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Der Morgenländische Bau im Felsengarten Sanspareil ist nach vier Jahren saniert
Nach vier Jahren aufwendiger Restaurierung und rund zwei Millionen Euro Investition hat der Morgenländische Bau im Felsengarten Sanspareil wieder seine Türen geöffnet – mit neuer Dauerausstellung und frisch restauriertem Parkett.
Ein Juwel erstrahlt neu
Der Morgenländische Bau im Felsengarten Sanspareil ist nach vier Jahren aufwendiger Restaurierung wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Am 7. Mai 2026 feierten Vertreter der Bayerischen Schlösserverwaltung und der Politik die Wiedereröffnung des märchenhaft anmutenden Baudenkmals – mit einer neuen Dauerausstellung und BayernWLAN. Der Freistaat Bayern investierte für die Restaurierung des Morgenländischen Baus und des benachbarten „Schusterhauses“ insgesamt rund zwei Millionen Euro.
200 Quadratmeter Parkett und wertvolle Stuckaturen restauriert
Die Arbeiten seit 2022 waren umfangreich: Über 200 Quadratmeter Parkett wurden restauriert, wertvolle Stuckaturen behutsam geglättet, Konturen geschärft und Profile nachgezogen. Zahlreiche historische Exponate erhielten ebenfalls eine gründliche Auffrischung. Ergänzt wird das Angebot durch hochwertige Leihgaben verschiedener Institutionen, die die naturkundliche Sammlung des Markgrafen in ihrer ganzen Vielfalt wieder aufleben lassen.
Zwischen Orient und Rokoko
Der Morgenländische Bau wurde einst als ländliche Eremitage und idyllischer Rückzugsort der Bayreuther Markgrafen errichtet. Seinen Namen verdankt er dem ursprünglich orientalisch inspirierten Dach – das aus Witterungsgründen im 18. Jahrhundert durch das heutige ersetzt wurde. Das mit Glasflüssen und Tuffstein verzierte Äußere verströmt bis heute einen märchenhaft-rustikalen Charme. Im Inneren überrascht das Gebäude mit einem eleganten Kontrast: höfische Rokoko-Innenräume, die an die verfeinerte Welt der Markgrafen erinnern.
Sanspareil: Wo Erdgeschichte auf Gartenkunst trifft
Der Felsengarten Sanspareil ist kein gewöhnlicher Park. Vor über 150 Millionen Jahren entstand hier ein tropisches Riff – auf dessen verwitterten Felsen legten Markgraf Friedrich und Markgräfin Wilhelmine später einen Garten „ohnegleichen“ an. Erdgeschichte, Gartenkunst und Architektur verbinden sich an diesem Ort auf singuläre Weise. „Der Felsengarten Sanspareil ist ein einzigartiges Gesamtkunstwerk und Heimatjuwel in Oberfranken“, betonte Finanz- und Heimatstaatssekretär Martin Schöffel bei der Wiedereröffnung.
Residenztage machen Halt in Sanspareil
Passend zur Wiedereröffnung ist der Felsengarten in diesem Jahr Teil der Residenztage Bayreuth & Sanspareil 2026 unter dem Motto „Alles scheint Natur“. Vom 15. bis 17. Mai gibt es Führungen, Theater, Musik, Mitmachstationen und Expertenstationen – an Standorten wie dem Markgräflichen Opernhaus, dem Neuen Schloss mit Hofgarten sowie dem Felsengarten mit Burg Zwernitz. Den Abschluss bildet der Familiensonntag am 17. Mai mit einem bunten Programm für Groß und Klein. Karten sind an den Museumskassen sowie online unter www.bayreuth-wilhelmine.de erhältlich.
FAQ
Was ist der Morgenländische Bau?
Ein historisches Baudenkmal im Felsengarten Sanspareil, das einst als ländliche Eremitage der Bayreuther Markgrafen diente. Er verbindet ein orientalisch inspiriertes Äußeres mit eleganten Rokoko-Innenräumen.
Wie viel hat die Restaurierung gekostet?
Der Freistaat Bayern investierte rund zwei Millionen Euro in die Restaurierung des Morgenländischen Baus und des benachbarten Schusterhauses.
Was ist neu nach der Restaurierung?
Eine neue Dauerausstellung mit Leihgaben verschiedener Institutionen, ein neues Lichtkonzept sowie BayernWLAN. Außerdem wurden Parkett, Stuckaturen und historische Exponate umfassend restauriert.
Was sind die Residenztage?
Ein Kulturfestival vom 15. bis 17. Mai 2026 mit Veranstaltungen im Markgräflichen Opernhaus, im Neuen Schloss und im Felsengarten Sanspareil. Mehr Informationen unter www.bayreuth-wilhelmine.de.
Wann ist der Familiensonntag in Sanspareil?
Am 17. Mai 2026 – mit Programm im Felsengarten, im Morgenländischen Bau und in der Burg Zwernitz.












Der vorfahrtsberechtigte silberne VW kollidierte frontal mit der Seite des links einbiegenden Mercedes. © bt-Redaktion
Symbolbild: Pixabay