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Diebstahl aus Solarpark bei Lienlasmühle: 40.000 Euro Schaden
Ein Diebstahl im großen Stil: Aus einem Solarpark bei Lienlasmühle im Landkreis Bayreuth haben Unbekannte mehrere Wechselrichter gestohlen und dabei einen Schaden von rund 40.000 Euro verursacht. Die Kriminalpolizei Bayreuth ermittelt und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Betroffen ist der Solarpark westlich des Kirchenpingartener Ortsteils Lienlasmühle. Wann genau die Täter zuschlugen, ist unklar – der mögliche Tatzeitraum erstreckt sich über fast vier Monate: von Donnerstag, 16. April, bis Freitag, 7. August 2026. In dieser Zeit verschafften sich die Unbekannten Zugang zum Gelände und montierten mehrere Wechselrichter ab, die Anlagen zur Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom.
Was ist bekannt – und was noch nicht?
Die Kriminalpolizei Bayreuth hat die Ermittlungen übernommen. Details dazu, wie die Täter auf das Gelände gelangten oder wie viele Wechselrichter genau fehlen, teilt die Polizei bislang nicht mit – ungewöhnlich lang ist vor allem der mögliche Tatzeitraum von fast vier Monaten. Das deutet darauf hin, dass der Solarpark nicht durchgängig kontrolliert wird und der Diebstahl erst bei einer der selteneren Überprüfungen auffiel.
Die Polizei bittet nun um Mithilfe: Wer im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Solarparks bei Lienlasmühle beobachtet hat, soll sich unter der Telefonnummer 0921/506-0 bei der Kriminalpolizei Bayreuth melden.
Warum Solarparks für Diebe so attraktiv sind
Der Fall bei Lienlasmühle ist kein Einzelfall, sondern Teil einer Entwicklung, die Ermittler in ganz Bayern seit Monaten beschäftigt. Wechselrichter und Kupferkabel aus Solarparks sind bei Dieben derzeit besonders begehrt, weil der Kupferpreis auf Rekordniveau liegt und die Anlagen oft in unbewohnten Randlagen stehen und nur einfach eingezäunt sind. Erst im Mai wurden aus einem Solarpark bei Querenbach im Landkreis Hof Wechselrichter im Wert von rund 100.000 Euro gestohlen, nachdem die Täter den Zaun aufgeschnitten hatten. Auch in Rangen bei Gräfenberg und in Kasendorf, wo Diebe 53 Wechselrichter erbeuteten, gab es in den vergangenen Monaten ähnliche Fälle.
Dass hinter solchen Taten teils organisierte Banden stecken, zeigte sich Anfang 2026 in Mittelfranken: Dort nahm die Polizei eine sechsköpfige Gruppe fest, der mindestens acht Einbrüche in Solarparks binnen weniger Monate und ein Schaden im hohen sechsstelligen Bereich zur Last gelegt werden, wie unter anderem report24 berichtete. Ob ein Zusammenhang zum Fall in Lienlasmühle besteht, ist offen – die Ermittlungen dazu laufen unabhängig voneinander.
Häufige Fragen
Was wurde aus dem Solarpark bei Lienlasmühle gestohlen?
Unbekannte entwendeten mehrere Wechselrichter, also Geräte zur Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom. Der Entwendungsschaden liegt bei rund 40.000 Euro.
Wann ist der Diebstahl passiert?
Der mögliche Tatzeitraum reicht von Donnerstag, 16. April 2026, bis Freitag, 7. August 2026.
Wo genau liegt der betroffene Solarpark?
Der Solarpark liegt westlich des Ortsteils Lienlasmühle bei Kirchenpingarten im Landkreis Bayreuth.
Warum werden Wechselrichter aus Solarparks gestohlen?
Wechselrichter enthalten wertvolle Bauteile und lassen sich vergleichsweise leicht weiterverkaufen. Zusammen mit Kupferkabeln sind sie wegen des aktuell hohen Kupferpreises bei Dieben besonders gefragt – bayernweit häufen sich entsprechende Fälle.
Was tun, wenn ich Hinweise zu dem Fall habe?
Wer im Tatzeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Solarparks beobachtet hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0921/506-0 bei der Kriminalpolizei Bayreuth zu melden.












Daniel Medawar von der BayWa und OB Andreas Zippel laden das OB-Mobil am Ladepark in der Nürnberger Straße in Bayreuth ©Katharina Müller-Sanke
Blick aus einem Hubschrauber der Luftrettungsstaffel Bayern e.V. © Jörg Herrmannsdörfer, Luftrettungsstaffel Bayern – Standort Mistelgau