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Kommunalwahl 2026

Dr. Sandra Huber kündigt Kandidatur an: Grüne will Bürgermeisterin von Pegnitz werden

Sandra Huber wird für das Amt der Bürgermeisterin in Pegnitz kandidieren. Als amtierende Zweite Bürgermeisterin bringt sie eine Fülle an kommunalpolitischer Erfahrung mit und sieht sich bestens gerüstet für die Herausforderungen an der Stadtspitze.

Kandidatin aus der Region

Sandra Huber, 50 Jahre alt, ist auf einem Weiler unterhalb der Hohenmirsberger Platte aufgewachsen. Ihre Verbundenheit zur Natur und zur Heimat ist tief verwurzelt. Nach dem Abitur am Gymnasium Pegnitz studierte sie Politikwissenschaft und promovierte anschließend. Seit 2005 lebt die dreifache Mutter in Pegnitz und hat sich über Jahre hinweg ehrenamtlich in der Gemeinde engagiert, unter anderem als Elternbeiratsvorsitzende und in diversen Vereinen.

Bisherige berufliche Laufbahn

Ihre berufliche Laufbahn im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg hat sie nach eigener Einschätzung auf die administrativen Aufgaben einer Bürgermeisterin gut vorbereitet. Dort sammelte sie als Referentin des Direktors wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Zielsteuerung, Strategieprozesse und Krisenmanagement. Aktuell koordiniert sie das Promotionsprogramm und die Personalentwicklung junger Wissenschaftler*innen.

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Vereine als „großer Schatz“ der Gemeinde

Huber betont die zentrale Rolle des Ehrenamts für das gesellschaftliche Leben in Pegnitz.

„Die Vereine sind unser großer Schatz“, sagt sie. „Ob Sport, Feuerwehr, Brauchtum oder Kultur – sie erfüllen unverzichtbare Aufgaben.“

Ihre eigene langjährige Tätigkeit als Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins sowie ihr Engagement in anderen lokalen Organisationen unterstreichen ihre Wertschätzung für die freiwillige Arbeit der Bürgerinnen und Bürger.

Erste Schwerpunkte: Wohnen, Bildung und Klimaschutz

Auch wenn das Wahlprogramm noch finalisiert wird, nennt Sandra Huber bereits zentrale Themen, die sie als Bürgermeisterin angehen möchte.

  • Wohnen: Sie plädiert für vielfältige Wohnformen, von Sozialwohnungen über Reihenhäuser bis hin zu gemeinschaftlichen Wohnprojekten. Zudem will sie die Sanierung und Umnutzung bestehender Gebäude fördern.
  • Bildung und Betreuung: Die vorhandene Kita-Infrastruktur und Schulkindbetreuung sollen weiter ausgebaut werden, um eine optimale Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten.
  • Digitale Verwaltung: Huber sieht Nachholbedarf bei der Digitalisierung städtischer Prozesse, um die Verwaltung bürgerfreundlicher und effizienter zu gestalten.
  • Erneuerbare Energien: Als Schlüsselthema für die finanzielle und ökologische Zukunft der Stadt sieht sie den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien. Sie kritisiert die „Passive Haltung“ des amtierenden Bürgermeisters und betont, dass Pegnitz, das einst Vorreiter bei kommunalen Windparks war, nun drohe, abgehängt zu werden.
  • Gleichstellung und Demokratie: Sandra Huber macht sich zudem stark für die Gleichstellung von Frauen in allen Bereichen und ruft dazu auf, die Demokratie vor Ort zu stärken und zu verteidigen.

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt können sich auf einen spannenden Wahlkampf bis zur Kommunalwahl 2026 freuen.