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Bayreuth

Linden in der Bahnhofstraße abgeholzt: Nun wird wieder angepflanzt

Das Stadtgartenamt beginnt am Montag, 10. November, mit der Umgestaltung der Pflanzinseln zwischen Mainstraße und Carl-Schüller-Straße. Bis Freitag, 14. November, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Ziel ist es, den Bereich optisch aufzuwerten und zugleich für kommende Hitzesommer fit zu machen.

Abgestorbene Linden werden ersetzt

Die Reste der Lindenbäume, die dort noch bis Sommer dieses Jahres standen und in den letzten Jahren stark unter Trockenheit gelitten haben, müssen entfernt werden. „Die Bäume sind weitgehend abgestorben und konnten sich nicht mehr erholen“, teilt das Stadtgartenamt mit. Stattdessen wird der Boden gründlich erneuert, bevor die neue Bepflanzung kommt.

Neue Bepflanzung mit Hibiskus und Berberitzen

Künftig prägen Hibiskus-Sträucher das Bild der Pflanzinseln in der Bahnhofstraße. Sie gelten als besonders hitze- und trockenheitsresistent und sie blühen pünktlich zur Bayreuther Festspielzeit.

Ergänzt werden die Sträucher durch eine Unterpflanzung aus niedrigen Berberitzen, die als robust und pflegeleicht gelten. Für größere Bäume fehlt an dieser Stelle allerdings der Platz: „Die Pflanzgruben in der Bahnhofstraße sind schlicht zu klein, um größere Baumarten dauerhaft zu etablieren“, heißt es aus dem Amt.

Kurzzeitige Einschränkungen für Fußgänger

Während der Bauarbeiten kann es zu kurzzeitigen Beeinträchtigungen bei der Nutzung des Gehwegs kommen. Das Stadtgartenamt bittet um Verständnis: Die Maßnahmen sollen das Straßenbild langfristig verbessern und zur klimafreundlichen Stadtbegrünung Bayreuths beitragen.

Unser Artikel vom 21. August:

Warum mussten die Bäume in der Bahnhofstraße weichen?

Mehrere Bäume in der Bayreuther Bahnhofstraße sind gefällt worden. In der Facebook-Gruppe „Unser Bayreuth“ und auch sonst in der Stadt haben sich Menschen gefragt: Warum mussten die Bäume weg? Insbesondere das Fällen mehrerer großer Bäume, darunter eine markante Winterlinde an der Kreuzung zur Carl-Schüller-Straße, hat Fragen aufgeworfen. Wir haben beim Stadtgartenamt nachgefragt.

Die Stadt Bayreuth hat auf Anfrage des Bayreuther Tagblatts konkrete Gründe genannt. Die Hauptursache liegt demnach in den ungeeigneten Standortbedingungen für die Bäume.

Zu kleine Baumquartiere und Bodenprobleme

Laut Stadtgartenamt wurden die Baumquartiere in der Bahnhofstraße ursprünglich so angelegt, wie es nach damaligem Kenntnisstand sinnvoll war. Den heutigen klimatischen Bedingungen werde das allerdings nicht mehr gerecht. Die Flächen sind schlichtweg zu klein, um den Bäumen eine nachhaltige und vitale Entwicklung zu ermöglichen.

Hinzu kommen weitere negative Faktoren:

  • Bodenverdichtung: Der stark frequentierte städtische Raum führt zu einer Verdichtung des Bodens, was die Wurzelentwicklung beeinträchtigt.
  • Eintrag von Fremdstoffen: Verunreinigungen und Fremdstoffe schädigen zusätzlich das Wurzelwerk und die Gesundheit der Bäume.

Diese problematischen Bedingungen führen dazu, dass sich die Bäume in der Bahnhofstraße in einem schlechten Zustand befinden.

„Es ist nicht der erste und wird wohl leider auch nicht der letzte Baum sein, der dort abstirbt. Tote oder sehr stark geschädigte Bäume müssen aus Sicherheitsgründen entfernt werden,“ heißt es von der Stadt.

Zukunft der Begrünung: Was passiert nach der Fällung?

Das Stadtgartenamt betont, dass die gefällten Bäume, wie die Winterlinde, nicht mehr zu retten waren und aus Sicherheitsgründen entfernt werden mussten. Tote oder stark geschädigte Bäume stellen eine Gefahr für Passanten und den Straßenverkehr dar.

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Keine Großbäume, sondern robuste Sträucher

Eine Nachpflanzung von größeren Bäumen am gleichen Standort wird als nicht sinnvoll erachtet. Die genannten Probleme – zu kleine Baumquartiere und verdichteter Boden – würden auch die neuen Bäume gefährden. Stattdessen plant das Stadtgartenamt eine Ersatzbepflanzung mit robusten Blütensträuchern im Frühjahr des nächsten Jahres. Diese Pflanzen benötigen weniger Wurzelraum und sind widerstandsfähiger gegenüber den städtischen Bedingungen.

Ersatzpflanzung an neuem Standort

Der gefällte Baum wird an einem anderen, geeigneteren Standort in Bayreuth ersetzt. Dies soll sicherstellen, dass die Baumbilanz der Stadt erhalten bleibt und die neuen Bäume eine Chance haben, gesund und vital zu wachsen.