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Drogenverkauf an Sechstklässlerin bringt Bamberger Rauschgiftnetz zu Fall
Monatelange verdeckte Ermittlungen haben ein mutmaßliches Drogennetzwerk im Raum Bamberg zu Fall gebracht – die Täter hatten es gezielt auf Kinder und Jugendliche abgesehen.
Ausgangspunkt: Ecstasy-Verkauf an eine Zwölfjährige
Im vergangenen Winter wurde einer Sechstklässlerin am Zentralen Omnibusbahnhof in Bamberg von einem zunächst unbekannten Täter Ecstasy verkauft. Dieser Vorfall war der Startschuss für monatelange, teils verdeckt geführte Ermittlungen der Kriminalpolizei Bamberg – und hat jetzt ein mutmaßliches Rauschgiftnetzwerk zu Fall gebracht.
Kinder und Jugendliche als Zielgruppe
Im Verlauf der Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf weitere Drogenverkäufe im Stadtgebiet. Besonders alarmierend: Als Abnehmer traten vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Erscheinung. Das Fachkommissariat für Rauschgiftdelikte der Kripo Bamberg zog zeitweise das Bayerische Landeskriminalamt sowie weitere Unterstützungseinheiten hinzu.
Razzia in fünf Objekten
Am Mittwoch vollstreckten die Ermittler auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Bamberg mehrere Durchsuchungsbeschlüsse in fünf Objekten im Stadtgebiet und im Landkreis Bamberg. Dabei stellten sie sicher:
- Rund 300 Gramm Kokain
- Etwa 1 Kilogramm Amphetamin
- Zirka 3 Kilogramm Cannabisprodukte
- Eine größere Menge Ecstasy-Tabletten
- Zahlreiche verschreibungspflichtige Medikamente mit Bezug zum Betäubungsmittelrecht
Zudem fanden die Beamten Bargeld, Kommunikationsmittel und Waffen.
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Fünf Festnahmen
Im Zuge der Razzia wurden fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 18 und 23 Jahren festgenommen. Vier von ihnen – drei Männer und eine Frau – wurden am Folgetag einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der jeweils Untersuchungshaft anordnete:
- Ein 18-jähriger Deutscher: u.a. bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln und Cannabis
- Ein 19-jähriger Deutscher: u.a. Handeltreiben in nicht geringer Menge, in 17 Fällen, gewerbsmäßig
- Ein 18-jähriger iranischer Staatsangehöriger: u.a. Handeltreiben in nicht geringer Menge, in 15 Fällen, gewerbsmäßig
- Eine 18-jährige Deutsche: u.a. Handeltreiben in 7 Fällen, gewerbsmäßig
Klare Ansage von Polizei und Staatsanwaltschaft
Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg lassen keinen Zweifel: Drogenhandel, der sich gezielt an Kinder und Jugendliche richtet, werde „mit aller Konsequenz verfolgt„. Der Schutz junger Menschen habe dabei oberste Priorität. Die Ermittlungen dauern an.
FAQ
Was war der Auslöser der Ermittlungen?
Ein Unbekannter hatte im vergangenen Winter einer Sechstklässlerin am Bamberger Zentralen Omnibusbahnhof Ecstasy-Pillen verkauft. Der Fall brachte die Kriminalpolizei Bamberg auf die Spur eines größeren Netzwerks.
Welche Drogen wurden sichergestellt?
Die Beamten stellten rund 300 Gramm Kokain, 1 Kilogramm Amphetamin, 3 Kilogramm Cannabisprodukte, Ecstasy-Tabletten sowie verschreibungspflichtige Medikamente sicher – dazu Bargeld, Handys und Waffen.
Wie alt sind die Tatverdächtigen?
Alle fünf Festgenommenen sind zwischen 18 und 23 Jahren alt. Vier von ihnen sitzen in Untersuchungshaft.
Warum wurde auch das Landeskriminalamt eingeschaltet?
Aufgrund des Umfangs und der Komplexität der Ermittlungen zog die Kripo Bamberg zeitweise das Bayerische Landeskriminalamt sowie weitere Unterstützungseinheiten hinzu.
Sind die Ermittlungen abgeschlossen?
Nein. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Bamberg und der Staatsanwaltschaft Bamberg dauern an.



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