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Einbruch

Dieb nach dreistem Einbruch in Kulmbacher Firma geschnappt

Der Mann, der am gestrigen Mittwoch gewaltsam in ein Gewerbe in der E-C-Baumann-Str. eingestiegen war, konnte inzwischen identifiziert und festgenommen werden. Sein Diebesgut hatte er bereits in Geld umgesetzt. 

Scheibe eingeworfen – trotz Betrieb im Gebäude

Normalerweise warten Einbrecher den Schutz der Dunkelheit ab. Nicht so in diesem Fall: Zwischen 11:00 Uhr und 11:30 Uhr griff der Täter zu einem Stein und zertrümmerte damit die Scheibe einer Nebeneingangstür eines Gewerbes in der E.-C.-Baumann-Straße in Kulmbach. Das Kuriose daran: Zu diesem Zeitpunkt war das Büro nicht etwa leer. Mitarbeiter hielten sich im Gebäude auf, während der Unbekannte durch das Loch in der Tür kletterte.

Beute steht in keinem Verhältnis zum Schaden

Einmal drin, schien es der Täter eilig gehabt zu haben. Er schnappte sich lediglich Pfandgut von geringem Wert und suchte das Weite, bevor die Angestellten überhaupt merkten, dass sie ungebetenen Besuch hatten. Die Flucht gelang ihm zunächst unbemerkt.

Allerdings lief der Einbruch für den Dieb nicht ganz reibungslos ab. Die Beamten der Polizeiinspektion Kulmbach stellten bei der Spurensicherung fest, dass sich der Täter beim Einsteigen durch die kaputte Scheibe wohl eine Schnittverletzung zugezogen hat. Er hinterließ also unfreiwillig seine Visitenkarte am Tatort.

Schon gelesen? In Bayreuth ist neulich auch eingebrochen worden.

Nach dem Zeugenaufruf in den Medien – unter anderem bei uns, beim Bayreuther Tagblatt – und den anschließenden, erfolgreichen Ermittlungen der Fahnder der Polizeiinspektion Kulmbach, konnte ein 30-jähriger deutscher Staatsangehöriger aus Kulmbach überführt werden. Das entwendete Diebesgut hatte der Mann bei seiner Festnahme am Donnerstagmittag bereits in Bargeld umgesetzt. Er muss sich nun wegen besonders schweren Fall des Diebstahls vor Gericht verantworten.

Sachschaden höher als Diebesgut

Während der Wert des Diebesguts fast zu vernachlässigen ist, schlägt der Sachschaden ordentlich zu Buche: Rund 400 Euro kostet die neue Verglasung.