialleistungen, höhere Abgaben an den Bezirk. Das Problem verschiebe sich auf Jahre nach 2021, wenn die Gewerbesteuereinnahmen bedingt durch Corona schrumpfen werden.

Viele Bauprojekte seien bereits in den Haushalt eingestellt. Wo gespart werden kann, müsse im Einzelfall geprüft werden. „Ich versuche, nicht allzu viele Ausgaben zu streichen“, erklärt Ebersberger.

Bayreuther Tagblatt - Raphael Weiß

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Raphael Weiß