Zuletzt aktualisiert am
„Eigenkunstwerk“: Ausstellung im Neuen Rathaus verändert sich live
Wenn am Mittwoch, 22. Juli, um 19.30 Uhr in der Ausstellungshalle des Neuen Rathauses die Performance „Exposition“ beginnt, ist noch lange nicht klar, wie der Raum am Ende aussehen wird. Das Kunstmuseum Bayreuth eröffnet mit „Eigenkunstwerk“ eine Ausstellung, die sich über fünf Wochen hinweg selbst verändert – bis sie sich bei der Finissage im August live wieder auflöst.
Verantwortlich dafür ist das Kollektiv „Roams“, mit dem das Museum für dieses Projekt zusammenarbeitet. Der Name leitet sich vom englischen Verb „to roam“ ab, umherstreifen, durchziehen. Genau das ist Programm: Roams versteht sich als Zusammenschluss für künstlerische Forschungs-, Erfahrungs- und Begegnungsräume, der bewusst verschiedene Disziplinen zusammenbringt. Hinter dem Kollektiv stehen der Bildhauer Harald Kienle, der Sounddesigner Veith Michel v. Tsotzhousn, die Performerin Michaela Pereira Lima, die Videokünstlerin Linda Havenstein und die Lyrikerin Maria Trunk.
Holz als roter Faden – von der Geige bis zum Festspielhaus
Im Zentrum der Ausstellung steht ein Material, das in Bayreuth eine besondere Bedeutung hat: Holz. Roams knüpft damit an den Grundstoff hochkultureller Klanginstrumente an – und an die einzigartige Akustik des hölzernen Saals im Bayreuther Festspielhaus. „Eigenkunstwerk“ macht prozesshaftes künstlerisches Schaffen mit allen Sinnen erlebbar und begreift sich als fortlaufender Akt der Gestaltung: Die Holzklang-Landschaft in der Ausstellungshalle verändert sich im Lauf mehrerer Performances immer weiter, bis sie beim Abschluss komplett abgebaut wird.
Publikum wird zum Dialogpartner
Besucherinnen und Besucher sind dabei nicht nur Zuschauende. Sie sind ausdrücklich eingeladen, sich aktiv zu beteiligen – das Publikum gilt als Teil und Dialogpartner der Künstlerinnen und Künstler. Die Bühne ist als Landschaftsraum angelegt, der mit dem Zuschauerraum in Skulptur, Klang und Performance ineinanderfließt.
Die Termine im Überblick
Den Auftakt bildet die Performance „Exposition“ am Mittwoch, 22. Juli, um 19.30 Uhr in der Ausstellungshalle im Neuen Rathaus. Am Mittwoch, 12. August, folgt von 18 bis 19 Uhr die Lyrik-Performance „POIESIS“. Zum Abschluss steht am Samstag, 22. August, die Finissage „Auflösung“ auf dem Programm, von 19.30 bis 24 Uhr wird die Holzklang-Landschaft dabei live wieder ausgeräumt.
Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenfrei. Sie ist in der Ausstellungshalle im Neuen Rathaus, Luitpoldplatz 13, zu folgenden Zeiten zu sehen:
Montag, Dienstag, Donnerstag: 9 bis 17 Uhr
Mittwoch: 9 bis 18 Uhr
Freitag: 9 bis 15 Uhr
Samstag, Sonntag: 13 bis 16.30 Uhr
Woher Roams kommt
Roams ist in der Nürnberger freien Kunst- und Theaterszene entstanden. Bereits im November 2023 zeigte das Kollektiv in der Nürnberger Tafelhalle mit „roams: adventures“ ein dreitägiges Bühnenstück, bei dem sich ein wachsendes Bühnenbild aus Klanghölzern selbst zum Kunstwerk und Protagonisten entwickelte, wie das Stadtmagazin curt berichtete. Für „Eigenkunstwerk“ bringt das Kollektiv dieses Prinzip nun erstmals nach Bayreuth – direkt in die Ausstellungshalle, die schon mehrfach Bühne für wechselnde Kunstprojekte war, etwa zuletzt für die Landschaftsmalerei-Ausstellung „Fern & Nah“.
Häufige Fragen
Wann startet die Ausstellung „Eigenkunstwerk“ in Bayreuth?
Die Ausstellung beginnt am Mittwoch, 22. Juli, mit der Auftakt-Performance „Exposition“ um 19.30 Uhr in der Ausstellungshalle im Neuen Rathaus.
Was kostet der Eintritt?
Der Eintritt in die Ausstellung ist kostenfrei.
Wo findet die Ausstellung statt?
In der Ausstellungshalle im Neuen Rathaus, Luitpoldplatz 13, in Bayreuth.
Wann endet die Ausstellung?
Sie endet am Samstag, 22. August, mit der Finissage „Auflösung“ von 19.30 bis 24 Uhr, bei der die Holzklang-Landschaft live abgebaut wird.
Wer steckt hinter dem Kollektiv Roams?
Roams besteht aus dem Bildhauer Harald Kienle, dem Sounddesigner Veith Michel v. Tsotzhousn, der Performerin Michaela Pereira Lima, der Videokünstlerin Linda Havenstein und der Lyrikerin Maria Trunk.












Verstummte Stimmen - Screenshot der Webseite ©Katharina Müller-Sanke
Ein gelber ADAC-Rettungshubschrauber auf der Fahrbahn einer Landstraße. Im Hintergrund Autos und ein Rettungswagen, links und rechts Felder. Foto: Redaktion